Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Winterlingen

Konzept überzeugt: Ziegenhütte Zollernalb ist unter den 20 Besten beim Landespreis 2020

15.07.2020

von Pressemitteilung

Konzept überzeugt: Ziegenhütte Zollernalb ist unter den 20 Besten beim Landespreis 2020

© Daniel Seeburger (Archiv)

Das Konzept von Carolin und Alexander Dietz überzeugte bei der ersten Vorrunde des Landespreises 2020.

Die Top 20 des Landespreises für junge Unternehmen stehen fest. Dabei hat sich auch ein Betrieb aus Winterlingen gegen mehr als 600 Bewerber durchgesetzt: die Ziegenhütte in Harthausen.

619 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Baden-Württemberg, und damit so viele wie noch nie, haben sich um den Landespreis für junge Unternehmen 2020 beworben.

20 von ihnen wurden in einem mehrstufigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren für die zweijährlich von der baden-württembergischen Landesregierung und der L-Bank vergebene Auszeichnung nominiert – darunter auch die Ziegenhütte in Harthausen.

Unternehmerischer Erfolg und Engagement für die Gesellschaft

Kleinere Betriebe gehören ebenso zum Kreis der Besten wie größere Firmen mit weit mehr als 100 Beschäftigten.

Der Preis ehrt Persönlichkeiten, die in den vergangenen zehn Jahren ihr Unternehmen nicht nur gegründet oder übernommen und es wirtschaftlich erfolgreich entwickelt haben, sondern die sich darüber beispielsweise sozial oder ökologisch für die Gesellschaft engagieren.

Die zehn besten Unternehmen werden am 24. November im Neuen Schloss in Stuttgart geehrt.

„Vom Landwirt auf den Teller“

Als Carolin Dietz 2013 den konventionellen Schweinemastbetrieb der Eltern übernahm, hatte sie eine Vision: „Man kann es gut machen und trotzdem Geld damit verdienen.“ Sieben Jahre später ist ihr Biohof Ziegenhütte Zollernalb ein Vorzeigebetrieb für ökologische Landwirtschaft.

Die 36-jährige Agrarwissenschaftlerin baute mit ihrem Ehemann einen Ziegenstall und eine Käserei auf, stellte die Äcker auf Bio-Anbau um und sorgte für die Direktvermarktung der Produkte. „Vom Landwirt auf den Teller“ ist dabei ihr Motto.

Kundenstamm wächst stetig

Das inspirierte sie dazu, kreativ zu werden: „Wir vermarkten unsere Produkte über unseren eigenen Hofladen, über Wochenmärkte, andere Hofläden und Restaurants.“ In naher Zukunft soll ein Online-Shop folgen.

In den ersten Jahren hatte sie vorwiegend Kunden aus den umliegenden Städten wie Balingen, Albstadt und Tübingen. Nach und nach kam aber auch immer mehr Kundschaft aus dem umliegenden Gebieten.

Tierwohl und Artenvielfalt wichtig für Carolin Dietz

Der wirtschaftliche Erfolg macht es möglich, dass Dietz sich hingebungsvoll um die Tiere kümmern kann: Bei den Ziegen stehe das Tierwohl an oberster Stelle, erzählt sie, und Projekte zur Artenvielfalt wie Blühstreifen und Humusaufbau seien ihr enorm wichtig.

„Ich bemerke ein Umdenken bei den Menschen, auch bei der konventionellen Landwirtschaft“, freut sich die Öko-Landwirtin.

Hintergrund: der Landespreis

Der Landespreis für junge Unternehmen wird 2020 bereits zum 13. Mal vergeben. Schirmherr des Wettbewerbs, der alle zwei Jahre gemeinsam von der Landesregierung und der L-Bank ausgeschrieben wird, ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die drei erstplatzierten Unternehmen erhalten Geldpreise in Höhe von 40.000 Euro (Platz 1), 30.000 Euro (Platz 2) und 20.000 Euro (Platz 3).

Mit insgesamt 90.000 Euro ist der Landespreis einer der höchst dotierten und renommiertesten Unternehmerpreise in Deutschland.

Diesen Artikel teilen: