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Margrethausen

Kloster Margrethausen: Der kulturelle Mittelpunkt der guten Stube Albstadts lockt die Massen

03.09.2019

von Hans Raab

Kloster Margrethausen: Der kulturelle Mittelpunkt der guten Stube Albstadts lockt die Massen

© Hans Raab

Der Chor Effata singt vor den schönen bunten Fenstern der Margrethauser Klosterkirche.

Mehrere Hundert Besucher machten am Sonntag den Hof und die Räumlichkeiten des Klosters Margrethausen zu dem Ort, zu dem er durch sein unvergleichliches Ambiente wie geschaffen ist.

Die Kirchengemeinde hatte zusammen mit dem Förderverein Kloster Margrethausen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Albverein und dem Ortsamt zum ersten „Tag des offenen Klosters“ geladen und dieser Einladung waren zahlreiche Gäste aus nah und fern gefolgt.

Abbruch schon vor etwa 200 Jahren

Wie viele es letztendlich genau waren, ließ sich nicht feststellen. Dies hing mit dem besonderen Konzept der Veranstalter zusammen, das neben Angeboten über den ganzen Tag hinweg einander abwechselnde Führungen durch den Klostertrakt und in der Pfarrkirche vorsah. Letztere war in den Tag mit eingebunden, obwohl sie mit dem Kloster an und für sich nichts zu tun hat, wie Hildegunde und Sigrun Pfeil bei ihren interessanten und viel beachteten Erklärungen vornehmlich zu den weit über die Landesgrenzen bekannten Kirchenfenstern von Wilhelm Geyer betonten.

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Der Feuerwehrnachwuchs im Klosterhof.

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Begehrt waren die Strickwaren der Frauengruppe.

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Auch die Kinder kannten keine Langeweile.

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Walter Spengler führt seine Gruppe auf dem weg zum kirchlichen Teil des Kloster an.

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Hildegunde Pfeil bei der Erklärung der Kirche.

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Im Klosterhof lässt es sich gut feiern.

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Die Filmvorführung erzählt von der Restauration.

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Ein zufriedener Ortsvorsteher Thomas Bolkart.

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Die Reste der eigentlichen Klosterkirche waren schon vor etwa 200 Jahren abgebrochen worden. Durchaus nicht nur als Beiwerk trat vor zwei der Kirchenführungen der Chor Effata unter Leitung von Martin Wäschle auf und erntete stürmischen Applaus für die mitreißenden Liedbeiträge.

Auch Domizil für die Schule

Wer wollte – und es wollten gar viele – konnte sich anschließend zusammen mit Dr. Walter Spengler auf den weg durch das Kloster machen und an markanten Punkten Wissenswertes über die wechselhafte Geschichte des Gebäudes erfahren. Es hatte ja während der rund 700 Jahre des Bestehens nicht nur Franziskanerinnen als Bet- und Heimstatt gedient, so manche erinnerten sich noch an die alte Schule, in der sie selbst, oder aber Vorfahren das ABC erlernt hatten.

Klosterrestauration wird lebendig

Eine Angebotspause gab es nicht, denn mehrmals wurde im Raum „Heersberg“ ein nicht nur inhaltlich, sondern auch künstlerisch mehr als ansprechender Film von Heribert Schairer zur Klosterrestauration des weltlichen Gebäudeteils gezeigt. Krischan und Lennart Spengler standen hier für zahlreiche offene Fragen zur Verfügung und machten gleichzeitig Werbung für den Förderverein Kloster Margrethausen.

Auch für die Kleinen war etwas geboten

Für die Kinder gab es einige auf sie zugeschnittene Programmpunkte: kurze Führungen mit spannenden Erzählungen führten die Jüngsten (und manchen Erwachsenen) in den geheimnisvollen Gewölbekeller, vorbei am Brotbackofen in die heutige Bücherei, die ehemals als Waschküche mit einem durchfließenden Bach diente. Dort warteten schon Kerstin Götz und Rita Thiel in der Schreibwerkstatt auf schreibwillige Jungs und Mädchen, die ihre Namen in altertümlichen Lettern gestalten und ausschmücken konnten.

Kleine Löschmeister

Draußen bei der Feuerwehr wartete eine besondere Attraktion. Mit kleinen Spritzen mussten auf einer Modellhausfassade Ziele getroffen werden, so manch eines der Kinder brachte es zu viel Geschick sogar zum „Löschmeister“, doch auch die weniger geschickten ergatterten einen Preis. Kommandant Christoph Gerstenecker kann stolz auf seine Feuerwehrleute sein, von denen einige die Jugendfeuerwehr vorbildlich anleiteten.

Strick-Frauen zeigen ihr Können

Dicht umdrängt war der Stand der Sockenstrickervereinigung. Die Frauen demonstrierten nicht nur vor Ort ihr können, sondern auch ihre Verbundenheit zum Kloster, in deren Räumlichkeiten die wöchentlichen Strickabende stattfinden und deren Produkte dann für wohltätige Zwecke verkauft werden. Daniela Wäschle und Cornelia Arnold waren mit der Resonanz mehr als zufrieden.

Ortsvorsteher zeigt seinen Amtssitz

Auch das Ortsamt hatte für Neugierige seine Pforte geöffnet. Gelassen zeigte Thomas Bolkart seinen Amtssitz, als beliebter Ortsvorsteher brauchte er auch keine Angst zu haben, dass ihm von irgendjemandem die Leviten gelesen wurden.

Für die durstigen Kehlen hatte der Albverein gesorgt, den Hunger stillte die kathoische Kirchengemeinde. Am Ende zeigte sich eitel Sonnenschein, nicht nur am Himmel, der nach nassem Start der Veranstaltung bald aufhellte, sondern vor allem auf den Mienen aller Beteiligter.

Blick hinter die Klostermauern

Denn das wichtigste Ziel war bravourös gelungen, wie der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Bernd Kramer, stolz betonte: alle Vereine und Institutionen, die im Kloster beheimatet sind, hatten vorbildlich zusammen gearbeitet und darüber hinaus der Bevölkerung einen Blick hinter die Kulissen gewährt und interessante Details zu Kloster nd Kirche weiter gegeben.

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