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Turnen

Klassenerhalt geschafft: TSG Balingen 2 und Meßstetten sichern sich den Ligaverbleib

27.05.2019

von Anna Wittmershaus, Rudi Bareth

Klassenerhalt geschafft: TSG Balingen 2 und Meßstetten sichern sich den Ligaverbleib

© Moschkon

Normalerweise ist der Schwebebalken die Schwachstelle der TSG Balingen 2 (im Bild Chiara Meboldt). Doch beim letzten Oberliga-Wettkampf in diesem Jahr lieferte die Regionalliga-Reserve an diesem Gerät das zweitbeste Tagesergebnis ab.

Für die Turnerinnen der TSG Balingen 2 geht es auch im kommenden Jahr in der Oberliga an die Geräte. Sie gewannen den Zweikampf mit Tübingen. Auch der TSV Meßstetten sicherte sich in der Bezirksliga den Klassenerhalt.

Von einem brisanten Duell der beiden TSG Teams aus Balingen und Tübingen war im Vorfeld des letzten Wettkampftages der Oberliga in Ingelfingen die Rede gewesen. Und in der Tat war reichlich Zündstoff in diesem hochkarätigen Wettkampf, lagen doch mit dem SV Hülben und der KTV Hohenlohe zwei Vereine punktgleich an der Tabellenspitze und es musste die Entscheidung um den Meistertitel fallen.

Wer muss in die Relegation?

Außerdem musste die Frage geklärt werden, wer als Tabellensechster in die Abstiegsrelegation muss. Die TSG-lerinnen aus Balingen und aus Tübingen standen sich in diesem packenden Showdown gegenüber. Beide waren vor dem finalen Wettkampf punktgleich.

Zudem buhlten noch die TG Böckingen und der TuS Metzingen um Platz drei, auch sie waren in der Tabelle punktgleich. Hingegen standen mit dem TB Neckarhausen 2 der direkte Absteiger und mit dem HSB Heidenheim 2 der erste von zwei Relegations-Teilnehmern fest.

Start ausgerechnet am Schwebebalken

Die Balingerinnen um Cheftrainer Rudi Bareth hatten in Ingelfingen am Samstag eine doppelt schwere Hypothek zu stemmen. Einerseits mussten die Eyachstädterinnen ausgerechnet am Schwebebalken den Wettkampf eröffnen, an dem sie in den vorausgegangen Wettkämpfen mit ordentlichen Problemen zu kämpfen hatten. Andererseits mussten sie vor Tübingen an die Geräte, so dass die Neckarstädterinnen jeweils auf die Leistungen der Bareth-Truppe reagieren konnten.

Allerdings war dies am Schwebelaken kein Vorteil für die Neckarstädterinnen, denn Balingen absolvierte sein Zittergerät dieses Mal wie aus einem Guss und setzte mit 44,55 Punkten eine Marke, welche die Tübingerinnen sichtlich beeindruckte.

„Balken war der Hammer“

Die Unistädterinnen patzten mehrfach und konnten mit 40,85 Zählern nicht annähernd an das Level der Eyachstädterinnen herankommen. „Balken war der Hammer, obwohl wir nach der ersten tollen, sturzfreien Übung von Lena Conzelmann gleich nur 11,0 Punkte bekamen und wir etwas konsterniert waren“, sagt Bareth. „Aber das Kampfgericht dort blieb unter der strengen Leitung einer Bundeskampfrichterin bei ihrer Linie und so stellte sich am Ende heraus, dass wir die Zweitbesten waren“, so der Balinger Kommandogeber.

Einen großen Anteil an diesem Resultat hatte Lilly Wolf, die eine fehlerfreie Übung zeigte und mit 12,10 Zählern das zweitbeste Einzelergebnis ablieferte. Ebenfalls fehlerfrei und technisch sauber kam Chiara Meboldt durch ihre Übung und verbuchte mit 11,40 Punkten einen weiteren hohen Wert.

Lediglich Anna Wager musste in ihrer ansonsten beherzten Kür einen Absteiger hinnehmen, gegen den sie sich tapfer wehrte, aber trotzdem noch mit 10,05 Zählern das Balinger Geräteergebnis komplettierte.

Kleiner Dämpfer am Boden

Nicht ganz nach Wunsch fielen die Wertungen für die Balinger Riege am Boden, aus. Mit 44,05 Punkten konnte die TSG Tübingen minimal Boden gut machen, denn auf der Habenseite der TSG Balingen stand mit 43,75 Zählern nur unwesentlich weniger.

Wieder war es Wolf, die mit 11,85 Punkten den höchsten Wert beisteuerte, gefolgt von Meboldt (10,85 Punkte), Florine Wörz (10,65), Katharina Bisinger (10,40) und Wager (10,35).

Erneut stark am Sprung

Wie schon im Vorkampf in Gerlingen gelang den Turnerinnen aus Balingen am Sprung eine überzeugende Leistung. Erneut wurden sie für ihre technisch sauber geturnten Sprünge belohnt.

Wörz brachte ihren Tsukahara sicher in den Stand und landeten mit 11,60 Zählern unter den besten Fünf an diesem Gerät. Meboldt und Lena Völkle folgten dahinter mit jeweils 11,25 Punkten. Bisinger ergänzte mit 10,90 Zählern das Geräteergebnis von 45,00 Punkten.

Damit distanzierten die Eyachstädterinnen Tübingen vor dem letzten Gerät um 4,15 Zähler.

Hohe Konzentration zum Abschluss

Wer aber glaubte, dass die Konzentration angesichts des komfortablen Vorsprungs am Schlussgerät nachlassen könnte, sah sich gleich bei Balingens Auftaktturnerinn, Hannah Haizmann, eines besseren belehrt.

So wie alle folgenden Bareth-Schützlinge kam sie ohne Fehler durch ihre Vorstellung und erreichte mit 8,80 Punkten den angepeilten Wert, den auch Wörz verbuchte. Wager konnte die beiden mit 8,90 Zählern überbieten.

Lena Conzelmann schaffte mit 9,20 Punkten einen Neunerwert und Wolf schrammte mit 9,90 Zählern knapp an der Zehn-Punkte-Marke vorbei. Ihre tolle Tagesform bestätigte letztere, als sie bei der Siegerehrung als fünftbeste Einzelturnerin aufgerufen wurde.

Klassenerhalt geschafft

Ein Gesamtergebnis von 170,10 Punkten stand am Ende für die TSG Balingen 2 zu Buche, an das Tübingen mit 166,55 Zählern nicht herankommen konnte und somit den Gang in die Relegation antreten muss.

Die Eyachstädterinnen beendeten die Obeliga-Runde hingegen auf Tabellenplatz fünf und wird in der Saison 2020 wieder in der höchsten Liga des Schwäbischen Turnerbundes starten.

Belohnung für die Balinger Reserveturnerinnen gab es von ihrem Trainer in Form eines dicken Lobes: „Es war einfach wunderbar, wie die Mädels von der ersten bis zur letzten Übung nahezu fehlerfrei agiert haben. Und die Stimmung war gestern eine ganz besondere, man hat ihren Willen richtig spüren können!“

Das Rennen um den Oberligameistertitel entschied derweil mit der KTV Hohenlohe der letztjährige Absteiger aus der Regionalliga für sich.

Meßstetten verpasst Podest nur knapp

Nur haarscharf verpasste unterdessen der TSV Meßstetten in der Bezirksliga 4 den Sprung auf das Podest. Nach Platz zwei im ersten Wettkampf wollten die Heubergerinnen auch beim zweiten Auftritt auf dem Treppchen landen.

Die TSV-Mädels starteten am Sprung, an dem sie 43,30 Punkte verbuchten. Am Stufenbarren gelang Meßstetten dann mit 33,50 Zählern das zweitbeste Tagesergebnis. Mit 37,65 Punkten am Schwebebalken und 42,00 Zählern am Boden schraubten die Heubergerinnen das Gesamtergebnis auf 156,45 Punkte.

Damit belegten die Heubergerinnen den vierten Platz. Zu Rang drei, den sich der TV Herlikofen sicherte, fehlten dem TSV am Ende lediglich 0,3 Zähler. In der Tabelle ging es für Meßstetten von Rang zwei runter auf Platz drei. Da nur der Tabellenletzte in die Relegation muss und Schlusslicht Böckingen 2 bereits neun Punkte Rückstand auf die Heubergerinnen hat, ist der Klassenerhalt bereits vor dem finalen Wettkampf am kommenden Samstag in Ellhofen gesichert.

In Ellhofen wird am Samstag auch Landesligist TSV Ebingen seinen letzten Wettkampf in dieser Saison bestreiten.

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