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Balingen

Kindheitserinnerungen in Holz: Hänsel und Gretel schmücken den Weilstetter Forst

30.07.2020

Von Nicole Leukhardt

Kindheitserinnerungen in Holz: Hänsel und Gretel schmücken den Weilstetter Forst

© Nicole Leukhardt

Initiator und Ideengeber Marcus Lohner mit seinen beiden Töchtern vor der Figur der Gretel.

Sie sind wieder da: Hänsel und Gretel sind in den Weilstetter Wald zurückgekehrt. Marcus Lohner hat mit seiner Stiftung damit eine Erinnerung an Kindheitstage wieder lebendig werden lassen. Denn schon einmal zierten zwei solche Holzfiguren den Wald unterm Hörnle.

Sie schauen den Wanderer freundlich an und scheinen direkt aus dem Tannenwald herauszuspazieren: Wer den Reuteweg oberhalb des Parkplatzes Linde in Weilstetten einschlägt, hat neuerdings hölzerne Beobachter am Wegesrand. Hänsel und Gretel thronen dort auf je einem Baumstumpf, der Bub in einer Lederhose, das Mädchen mit einem langen Kleid und einer Tasche, aus der sie jeden Moment die Brotkrumen herauszuholen scheint.

Eine Neuauflage für zwei Märchenfiguren

Wie bereits vor etwa 40 Jahren, als die beiden Märchenfiguren als Schulprojekt entstanden waren und ganz in der Nähe des heutigen Standorts aufgestellt wurden. „Die Figuren sind über die Jahre verwittert und kaputt gegangen“, erzählt der Weilstetter Marcus Lohner. So entstand die Idee, sie als Neuauflage wieder zu installieren.

Der selbstständige SAP-Berater hat vor drei Jahren eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich die Förderung von sportlichen, musikalischen, kulturellen und wissenschaftlichen Projekten von Kindern und Jugendlichen, Kindergärten und Studierenden auf die Fahnen geschrieben hat.

Kindheitserinnerungen werden wieder „lebendig“

Dass das Geld der Stiftung vor der eigenen Haustür den Kindern und Eltern Freude bereiten soll, war schnell klar. „Ich bin hier früher schon mit meinem Vater jeden Sonntag als Kind in den Wald gegangen“, erzählt Lohner. Er wünscht sich, dass die Figuren die Märchenwelt greifbar, den heimischen Wald erlebbar und interessant machen. Bei Weilstettens Ortsvorsteher Wolfgang Schneider rannte er dabei offene Türen ein.

Geschaffen hat die beiden Figuren der Motorsägenkünstler Tilo Strobel aus Buchheim bei Tuttlingen, der sich schon mit mehreren Figuren in den Wäldern verewigt hat, Revierförster Siegfried Geiger hat den Platz dafür bereitgemacht. Und bei Hänsel und Gretel soll es nicht bleiben: Marcus Lohner hat noch genügend Ideen. „Ein Hexenhäuschen wäre noch toll“, sagt er. Auch eine Hexenfigur würde noch gut zum Märchen passen.

Ideen für die Zukunft

Das nächste Projekt sollen zunächst einmal Informationstafeln zur Geschichte der Figuren und zum Märchen selbst sein. Auch ein Lehrpfad mit Erläuterungen zu Baumarten kann sich der heimatverbundene Initiator gut vorstellen. Er hofft dabei auf die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Seine eigenen beiden Töchter sind von Papas Plänen zumindest schon einmal restlos begeistert.

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