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Balingen

Kinderbetreuung an der Lauwasenschule: Das Provisorium wird teurer als gedacht

09.10.2019

Von Nicole Leukhardt

Kinderbetreuung an der Lauwasenschule: Das Provisorium wird teurer als gedacht

© Nicole Leukhardt

In der Lauwasenschule sollen zwei provisorische Kindergartengruppen eingerichtet werden. Dies wird ein Drittel teurer als gedacht.

Ein Provisorium mit Problemen: Die Einrichtung einer Betreuungsgruppe, die in der Lauwasenschule unterkommen soll, wird teurer als gedacht. Der Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS), der die Betriebserlaubnis erteilt, fordert einen separaten Eingang. Und auch sonst muss die Stadt einige Anforderungen umsetzen.

Im Juli hatte der Balinger Gemeinderat 100.000 Euro für Umbau und Möblierung der Kita-Gruppe bewilligt. Das wird nun nicht reichen, wie Hochbauamtsleiter Frieder Theurer in der Sitzung des Verwaltungsausschusses erklärte.

Eine Nottreppe wird zum Haupteingang

„Wir müssen die Anforderungen der KVJS baulich umsetzen“, holte er aus. Dazu gehört unter anderem, dass die Schiebeflügelfenster ausgetauscht werden. „Die Fenster müssen so sicher sein, dass kein Kind rausfallen kann“, erklärte er.

Auch der Zugang zu den Räumen im Obergeschoss muss neu hergestellt werden. „Der Verband schreibt vor, dass die Kindergartenkinder nicht denselben Eingang ins Gebäude benutzen dürfen, wie die Schulkinder und Lehrer“, erlärte Theurer. Damit soll verhindert werden, dass Unbefugte Zutritt zum Kindergarten haben, aber auch, dass ein Kind unbemerkt die Einrichtung über ein Treppenhaus verlassen kann.

Um dies zu ermöglichen, muss nun eine separate Treppe außen am Gebäude ertüchtigt werden. „Wir müssen das Treppengitter verkleinern, einen neuen Handlauf für die Kinder anbringen, eine Sprechanlage und einen Türöffner installieren und die Treppe abschließbar einhausen“, zählte der Hochbauamtsleiter auf. So wird eine ursprüngliche Nottreppe zum Haupteingang. Ebenfalls ein Kostenpunkt: Es muss ein Weg direkt vom Parkplatz zu der Treppe geschaffen, die Außenanlage eingezäunt werden.

Die Kosten steigen aufs Anderthalbfache

„Wir haben es nachkalkuliert und kommen auf deutlich höhere Kosten als bisher angenommen“, so Theurer. 153.000 Euro und damit gut 50.000 Euro mehr als gedacht müsste der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung bewilligen. „Und das ist immer noch das absolute Minimum, da ist kein nice-to-have dabei“, betonte Frieder Theurer.

Das Provisorium soll, auch wenn es sich nicht so anhört, eine Lösung für mehrere Jahre sein. „Wir freuen uns natürlich, dass wir in Balingen steigende Geburtenraten haben, daran halten wir trotz aller Schwierigkeiten fest“, betonte Oberbürgermeister Helmut Reitemann. Am 22. Oktober wird der Gemeinderat sich mit der Einrichtung der Gruppe befassen.

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