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Meßstetten

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus: Einsatzkräfte sind im Meßstetter Bueloch im Großeinsatz

21.06.2020

Von Benno Haile

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus: Einsatzkräfte sind im Meßstetter Bueloch im Großeinsatz

© Benno Haile

Die Feuerwehr rückte am frühen Sonntagmorgen zu einem Großeinsatz im Meßstetter Bueloch aus.

In der Nacht auf Sonntag ist im Keller eines Mehrfamilienhauses im Meßstetter Wohngebiet Bueloch ein Feuer ausgebrochen. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an. Sechs Bewohner mussten aus dem Gebäude gerettet werden.

Je nach Ausmaß des Brandes wird im bei der Feuerwehr ein Alarmierungsstichwort vergeben – beginnend bei F1 für Kleinbrände. Am Sonntagmorgen um 2.35 Uhr ging bei der Meßstetter Feuerwehr ein F5-Alarm ein. „Das ist die höchste Alarmierungsstufe“, erklärt Meßstettens Kommandant und Einsatzleiter Ralf Smolle.

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Über Steckleitern an der Rückseite des Gebäudes rettete die Feuerwehr die Bewohner aus dem Gebäude.

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Im Einsatz waren Feuerwehrleute aus Meßstetten, Albstadt, Hartheim, Heinstetten und Unterdigisheim.

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Auch der Rettungsdienst rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an.

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Zwei Feuerwehrmänner unter Atemschutz transportieren ein Belüftungsgerät ab.

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Der Feuerwehr wurde ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Friedrich-List-Straße gemeldet. Sofort rückten die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot aus. Zunächst eilten die Meßstetter und die Albstädter Feuerwehr an den Ort des Geschehens.

Keller in Vollbrand – Einsatzleiter alarmiert Verstärkung

„Als wir eintrafen, stand der Keller in Vollbrand“, erklärt Smolle. „Ich habe dann gleich weitere Atemschutzträger aus den Abteilungen Hartheim, Heinstetten und Unterdigisheim nachalarmiert.“

Beim Eintreffen der Feuerwehr hieß es, dass sich 13 Personen im Gebäude befinden müssten – tatsächlich waren nur sechs Bewohner im Haus.

Sechs Personen aus Gebäude gerettet

„Wir haben fünf Bewohner über Steckleitern gerettet“, so Smolle. Eine Person wurde mit einer sogenannten Fluchthaube, die verhindert, dass Rauch eingeatmet wird, über das Treppenhaus ins Freie gebracht. Alle Bewohner laut Polizeiangaben konnten unverletzt gerettet werden.

Dabei wurde – auch in Zeiten von Corona – abteilungs- und feuerwehrübergreifend gearbeitet: „Bei so einem Alarmstichwort steht die Menschenrettung im Vordergrund, da muss man Hand in Hand arbeiten“, erklärt Smolle.

Bewohner der anderen Gebäudeeinheiten nicht betroffen

Das Feuer, das im Abstellraum im Keller einer der fünf baulich getrennten Einheiten des Mehrfamilienhauses ausgebrochen war, wurde zunächst von außen über ein Fenster gelöscht. Parallel gingen vier Atemschutztrupps ins Gebäude, von denen einer ebenfalls die Löscharbeiten aufnahm, während die anderen drei mit der Personenrettung betreut waren.

Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte eine weitere Brandausbreitung verhindert und das Feuer gelöscht werden.

Da der Rauch durch das Treppenhaus im Gebäude nach oben gezogen war und die Wohnungen bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar waren, konnten die Bewohner der betroffenen Gebäudeeinheit in der Nacht nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie wurden in der Meßstetter Festhalle betreut, wo vom DRK Feldbetten aufgestellt wurden. Die Bewohner der anderen Gebäudeeinheiten konnten in ihren Wohnungen bleiben.

Wann die Bewohner wieder in den evakuierten Gebäudeteil zurückkehren können, vermochte Smolle in der Brandnacht noch nicht abschätzen: „Das hängt davon ab, wie groß der Rauchschaden ist.“

Brandursache noch unklar

Insgesamt waren in der Nacht 69 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 13 vom Rettungsdienst im Einsatz. Auch Kreisbrandmeister Stefan Hermann war vor Ort.

Der Sachschaden wird laut ersten Polizeiangaben auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Spezialisten der Kriminalpolizei sicherten Spuren am Brandort und haben die Ermittluingen zur Ursache aufgenommen.

Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft machte sich am frühen Sonntag ein Bild vor Ort und dankte den Einsatzkräften.

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