Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Rosenfeld

Kein Einsatz ohne Mundschutz: Rosenfelder Wehr darf wieder üben

17.07.2020

Von Rosalinde Conzelmann

Kein Einsatz ohne Mundschutz: Rosenfelder Wehr darf wieder üben

© Privat

Alle Rosenfelder Feuerwehrleute haben sich während der Corona-Krise streng an die Regeln gehalten, wie das Foto zeigt, das bei einem Einsatz in Leidringen gemacht wurde. Die Wehr wurde zu einem Garagenbrand gerufen.

„Alle sind gesund geblieben“, sagt Christoph Huber, Abteilungskommandant in Heiligenzimmern und stellvertretender Kommandant der Rosenfelder Gesamtwehr freudig – und schiebt ein großes Lob nach: „Alle sechs Abteilungen haben während der Corona-Beschränkungen vorbildlich mitgezogen.“

Seit der vergangenen Woche dürfen sich die Feuerwehren wieder zu ihren Übungen treffen. „Das war ein Freudentag“, sagt Huber. Auch wenn nicht alles ist wie vorher. Denn es dürfen nur neun Personen und der Ausbilder zusammenkommen. Die 43 Aktiven proben in vier Gruppen.

Ein großer Einschnitt in der Wehrarbeit

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen bedeutete für die Rosenfelder Gesamtwehr einen Einschnitt. Die letzte Zusammenkunft war bei der Abteilungsversammlung in Heiligenzimmern. Am 6. März kam der Kreisfeuerwehrverband zusammen. „Da haben wir die ersten Einblicke bekommen, was auf uns zukommt“, sagt Huber.

Die erste Konsequenz folgte unmittelbar: die für Ende März geplante Hauptversammlung der Gesamtwehr wurde abgesagt.

Sendepause, aber keine Funkstille

Danach herrschte Sendepause, aber keine Funkstille. „Keiner hat sich getroffen“, sagt Huber. Einzig bei den Einsätzen – mehrere Brände, eine Türöffnung, eine Personenrettung, ein Fehlalarm einer Brandmeldeanlage und Verkehrsunfälle – gab es zumindest Blickkontakt und Gespräche.

Selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregel, so weit dies möglich war und nur mit Mund- und Nasenschutz.

Das meiste läuft online

Die Einsatzfahrzeuge waren nicht mit der vollen Mannschaftsstärke besetzt. Da die Wehren über einen guten Fuhrpark verfügen, konnten die Regeln problemlos umgesetzt werden. Huber verweist auf die jüngste Anschaffung der Mannschaftstransportwagen für alle Abteilungen.

Nach den Einsätzen eilten die Wehrleute gleich nach Hause ohne großen Kontakt zueinander zu haben. „Die Nachbesprechungen fanden online statt“, berichtet Huber.

In der Zeit der Beschränkungen fiel die Umstellung auf digitalen Funk. Alle Funkgeräte in allen Abteilungen, alle Fahrzeuge und alle Magazine wurden umgerüstet. Ebenso wurde das Rosenfelder Feuerwehrhaus mit LED-Technik ausgestattet.

Enger Kontakt mit der Stadt

Huber und Stadtkommandant Günter Kopf pflegten in dieser Zeit einen engen, digitalen Kontakt mit der Stadt. Auch die Schulungen und die Ausschusssitzungen wurden online abgehalten.

Damit nicht zu viel Wissen verloren geht, durften die Gerätewarte ihre Wartungen erledigen und die Maschinisten in Zweierteams üben. Die Rosenfelder haben sich dabei an die Empfehlungen des Kreisfeuerwehrverbandes gehalten, sagt Huber.

Nach den Lockerungen sind wieder Präsenzschulungen angesagt, schließlich muss im Alltag jeder Feuerwehrmann die neue Funktechnik beherrschen.

Die Stimmung ist gut

Trotz dieser Beschränkungen beschreibt Huber die Stimmung innerhalb aller Abteilungen als gut. Wichtig ist ihm, dass es keinen Stillstand in der Arbeit gab und auch kein Wissen verloren ging.

Er räumt aber ein, dass ein wesentlicher Teil gefehlt hat. „Die Kameradschaft und der Zusammenhalt sind auch bei Einsätzen wichtig“, betont der Feuerwehrmann, der froh ist, dass der Großteil der „Durststrecke“ vorüber ist. „Alle haben sich auf das Wiedersehen gefreut.“

Die Kinder müssen noch warten

Während die Aktiven alle zur Stange gehalten haben, sorgt sich Huber ein bisschen um den Fortbestand der Kinder- und Jugendwehr. Der Feuerwehrnachwuchs darf erst wieder im September zusammenkommen. Huber hofft, dass die 80 bis 90 Kinder und Jugendlichen bis dahin nicht die Lust an ihrem Hobby verloren haben.

Zumal der Wechsel in diesem Bereich eh sehr groß ist. „Dass sie so lange warten müssen, ist den Kindern schwer zu vermitteln“, so Huber.

Diesen Artikel teilen: