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Fußball

Kein Aufbäumen, keine Chance: TSG Balingen verliert 0:1 gegen Aufsteiger Gießen

31.08.2019

Von Marcel Schlegel

Kein Aufbäumen, keine Chance: TSG Balingen verliert 0:1 gegen Aufsteiger Gießen

© Eibner

Richtungsweisende Niederlage? Das Team um Trainer Ralf Volkwein steckt in der Krise.

Die TSG Balingen verliert auch das immens wichtige Kellerduell gegen den FC Gießen (0:1). Der sieglose Drittletzte ist am buchstäblichen Tiefpunkt angelangt.

Das war einfallslos. Das war kraftlos. Das hatte etwas von Aufgabe. Auch gegen den schwächsten Gegner, der sich der TSG Balingen in den bisherigen sieben Punktspielen vorstellte, haben die Schwaben am Samstag verloren.

0:1 endete das Regionalliga-Kellerduell zwischen der TSG und Aufsteiger FC Gießen.

Neuzugang trifft für Gießen im ersten Spiel

Vor der Minuskulisse von nur 891 Zuschauern in der Balinger Bizerba-Arena erzielte der erst sieben Minuten zuvor in die Partie gekommene Jake Hirst in der 69. Minute das Tor des Tages.

Der Stürmer, den die Gießener noch unter der Woche verpflichtet hatten, brachte nach einem Freistoß aus dem Halbfeld einen Fuß an den Ball, der daraufhin, vermutlich noch von Balingens Verteidiger Matthias Schmitz abgefälscht, ins Tor von TSG-Keeper Marcel Binanzer kullerte.

Zweiter Sieg für Gießen geht in Ordnung

Weil der FCG bis zum Schluss nach Kontern noch zwei nennenswerte Strafraum-Abschlüsse durch Nico Rinderknecht (85.) und Jake Hirst (90.) zustande brachte und von der Balinger Mannschaft auch nach dem Rückstand kein Aufbäumen kam, ging der zweite Gießener Saisonsieg in Ordnung.

Die Württemberger, die nun sechs von sieben Partien verloren haben, zeigten sich am Samstag über 90 Minuten lang ohne kreative Einfälle, ohne Zug zum Tor – und hatten entsprechend nicht eine hochkarätige Chance. Lediglich einmal hatten die Gäste aus Mittelhessen kurz zittern müssen: Als Kaan Akkaya eine Flanke von links in den Rückraum der Gießener Box brachte, Rückkehrer Marc Pettenkofer den Ball am langen Pfosten nicht voll traf und die Bogenlampe genau deswegen für FCG-Torwart unberechenbar wurde; Frederic Löhe konnte das Leder aber noch über die Latte lenken (66.).

Spielerisch wenig Qualität geboten

Die übrigen Minuten sind schnell zusammengefasst: Querpässe und Langholz ohne Adressat dominierten auf Balinger Seite, ebenso leichte Ballverluste. Spielerisch schenkten sich beide Teams nichts; Regionalligatauglich jedenfalls war dies nicht, was hüben wie drüben angeboten wurde.

Die TSG machte nach dem Rückstand hinten auf und mühte sich zwar, aber es fehlte an Tempo, Genauigkeit und Mut. Und vor allem an Kraft und Selbstvertrauen. Genau darauf verwies denn auch Volkwein nach der sechsten Niederlage.

„Das eine ist der Kopf, das andere der Körper“, nannte der Balinger Trainer die Gründe für den Fehlstart des Vorjahresaufsteigers. „Es fehlen uns aktuell die Körner und das Selbstvertrauen, das wir letztes Jahr noch hatten.“ Fakt ist: Das am Samstag war nicht mehr die TSG Balingen der letzten beiden Jahre.

TSG Balingen: Binanzer; Eisele, Vogler (81. Guarino), Schmitz, Fritschi, Pettenkofer (72. Lauble), Schuon, Gaiser, Akkaya, Foelsch, Scherer (46. Epstein).

Tor: 0:1 Hirst (69.).

Schiedsrichter: Brombacher (Kandern).

Zuschauer: 891.

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