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Stetten a.k.M

In Stetten a.k.M. grassiert wieder das Theaterfieber

31.05.2019

Von Gerhard Feuerstein

In Stetten a.k.M. grassiert wieder das Theaterfieber

© Juergen Leutner

Musikprofi Wolfram Karrer probt mit den Laiendarstellern.

Nur noch etwa acht Wochen sind es bis zur Premiere des nächsten Stettener Sommertheaters. Am Freitag, 19. Juli, um 20 Uhr ist es soweit. Dann heißt es im Schlosshof: Vorhang auf für die Neuauflage des Stücks „Stetten – dem Himmel so nah“.

Es ist ein Bühnenwerk, mit dem sich die Stettener Laiendarsteller aus Anlass des 1200-jährigen Jubiläums der Gemeinde vor genau 20 Jahren erstmals in die Herzen der Zuschauer spielten, und damit eine ungeahnte Erfolgsstory einleiteten. Denn die Stettener spielten zum damaligen Gedenktag nicht irgendein Theater, sondern brachten 1999 einen Streifzug durch ihre Dorfgeschichte auf die Bühne.

Blick in die Vergangenheit

Der Effekt beim Publikum war dermaßen groß, dass die Stettener Laiendarsteller in der Folge jeweils im Abstand von vier Jahren weitere Dorfspiele auf die Bühne brachten. Und zwar mit der Besonderheit, dass sich sämtliche Bühnenwerke um besondere Epochen oder Ereignisse aus der Stettener Vergangenheit rankten.

Die Geheimaktion Natter

Erinnert sei dabei beispielsweise an „Der Luftikus - oder die Geheimaktion Natter“, bei dem der erste bemannte, senkrechte Raketenstart auf dem Truppenübungsplatz Heuberg auf die Bühne gebracht wurde, bei dem der junge Pilot Lothar Sieber am 1. März 1945 sein Leben lassen musste, nachdem die NS-Verantwortlichen in skrupelloser Absicht sozusagen noch in letzter Minute versucht hatten, dem bereits verlorenen Krieg noch eine Wende zu geben.

Besucherattraktion im Museum

Oder das Stück „Mitten im Dorf - oder der Krämer als Eigenbrötler“, bei dem die Geschichte des eigenbrötlerischen Kaufmanns Franz Pfeiffer, dessen historisches Kaufhaus in Stetten über Jahrzehnte von besonderer Bedeutung war und das ob seiner Einmaligkeit seit zehn Jahren zur Besucherattraktion im Freilichtmuseum in Neuhausen geworden ist. Und vor vier Jahren sorgte das Stück „Weit vom Schuss - und mittendrin“ für großes Aufsehen, barg es doch mit der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Heuberg vor mehr als 100 Jahren und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges jede Menge Stoff und Szenen, die dem Publikum im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gingen.

Ein Erfolgsstück

Und dennoch bleibt das allererste Stück „Stetten - dem Himmel so nah“ unvergessen. Ein Auftritt, von dem die Presse damals schrieb, dass man darüber „noch in hundert Jahren reden wird“. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen um Produktionsleiterin Claudia Mogg und Regisseur Stefan Hallmayer zum 20-jährigen Jubiläum des Sommertheaters an eine neuerliche Aufführung des Erfolgsstücks dachten.

Es wird fleißig geprobt

Aber keine Sorge: „Ein bloße Neuauflage kommt für uns natürlich nicht in Frage“, so der Regisseur. Schließlich sei man schauspielerisch inzwischen deutlich weiter als vor 20 Jahren und könne auf eine Menge Erfahrung und tolle Darsteller zurück greifen. Daher steht für Hallmayer fest, dass das neuerliche Dorfspiel „stark von dem abweichen wird, was vor 20 Jahren inszeniert wurde“.

In Stetten a.k.M. grassiert wieder das Theaterfieber

© Gerd Feuerstein

In der Nähstube wird bereits seit Mitte März eifrig gewerkelt. Während Bianca Mägerle gerade das Bügeleisen schwingt, lassen Inge Letsch (rechts) sowie Irmgard Hafner (im Hintergrund) und Hannelore Grosch (verdeckt) die Nähmaschinen rattern.

So würden Geschehnisse aus grauer Vorzeit „etwas eingedampft“, um früher in der Neuzeit anzukommen: „Auch Teile unserer bisherigen Inszenierungen werden ihren Platz finden“, so Hallmayerr. Auf jeden Fall wird seit Wochen wieder fleißig geprobt, und auch hinter den Kulissen wird seit Monaten bereits eifrig gewerkelt.

Die Nähmaschinen rattern

So rattern die Nähmaschinen der fleißigen Damen der Nähstube seit langem jeden Montagabend und werden in den kommenden Wochen kaum mehr zum Stillstand kommen. Andere Mitstreiter kümmern sich um Plakate, Flyer und andere Werbebroschüren, um Tribüne und Requisiten oder um Aufbauten und Technik auf dem Schlossplatz. „Alles in allem können wir das Ganze nur stemmen, weil wir ein tolles Team an freiwilligen Mitstreitern haben, die vom Theaterfieber wieder total infiziert sind“, freut sich Produktionsleiterin Claudia Mogg.

Die Spieltermine

Die Premiere des Stücks ist am Freitag, 19. Juli, um 20 Uhr. Weitere Spieltermine sind am 20. und 21. Juli sowie an den darauffolgenden Wochenenden, 26., 27. und 28. Juli, sowie am 2. und 3. August - jeweils um 20 Uhr. Einlass ist ab 19.15 Uhr, Bewirtung bereits ab 18 Uhr. Veranstalter des Sommertheaters ist der Förderverein „Attraktive Region Stetten am kalten Markt“.

Kartenvorverkaufsstellen

Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 3. Juni. Karten gibt es im Rathaus, im Service- und Kartenbüro Theater Lindenhof, Telefon 07126 929394 oder zum Selbstausdrucken auf theater-lindenhof.de/spielplan-2stueckee/sommertheater-stetten/. Weitere Informationen auf stettener-sommertheater. de.

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