Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Albstadt

Hochschule bekommt eine Million für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt

25.11.2019

Hochschule bekommt eine Million für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt

© Hochschule

Gehen ein interdisziplinäres Forschungsprojekt an: Dr. Jörn Felix Lübben (rechts) aus Albstadt (Fakultät Engineering) und Dr. Markus Schmid aus Sigmaringen (Fakultät Life Sciences).

Die Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt die Entwicklung intelligenter Funk-tionsmaterialien an der Hochschule.

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert ein zukunftsweisendes und fakultätsübergreifendes Forschungsprojekt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen mit einer Fördersumme in Höhe von einer Million Euro. Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Funktionsmaterialien, die in Abhängigkeit von Temperatur, Feuchtigkeit und Chemikalien ihre Struktur oder Farbe verändern.

Technische Texitilien und intelligente Verpackungen

Sie können beispielsweise in Technischen Textilien wie Sportkleidung eingesetzt werden, die durch Temperaturanpassung das Schwitzen regelt. Möglich ist auch der Einsatz in intelligenten Verpackungen; diese erkennen, ob darin enthaltene Lebensmittel noch essbar sind.

Projektstart ist im Mai 2020

Die Projektleitung haben die Professoren Dr. Jörn Felix Lübben aus Albstadt (Fakultät Engineering) und Dr. Markus Schmid aus Sigmaringen (Fakultät Life Sciences). „Das Vorhaben passt sehr gut in einen Forschungsschwerpunkt, der sich in den vergangenen Jahren an unserer Hochschule etabliert hat“, sagt Jörn Felix Lübben. Gemeint ist das Thema „Nachhaltige Entwicklung – Smarte Materialien und Produkte“. Das An- und Ausschalten der Funktionen soll sowohl aktiv mithilfe eines Computers oder einer App als auch passiv über die klimatischen Umgebungsbedingungen möglich sein.

Verpackungsfolien mit Frischeindikatoren

„Intelligente Verpackungen können außerdem dazu beitragen, dass nicht mehr über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland jährlich ohne Wertschöpfung weggeworfen werden“, sagt Markus Schmid. Befragungen hätten gezeigt, dass mehr als 80 Prozent der Verbraucher Lebensmittel entsorgen, da das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder das Lebensmittel vermeintlich verdorben gewesen ist. Dabei seien viele Lebensmittel durchaus zum Konsum geeignet gewesen. Im Forschungsprojekt werden nun beispielsweise Verpackungsfolien mit Frischeindikatoren erprobt. Diese ändern ihre Farbe, wenn der Inhalt nicht mehr genießbar ist.

Lösungen für die Zukunft entstehen

„Die Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns, wichtige Grundlagen zu intelligenten Materialien zu erforschen“, sagt Markus Schmid. „Dadurch werden innovative Anwendungen auf dem Gebiet der nachhaltigen Verpackungskonzepte ermöglicht.“ Dem schließt sich Jörn Felix Lübben an: „Wir können nun an beiden Hochschulstandorten interdisziplinär zum Thema ,Intelligente Werkstoffe‘ forschen, unseren Schwerpunkt ausbauen und innovative Fasern für intelligente Technische Textilien und Verpackungskonzepte entwickeln“, sagt er. „So entstehen Lösungen für die Zukunft.“

Was macht die Carl-Zeiss-Stiftung?

Die Carl-Zeiss-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Freiräume für wissenschaftliche Durchbrüche zu schaffen. Als Partner exzellenter Wissenschaft unterstützt sie sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und Lehre in den MINT-Fachbereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

1889 von dem Physiker und Mathematiker Ernst Abbe gegründet, ist die Carl-Zeiss-Stiftung die älteste private wissenschaftsfördernde Stiftung in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und Schott AG. Ihre Projekte werden aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert.

Diesen Artikel teilen: