Fussball

„Heute war es ein Vorteil“: Balinger in Überzahl zum Sieg

25.02.2024

Von Marcus Arndt

„Heute war es ein Vorteil“: Balinger in Überzahl zum Sieg

© Moschkon

Einen Balinger Konter veredelte Pedro Almeida Morais zum entscheidenden 1:0.

Ein Traumdebüt für Murat Isik bei der TSG. Unter der Regie des 48-Jährigen gelang den Balinger Fußballern am Samstag der dritte Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga. Gamechanger war eine Rote Karte gegen Marco Müller.

Die Steinbacher Defensivkraft konnte es nicht fassen, schüttelte ungläubig den Kopf als Cedrik Bollheimer den roten Karton zückte (50. Minute). „Da haben wir uns selbst reingespielt“, ärgerte sich TSV-Trainer Pascal Bieler, „wenn es überhaupt ein Platzverweis war. Ich muss mir die Szene in Ruhe noch einmal anschauen. . .“ Die Entscheidung des Unparteiischen war hart, aber vertretbar. Kevin Ibrahim passte zu kurz auf Müller, welcher gegen Jan Ferdinand einen Schritt zu spät kam und dann eben foulte.

„Ich möchte die Entscheidung, ohne sie noch einmal gesehen zu haben, nicht bewerten“, sagte Isik, was er allerdings bewerten könne, sei die Entstehung, „und da haben Jan und Pedro richtig Druck auf den Gegner gemacht und so kam es erst zu dieser Situation. Das war schon sehr, sehr gut gemacht von den beiden.“ Unumwunden räumte der 48-Jährige ein: „Eine Rote Karte muss für die Überzahl-Mannschaft nicht unbedingt ein Vorteil sein. Heute war es ein Vorteil, weil die Jungs noch einmal eine zweite Luft, noch einmal Glauben bekommen haben.“

Unzufriedene Steinbacher

Entscheidend war schließlich ein Traumtor von Pedro Almeida Morais, welcher einen klasse Konter über Moritz Kuhn und Kaan Akkaya überlegt veredelte (59.). In der Folge hatte die TSG gefühlt den Daumen drauf, kam in der finalen Spielsequenz aber noch einmal in Bedrängnis. „Nach dem Gegentor war es in Unterzahl noch einmal schwieriger für uns“, betonte der TSV-Trainer, „natürlich mussten wir die eine oder andere 2:0-Situation überstehen.“

Aber die Chancen auf den Ausgleich seien trotzdem dagewesen. „Wir waren dem 1:1 näher“, fand der 37-Jährige, „mit ein bisschen mehr Fortune, Durchschlagskraft und Willen wäre mehr möglich gewesen. Wir haben es uns natürlich komplett anders vorgestellt – wollten mit Sicherheit nicht verlieren.“

Mit Rückenwind ins Derby

Nach der 0:1-Niederlage haben sich die Hessen (30 Punkte) endgültig aus der Spitzengruppe verabschiedet, liegen bereits deutlich hinter Branchenführer Stuttgarter Kickers (43) sowie der TSG Hoffenheim 2 (39) und dem FC Homburg (37). Auf Rang vier kletterte die SG Barockstadt (36), die das Verfolgerduell gegen den SGV Freiberg mit 1:0 gewonnen hat. Im unteren Drittel des Klassements bleibt die TSG (17) 16. – mit satten zehn Zählern Rückstand auf den Tabellen-13. FSV Frankfurt.

Am kommenden Sonntag gastieren die „Roten“ im Württemberg-Derby beim VfB Stuttgart 2. „Wir haben in jedem Spiel eine Chance“, blickte Isik voraus, „ich kenne das Gros der VfB-Mannschaft noch aus meiner Stuttgarter Zeit. Wir werden top vorbereitet in diese Begegnung gehen und wollen gewinnen.“

Diesen Artikel teilen: