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Rosenfeld

Heiligenzimmerns Räte in der Zwickmühle: Kein Gewerbebauplatz für florierendes Unternehmen

30.07.2019

Von Daniel Seeburger

Heiligenzimmerns Räte in der Zwickmühle: Kein Gewerbebauplatz für florierendes Unternehmen

© Daniel Seeburger

Das Grundstück, das Christian Schellhammer ins Auge gefasst hat. Hinten die Gemeindehalle.

Ein florierendes Unternehmen, das expandieren will – und zwar am Heimatort. Dort hat man zwar großes Interesse – aber keinen entsprechenden Gewerbebauplatz. Die Heiligenzimmerner Ortschaftsräte sind in einer Zwickmühle.

Der Heiligenzimmerner Unternehmer Christian Schellhammer betreibt in seiner Heimatgemeinde ein florierendes Unternehmen für den Vertrieb für Fischfutter. Elf Mitarbeiter sind bei Common Baits beschäftigt. Das Problem: Seine räumlichen Kapazitäten in der Rosenfelder Teilgemeinde sind arg beschränkt. Auf rund 15 Mitarbeiter könnte Schellhammer aufstocken, wenn er expandieren könnte. Er hat eine Halle mit einer Fläche von 1500 Quadratmetern geplant. In Heiligenzimmern ist das allerdings schlecht möglich.

Schellhammer hat jetzt schon Teile seines Unternehmens ins Ausland verlagert, will aber wieder ganz nach Heiligenzimmern zurück.

Bauvoranfrage wird negativ beschieden

Der Unternehmer hat eine Bauvoranfrage an die Stadt Rosenfeld gestellt. Die Antwort: Nein. (wir berichteten). Nicht, weil die Räte nicht wollen, sondern weil ihnen die Hände gebunden sind. Der Platz, den sich Schellhammer in Heiligenzimmern ausgesucht hat, ist ohne Bebauungsplan, nicht als Gewerbegebiet ausgewiesen und liegt zudem in einem vom Wasserwirtschaftsamt ausgewiesenen Hochwassergebiet.

Filetstück für die innerörtliche Entwicklung

Zudem grenzt das Gebiet unmittelbar an die Gemeindehalle an, ist ein Filetstück für die innerörtliche Entwicklung. Schellhammer würde dort gerne sowohl ein Wohnhaus, als auch eine Produktionshalle bauen.

Besonders begeistert von einem Produktionsgebäude auf dem Platz bei der Gemeindehalle zeigte sich der Ortschaftsrat nicht. Allerdings sieht das Gremium durchaus Handlungsbedarf, denn auch im aktuellen Gewerbegebiet Seewiesen kann der Ortschaftsrat keinen Platz anbieten, weil es schlicht keinen mehr gibt.

Heiligenzimmerns Räte in der Zwickmühle: Kein Gewerbebauplatz für florierendes Unternehmen

© Daniel Seeburger

Das Gewerbegebiet Seewiesen. Die Erschließung in südlicher Richtung ist problematisch. Links die Pfister-Firma.

Eine südliche Ausdehnung von Seewiesen ist zwar geplant, allerdings läuft das Verfahren für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans erst an. Bis es dort konkrete Ergebnisse gibt, kann das seine Zeit dauern. Ob dann Seewiesen erweitert werden darf, steht noch in den Sternen. Denn auch dort ist ein Hochwassergebiet und ein regionaler Grünzug.

Pfister-Firma als Alternative

Eine weitere Alternative wäre die so genannte Pfister-Firma im Gewerbegebiet Seewiesen, ein altes Gewerbegebäude, das abgerissen werden könnte. Dieses befindet sich allerdings nicht in den Händen der Gemeinde.

Heiligenzimmerns Problem sei seine Tallage und damit seine Gefährdung durch Hochwasser, erklärte der neue Ortsvorsteher Klaus May auf Anfrage. Man könne nicht unbegrenzt erweitern. Aber auch er sieht die Problematik, der sich der Unternehmer stellen muss.

Die Zeit drängt für den Unternehmer

Letztendlich blieb aber auch dem Ortschaftsrat nichts anderes übrig, als die Bauanfrage von Christian Schellhammer negativ zu bescheiden. Wie zuvor schon der Rosenfelder Gemeinderat (wir berichteten). Schellhammer wiederum wies das Gremium und Rosenfelds Bürgermeister Thomas Miller darauf hin, dass es eile und dass er keine zehn Jahre mehr warten kann.

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