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Hagel, Unwetter und Hochwasser: Vorsorge ist der beste Schutz

17.07.2019

von djd/red

Hagel, Unwetter und Hochwasser: Vorsorge ist der beste Schutz

© djd/Bayer. Landesamt für Umwelt/Getty

Wenn das Hochwasser kommt, bleibt meist wenig Zeit zum Handeln. Empfehlenswert ist es daher, einen persönlichen Notfallplan zu erstellen.

Einen persönlichen Notfallplan aufstellen und Unwetterrisiken versichern, ist ein guter Rat für alle Hausbesitzer.

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Aus den Augen, aus dem Sinn. Das Risiko eines Hochwassers nehmen viele Menschen schlicht nicht ernst, bis sie selbst betroffen sind und um ihr Hab und Gut bangen müssen. Klar ist: Das Klima verändert sich und die globale Erwärmung führt vermehrt zu Unwettern mit intensiven Niederschlägen und Überschwemmungen.

Hochwasser ist eine Gefahr, die in der jüngeren Vergangenheit stark in den Fokus gerückt ist.

Auch wenn der Bund und die Länder umfangreich in den Hochwasserschutz investieren – eine vollständige Absicherung kann es nicht geben. Doch jeder Einzelne kann dazu beitragen und für sich selbst vorsorgen.

Für baulichen Hochwasserschutz sorgen

Hochwasservorsorge beginnt mit dem Schutz des eigenen Zuhauses. Wer in einem gefährdeten Gebiet wohnt, sollte passende Vorkehrungen treffen. Dazu gehören beispielsweise mobile Schutzsysteme vor Türen und Fenstern sowie Abdichtungen von Hausanschlüssen. Außerdem kann es sich empfehlen, Wohnräume in obere Etagen zu verlegen – so lassen sich Schäden im Fall eines Hochwassers verringern. Auch Heizungsanlagen sowie die Strom- und Wasserversorgung sollten nicht in gefährdeten Räumen untergebracht oder durch bauliche Maßnahmen vor Hochwasser geschützt werden.

Gutachter und Architekten, die sich mit den Gegebenheiten vor Ort auskennen, sind für die Planung und für Tipps die richtigen Ansprechpartner.

Die möglichen finanziellen Folgen wiederum lassen sich mit einer Elementarschadenversicherung abmildern. Die Entscheidung hängt vor allem vom Hochwasserrisiko des jeweiligen Standortes ab. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft hat dazu vier Gefahrenklassen entwickelt, in die sich jedes Gebäude einordnen lässt.

Notfallplan und Vorräte für den Fall der Fälle

Auch wenn es nicht immer Katastophenszenarien sein müssen, die eintreten, ist es sicher nicht verkehrt, ein gesundes Maß an Vorkehrungen zu treffen. Empfehlenswert ist ein persönlicher Notfallplan, denn wenn das Hochwasser kommt, bleibt meist wenig Zeit zum Handeln. Der Plan sollte daher auflisten, was zu tun ist und wer welche Aufgaben übernimmt.

Sinnvoll ist auch, ein Paket mit Notvorräten vorzubereiten, falls zeitweise bei einem Hochwasser die Versorgung mit Strom, Trinkwasser oder Lebensmitteln unterbrochen ist. Das gilt insbesondere für diejenigen, die auf bestimmte Medikamente oder Ähnliches angewiesen sind.

Zudem sollten wichtige Dokumente in wasserundurchlässigen Schutzhüllen aufbewahrt werden. Beglaubigte Abschriften davon noch zusätzlich an einem gesicherten Ort – beispielsweise bei einem Kreditinstitut – zu lagern, kann auch infrage kommen.

Aktuelle Situation vor Ort abrufen

In der Regel kommen Unwetter nicht unvorhergesehen. Die Ausmaße jedoch sind schwer im Voraus zu prognostizieren. Was Hochwasser angeht, gibt es seit mehr als 25 Jahren die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg der Landesanstalt für Umwelt. Auf der Internetpräsenz lassen sich die aktuelle Lage und Prognosen abrufen.

Umfrage: Vor diesen Wetterereignissen fürchten sich die Deutschen

Dürre, Starkregen, Sturm oder Erdbeben: Naturkatastrophen kommen immer häufiger vor. Aber vor welchen extremen Wetterereignissen haben die Deutschen am meisten Angst und was erwarten sie für 2019?

Hagel, Unwetter und Hochwasser: Vorsorge ist der beste Schutz

© djd/www.DEVK.de

Unwetter wie Stürme verursachen jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe.

Das hat eine YouGov-Studie im Auftrag der DEVK Versicherungen erfragt: 54 Prozent der Befragten rechnen dieses Jahr mit einer Hitzewelle, fast die Hälfte vermutet zudem, dass es viel stürmen wird, und immerhin 37 Prozent sagen starke Regenfälle mit Überschwemmungen voraus. Nur zwölf Prozent erwarten keine Wetterextreme.

Erdbeben am meisten gefürchtet

Am meisten Angst haben die Bundesbürger vor Erdbeben (34 Prozent). Insgesamt ist die Angst vor Sturm weit verbreitet, aber auch vor Überschwemmungen und Dürre. Doch es gibt regionale Unterschiede.

So machen sich tendenziell in winderprobten Bundesländern weniger Befragte Sorgen um Sturmereignisse. Eher gelassen blicken die Deutschen auf Wetterereignisse wie Sturmflut, Hagelschlag und Erdrutsch, die jeweils auf 13 Prozent kommen.

Hagel, Unwetter und Hochwasser: Vorsorge ist der beste Schutz

© YouGov/DEVK 2019

Die Grafik veranschaulicht die Umfrageergebnisse.

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