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Handball

HBW Balingen-Weilstetten zurück im Training: Die ersten Eindrücke stimmen optimistisch

09.07.2020

Von Marcus Arndt

HBW Balingen-Weilstetten zurück im Training: Die ersten Eindrücke stimmen optimistisch

© Moschkon

Jens Bürkle ist froh, dass wieder etwas Alltag ins Training einzieht.

Früher als das Gros der Konkurrenz in der Handball-Bundesliga startete der HBW Balingen-Weilstetten in die Vorbereitung. Am Wochenende hat das Team von Trainer Jens Bürkle frei.

Nach dem Saisonabbruch infolge der Corona-Krise haben die 39 Bundesliga-Klubs bei der Mitgliederversammlung in Köln über den Neustart beraten. Bereits auf der Platte arbeiten die „Gallier“ wieder.

Akribisch bereiten die Protagonisten den Re-Start vor. Ein wichtiger Baustein ist das Hygienekonzept. Die Handball-Bundesliga (kurz: HBL) hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der Basketball-Bundesliga (BBL) ein Generalkonzept mit Zuschauern erstellt, das bereits dem Bundesgesundheitsministerium vorliegt und nun auch den Vereinen präsentiert wurde.

„Bis Oktober haben wir noch etwas Zeit. Ich kann mir schon vorstellen, dass wir dann mit Zuschauern spielen. Die Frage ist: Mit wie vielen?“, sagt Bob Hanning gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Geschäftsführer der Füchse Berlin und DHB-Vizepräsident ergänzt: „Wichtig ist, dass wir die richtige Balance finden und respektvoll mit der Situation umgehen.“

Keine Einheiten am Wochenende

Das gilt auch für die tägliche Trainingsarbeit. Früher als die Konkurrenz startete der HBW – mit einem kleinen Kader und nur zwei externen Neuzugängen. Nach den ersten zehn Tagen, die von medizinischen Checks sowie Leistungstests geprägt waren, gibt Jens Bürkle seiner Mannschaft über das Wochenende frei.

Am Montag geht es weiter, gemeinsame Einheiten sind zudem für Dienstag, Donnerstag und Freitag vorgesehen. „Da geht es darum, die Leute, welche bereits viel gemacht haben, auch ein bisschen zu bremsen und die anderen eher zur Gruppe hinzuführen“, erklärt der Balinger Coach, „wir müssen jetzt erstmal wirklich aufpassen, dass die Gruppen nicht zu weit auseinanderliegen und wir auf einem stabilen Niveau arbeiten können.“

Es sei zu beobachten, dass alle wieder richtig Lust haben, betont der Sportwissenschaftler, „viele warten sehnsüchtig darauf, wieder mal richtig Sechs-gegen-Sechs zu spielen – aber das wird noch ein paar Wochen dauern. Das ist mir im Moment einfach noch viel zu gefährlich. Man hat aber schon gesehen, dass es bei ein paar Spielern nicht so lange dauern wird, bis sie wieder voll fit sind.“

„Er macht sich bislang sehr, sehr gut“

Erste Eindrücke hat der ehemalige Erstliga-Kreisläufern von James Junior Scott (La Rioja) und Fabian Wiederstein (Konstanz) gewonnen. „Moritz Strosack kennen wir“, sagt Bürkle über den Rechtsaußen, welcher in der vergangenen Runde noch für den HBW 2 in der dritten Liga am Ball war. „Und auch ‚Fabi‘ ist kein Unbekannter.“ Nachdem der Kreisläufer – immer wieder von schweren Verletzungen ausgebremst – den Durchbruch in Balingen nicht geschafft hat, zog es ihn zur HSG am Bodensee. „Er macht sich bislang sehr, sehr gut, geht geradlinig nach vorne“, lobt Bürkle. „Für ein Urteil bei James ist es noch zu früh“, meint der 39-Jährige, „,man sieht schon einmal, dass er schnell auf den Beinen ist – alles andere werden die kommenden Wochen zeigen.“

Und die ersten Tests nach der langen Wettkampfpause seit Mitte März. Noch seien einige Dinge geplant, verrät der Balinger Kommandogeber. Am 8. August möchte der Bundesliga-16. beim Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen spielen. „Das wäre dann vor unserer Trainingspause“, blickt Bürkle voraus, „die machen wir aber auch nur, wenn bis dahin nichts mehr in Sachen Corona passiert.“

Nach der Partie gegen die Eidgenossen folgen ein paar Tage Urlaub, ehe die zweite Phase der Vorbereitung beginnt.

HBL plant den Wiedereinstieg

Der Saisonstart ist für Anfang Oktober terminiert. Dafür soll zeitnah ein Generalkonzept vorgelegt werden. Fest steht bereits, „dass wir keine Stehplätze zulassen können, ebenso wenig Auswärtsfans. In den Hallen wird es um sichere Zu- und Abwege gehen. Auf den Rängen sind ausreichende Abstände erforderlich“, gibt HBL-Geschäftsführer Bohmann einen kleinen Einblick in die Planungen.

Trotz aller Unwägbarkeiten ist er optimistisch: „Wir werden alles Notwendige unternehmen, um Politik und Behörden, aber auch die Fans von einem Wiedereinstieg Anfang Oktober zu überzeugen.“

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