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Balingen

Glück im Unglück: Am Tag nach dem Brand in der Balinger Filserstraße ist der Schaden sichtbar

28.06.2019

Von Lydia Wania-Dreher

Glück im Unglück: Am Tag nach dem Brand in der Balinger Filserstraße ist der Schaden sichtbar

© Lydia Wania-Dreher

Am Tag nach dem Brand ist das Ausmaß des Schaden auch von außen nicht zu übersehen.

Das schnelle und umsichtige Eingreifen der Feuerwehr am Donnerstagabend hat wohl Schlimmeres verhindert. Die genaue Ursache für den Dachstuhlbrand soll am Montag ein Sachverständiger feststellen.

Wasser tropft von der Decke im Erdgeschoss. Helfer sind damit beschäftigt, alles was nass ist, ins Freie zu bringen. Am Tag nach dem Brand des Dachstuhls der psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis in der Filserstraße geht es ans Schadensichten und Aufräumen.

Dr. Reinhard Mayer, der gemeinsam mit seiner Frau die Praxis leitet, ist die Aufregung der vergangenen Nacht anzusehen. Doch er ist auch erleichtert. „Wir hatten Glück im Unglück“, sagt Mayer.

In der Dämmung befanden sich Glutnester

Der Dachstuhl des über 90 Jahre alten Hauses ist weitestgehend verschont geblieben. Zwei Sparren sind angekokelt. Da sich aber Glutnester in der Dämmung aus Zellulose befanden, musste die Feuerwehr die Verkleidung öffnen.

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Die Feuerwehr musste die Verkleidung öffnen, um an die Glutnester zu kommen.

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Am Tag danach wird der Schaden im Dachstuhl sichtbar.

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Die Dämmung aus Zellulose wurde entfernt.

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Es habe auch die Gefahr einer Verpuffung bestanden, weiß Mayer. „Die Feuerwehr hat ihre Arbeit sehr sorgfältig gemacht“, lobt er. Dank dem schnellen Eingreifen der 100 freiwilligen Helfer konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Mitglieder der Feuerwehr waren auch deshalb schnell vor Ort, weil sie sich gerade beim Übungsabend im nahe gelegenen Gerätehaus befanden. „Einige sind einfach rübergelaufen“, erzählt Mayer.

Ein Sachverständiger soll die Brandursache klären

Am Freitag waren nun ein Gerüstbauer und ein Zimmermann vor Ort, die das große Loch im Dach abdeckten. Am Montag soll dann ein Sachverständiger die genaue Ursache des Brands herausfinden.

Die Solaranlage sei wahrscheinlich nicht die Ursache, auch wenn das Feuer in deren Nähe ausbrach, so Mayer. Derzeit werde ein technischer Defekt ohne Fremdverschulden vermutet. Genaueres muss der Fachmann herausfinden.

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Der Schaden am Dach ist schon in der Brandnacht deutlich sichtbar.

© Pascal Tonnemacher

Feuerwehrleute stehen bereit.

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Durch das Fenster im Dachgeschoss sind Glutnester sichtbar.

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Ein weiterer Atemschutztrupp steht bereits.

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Einsatzkräfte besprechen sich, während ein Feuerwehrmann mit der Arbeitsbühne zum Dach befördert wird.

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Eine mobile Arbeitsbühne wird aufgebaut. Sie vereinfacht den Zugang zum Dach.

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Ein Atemschutztrupp steht bereit und der Kreisbrandmeister verfolgt das Geschehen.

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Überblick über den Einsatz und Blick auf den Löschangriff von der Nordseite sowie von der Drehleiter aus.

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Einsatzleiter Thomas Gührs beobachtet und leitet das Geschehen vor Ort.

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Von allen Seiten bekämpfen die Feuerwehrleute den Brand.

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Ein Feuerwehrmann klettert über die Steckleiter aufs Dach.

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Äste müssen abgesägt werden, damit die Drehleiter besser platziert werden kann.

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Löschangriff von der Nordseite.

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Ein Feuerwehrmann bekämpft die Glutnester von der Drehleiter aus.

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Der Schaden, den das Feuer anrichtete, das übrigens von einer jungen Nachbarin entdeckt wurde, wird auf 250.000 Euro geschätzt. Die Einrichtungsgegenstände sind größtenteils unbeschädigt geblieben und so rechnet das Ehepaar Mayer damit, dass die Praxis voraussichtlich am 8. Juli wieder aufmachen kann.

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