Balingen

Gitarre, Gesang oder doch Geige? Jugendmusikschule Balingen informiert Kids über Möglichkeiten

04.02.2024

Von Barbara Szymanski

Gitarre, Gesang oder doch Geige? Jugendmusikschule Balingen informiert Kids über Möglichkeiten

© Barbara Szymanski

Beim Infotag der Jugendmusikschule konnten eifrig Instrumente ausprobiert werden. Und so manch ein Junge und Mädchen stellte begeistert fest: Schon nach kurzer Zeit kann auch der majestätischen Geige ein wohliger Ton entlockt werden.

Riesiger Andrang war am Samstag beim Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule Balingen. Im Mittelpunkt stand das Ausprobieren. Die Kinder entlockten den verschiedenen Instrumenten schon auf Anhieb die ersten Töne. Außerdem wurden Eltern und Großeltern über die musikalischen Ausbildungsmöglichkeiten informiert – und darüber, wie schon die Allerkleinsten vom Musikmachen profitieren können.

Es geht zu wie in einem Taubenschlag beim Tag der offenen Tür in der Jugendmusikschule Balingen. „So viele Besucher wie noch nie“, freuen sich Schulleiter Bastian Greschek und Erich Müller vom Förderverein. Alle sind bester Laune und tauschen sich aus: Mütter, die sich für die musikalische Früherziehung interessieren, die Lehrer, die vielen Eltern oder Großeltern.

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Einblicke in die Angebote am Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule Balingen.

© Barbara Szymanski

Einblicke in die Angebote am Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule Balingen.

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Einblicke in die Angebote am Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule Balingen.

© Barbara Szymanski

Einblicke in die Angebote am Tag der offenen Tür der Jugendmusikschule Balingen.

© Barbara Szymanski

Nur die Kinder an den Instrumenten schauen ernst, konzentriert. Manche sind völlig versunken und staunen, dass sie beispielsweise dem Fagott bei Eva-Maria Ferber ein tiefes C entlocken können. Der siebeneinhalbjährige David scheint fasziniert, zögert aber bei der Frage, ob er dieses Instrument erlernen will. Ein anderer Bub ist sich sicher: Die Klarinette soll es sein. Doch Lehrer Adrian Ullrich vertröstet. Noch seien die Finger zu kurz. Er möge noch ein Jahr warten. Die vierjährige Mia ist sich ebenfalls sicher: Gitarre. Ihre Mutter verrät, dass die Vierjährige alle Gummibänder hernimmt, um darauf Töne zu erzeugen.

Große Freude über die ambitionierten Kinder

Es sei wahrhaft eine Freude, so viele ambitionierte Kinder, die sich hier auch für „Jugend musiziert“ qualifizieren können, „in dieser wunderbaren Musikschule fördern zu können“, stellt Schulleiter Greschek fast ein wenig stolz fest. Derzeit unterwiesen 32 Musiklehrer und zwei freie Mitarbeiten rund 900 Schüler. Zwar fehlten inzwischen fünf Räume, doch Oberbürgermeister Dirk Abel habe bei einem Gespräch lediglich Visionen entwickeln können. Derweil unterrichteten einige Lehrer eben in Schulen in Teilorten.

Gibt es Trends?

Unterliegen die Instrumente einer Mode? Da muss der Schulleiter, seit September in Amt und Würden, kurz überlegen. Es gäbe immer wieder Wellen. Mal sei die Querflöte stark gefragt, dann wieder weniger, immer jedoch Gesang bei Carla Frick, Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Streichinstrumente, Blech- und Holzblasinstrumente wie Fagott oder Saxophon. Unterrichtet würden aber auch Kontrabass, Euphonium, Tuba, Keyboard, Harfe, Horn, Posaune und Trompete. Letztere hat der Schulleiter studiert und zehn Jahre lang in Balingen unterrichtet.

Auch Erich Müller vom Vorstand des Fördervereins stürzt sich ins Gewühl. Nicht ohne vorher noch zu verkünden, dass die Gruppe heuer 20 Jahre bestehe. Sie sorge für Reparaturen, schaffe gelegentlich neue Instrumente an oder belohne Preisträger, beispielsweise von „Jugend musiziert“ mit kleinen Präsenten. „Es macht Spaß, die Schule unterstützten zu können. Und unter Bastian Greschek macht es noch mehr Freude“, bemerkt Müller.

„MiMaMu“ fördert schon Babys

Ein paar Räume weiter erklärt Felix Bahn dem Geigen-Nachwuchs, was ein Frosch beim Bogen ist und warum man das Köpfchen ruhig auf die Violine legen kann. Der siebenjährige Niklas interessiert sich sehr und ist erstaunt, dass er den vier Saiten tatsächlich schöne, schwebende Töne entlocken kann.

Gerne erklärt derweil Karin Erhardt am Tisch beim Eingang den Müttern mit ihren Babys in Tragetüchern, warum schon Neunmonatige bei „Minis machen Musik“ (MiMaMu) unterwiesen werden können. Das fördere das Lautieren und die sprachliche Entwicklung. Und schon wieder geht die Türe der Musikschule auf und Eltern, Großeltern und eine Menge musikalischer Nachwuchs strömt herein.

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