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Zollernalbkreis

Gesundheitsamt meldet: Q-Fieber grassiert im Zollernalbkreis

15.08.2019

von Pressemitteilung

Gesundheitsamt meldet: Q-Fieber grassiert im Zollernalbkreis

© Volker Bitzer

Schafe gelten als Überträger des Q-Fiebers auf den Menschen.

In den vergangenen Wochen haben mehrere Personen mit Krankheitssymptomen wie Fieber und Lungenentzündung im Raum Albstadt-Tailfingen Ärzte aufgesucht. Als Ursache der Erkrankung wurde zwischenzeitlich in mehreren Fällen Q-Fieber nachgewiesen.

Mit Stand vom Donnerstag, 15. August, sind dem Gesundheitsamt in Balingen bisher insgesamt 27 Fälle gemeldet worden, davon einige mit Lungenentzündung.

Auf der gesamten Schwäbischen Alb kommen immer wieder Q-Fiebererkrankungen vor. Aufgrund der Inkubationszeit, dem Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Erkrankung, sei davon auszugehen, dass die erkrankten Personen sich ca. zwei bis drei Wochen vor dem Beginn der Krankheitssymptomatik angesteckt haben, teilt das Gesundheitsamt mit.

Überträger sind Schafe

Übertragen wird die Krankheit auf den Menschen häufig durch infizierte Schafe, die den Erreger der Erkrankung vor allem bei der Geburt von Lämmern ausscheiden. Der Erreger kann längere Zeit in der Umwelt überleben und mit Staub über den Wind verbreitet werden. Menschen können sich anstecken, wenn sie den Erreger mit der Atemluft einatmen.

Veterinäramt sucht Quelle

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spiele praktisch keine Rolle, informiert das Gesundheitsamt. Zur Suche der möglichen Ansteckungsquelle wurde das Veterinäramt eingeschaltet.

Etwa die Hälfte der Q-Fieberinfektionen führen zu keinen Symptomen oder nur leichten grippeähnlichen Erscheinungen. Bei einer schwer verlaufenden menschlichen Q-Fieberinfektion liegen hohes Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen vor, nennt das Gesundheitsamt in der Pressemitteilung die Symptome.

Behandlung mit Antibiotika

Es könne bei einem Teil der schwer verlaufenden Krankheitsfälle auch zu Lungenentzündungen, Leber-, Herzmuskel- und Herzinnenhautentzündungen kommen. Bei akutem Q-Fieber wird über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen mit einem bestimmten Antibiotikum behandelt.

Test wird empfohlen

Bewohner in Tailfingen, die in den letzten Tagen an Fieber und respiratorischen Symptomen erkrankt sind, sollten sich mit ihrem Arzt in Verbindung setzen und sich auf Q-Fieber testen lassen. Besonders gefährdet sind Schwangere und Personen mit Vorliegen einer Immunschwäche oder Herzdefekten. Diesem Personenkreis wird auch ohne Vorliegen von Krankheitszeichen eine Untersuchung auf Q-Fieber empfohlen.

Der DRK Blutspendedienst wurde informiert. Bei Q-Fiebererkrankten ist eine Blutspende erst wieder zwei Jahre nach dokumentierter Ausheilung zulässig.

Weitere Informationen finden sich auf dem Q-Fieber-Merkblatt des Gesundheitsamtes (PDF-Download).

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