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Fußball

„Fußball kann man manchmal nicht erklären“: Uwe Haußmann spricht über den Balinger Auftakt

09.09.2019

Von Marcus Arndt

„Fußball kann man manchmal nicht erklären“: Uwe Haußmann spricht über den Balinger Auftakt

© Moschkon

Uwe Haußmann glaubt an die TSG.

In Ulm hat der Balinger Fußball-Regionalligist die Trendwende geschafft – hat mit 3:1 gewonnen und einen ersten Schritt aus der Mini-Krise gemacht. Unser Redaktionsmitglied Marcus Arndt sprach mit Abteilungsvorstand Uwe Haußmann über den Saisonstart und Personalien.

Die TSG startet bescheiden in die Saison, dennoch halten Sie branchenunüblich an Trainer Ralf Volkwein fest. Weshalb?

Uwe Haußmann: Ralf Volkwein hat mit der TSG die größten Erfolge in Ihrer Vereinsgeschichte gefeiert. Warum sollten wir dann nach sieben Spieltagen gleich die Reißleine ziehen. Wir haben natürlich intern diskutiert. Ich denke aber, dass der interne kritische Austausch zwischen Mannschaft und Trainerteam der entscheidende Baustein in der Aufarbeitung des zurückliegenden desolaten Auftritts gegen Gießen war. In diesem Spiel war nicht einmal in Ansätzen das vorhanden, was die TSG letztendlich immer ausmacht: Eine geile Truppe zu sein, die niemals aufgibt! Und genau dies haben wir mit dem ersten Regionalliga-Auswärtssieg in Ulm gezeigt.

Nach dem Abgang von arrivierten Akteuren fehlt etwas die Hierarchie im Team. Hat die Klubführung die Folgen des Umbruchs unterschätzt?

Aus heutiger Sicht muss ich die Frage mit Ja beantworten. Hätten wir aus den ersten beiden Spielen sechs Punkte geholt, wo wir jeweils in der Nachspielzeit verloren haben – nein. Fußball kann man manchmal nicht erklären oder in Worte fassen. Wir wussten schon, dass uns nach den Abgang der drei Führungsspieler Pflumm, Schreyeck und Vogler nicht nur spielerisch wertvolle Spieler verlieren, sondern auch deren lautstarke Präsenz auf dem Platz. In die müssen nun die nachrückenden Spieler so schnell wie möglich hineinwachsen. Man darf auch bitte nicht vergessen, dass der letzte Sieg mit der ‚alten Mannschaft‘ im März 2019 gegen Stadtallendorf errungen wurde. Insofern haben wir jetzt eine lang anhaltende Durststrecke ohne Sieg aushalten müssen.

Gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt hat die TSG bereits wichtige Punkte liegen lassen. Sind Trainer und Team dem Druck gewachsen?

Ja, ich denke schon. Ganz ehrlich: Die TSG punktet meines Erachtens gegen vermeintlich stärkere Gegner mehr, weil die Anspannung und die mentale Vorbereitung auf diese Gegner eine andere ist.

Welche Ziele verfolgen Sie kurz- und mittelfristig, um diese Krise zu meistern?

An das Ulmer Spiel anknüpfen, die Anspannung hoch halten, weiter gut trainieren und regenerieren und alle Balinger Tugenden wie Laufbereitschaft, Galligkeit, Leidenschaft und Kampfbereitschaft am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Freiburg auf den Platz bringen. Ich würde mir auch wünschen, dass auch die Zuschauer aus Balingen und der Region wieder die TSG – trotz allen vorhanden Ressentiments nach den letzten Auftritten – zahlreich und lautstark unterstützen.

Personalplanungen sind ein ganzjähriger Prozess. Werden Sie in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv?

Wir werden es sehen. Vielleicht müssen wir in den Kader korrektiv eingreifen. Ich mache es einmal vom Tabellenstand in der Winterpause abhängig.

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