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Meßstetten

Ferienwanderer erfahren viel über die Geschichte von Tieringen

29.08.2019

von Werner Lissy

Ferienwanderer erfahren viel über die Geschichte von Tieringen

© Werner Lissy

Bei der Ferienwanderung in Tieringen kamen die Teilnehmer ordentlich ins Schwitzen.

Die wohl mit anstrengendste Tour bei den Meßstetter Ferienwanderungen wurde vom Heimatverein „Kohlraisle“ Tieringen unter Leitung von Christoph Eppler durchgeführt.

Über 200 Besucher nahmen daran teil. Vom Parkplatz beim Skilift Oberstocken ging es bis zur Straße, die zum Heidenhof führt. Dort wurde auf den recht steilen Waldweg „Schranden“ abgebogen. Der knapp ein Kilometer lange Anstieg erforderte von den Teilnehmern viel Kondition und Durchhaltevermögen. Alle waren glücklich, in der Nähe des Heidenhofes, auf dem so genannten „Heuberg“, angekommen zu sein. Die Taschentücher wurden gezückt, um sich den Schweiß von der Stirn und aus dem Gesicht zu wischen.

Skirennen mit rund 200 Teilnehmern

Hans Eppler wusste einiges über den legendären „Schrandenweg“ zu berichten. So haben in den 1950er und 1960er Jahren Skirennen mit bis zu 200 Teilnehmern stattgefunden. Der Heidenhof besteht aus drei Aussiedlerhöfen. Den Vorfahren wurde im Jahr 1809 vom württembergischen Königshaus ein finanzieller Anreiz angeboten, damit sie die Gewanne ordentlich bewirtschaften.

Mehr Rücksicht auf die Natur nehmen

Über das Obernheimer Sträßle wanderte die Gruppe in Richtung Rappenstein, einem markanten Aussichtspunkt. Kurz davor passierte man ein Maisfeld und eine große Wiese, wo ein Mitglied des Heimatvereins, der eine Landwirtschaft betreibt, das Verhalten von Spaziergängern mit Hunden beklagte: „Sie laufen über die Wiesen anstatt auf den schön ausgebauten Wanderwegen.“ Viele Autofahrer würden nicht die Parkplätze, sondern die Wiesen nutzen. Allgemein sollten alle etwas mehr Rücksicht auf die Natur nehmen, lautete sein abschließender Appell.

Am Rappenstein angekommen, bot sich den Wanderern ein herrlicher Blick über das Schlichemtal zum Lochenstein, dem Schafberg, dem Plettenberg und dem geschichtsträchtigen Oberhausener Hof, der einst als Rittergut diente. Über die geschichtlichen Hintergründe informierte Christoph Eppler.

Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1275

Urkundlich wurde Tieringen erstmals im Jahr 1275 erwähnt. Damals gehörte der Ort den Grafen von Hohenberg. Um 1300 besaß Graf Friedrich von Zollern Land und Leibeigene in Tieringen. Am 2. Mai 1345 und 1347 erfolgte ein Verkauf mit Hossingen, Tieringen und Meßstetten an Heinrich von Tierberg. 1348 übereignete Graf Heinrich von Hohenberg Heinrich dem Schmied von Unterdigisheim den Bannwarten-Hof in Tieringen.

Unzufriedenheit führt zu einem Aufstand

Als Peter Scheel 1530 den Linkenhof zu Hausen und den Hof Winzelner erwarb und 1533 ins Lehen von Österreich die Ortsherrschaft zu Hausen übernahm, wollte er ein Schloss bauen. Hier aber verlief am Röte Grabenbach die Grenze zwischen Württemberg und Österreich, denn Tieringen war 1418 württembergisch geworden. Österreich verlangte, Peter Scheel müsse das Schloss auf österreichischem Territorium errichten. Württemberg bestand darauf, dass die in Winzeln abgebrochenen Gebäude auf seinem Territorium wiederzuerstehen sind.

Auf Schusters Rappen durch Tieringen

Am Mittwoch hat in Tieringen die vorletzte Meßstetter Ferienwanderung stattgefunden. Unser Mitarbeiter Werner Lissy war wieder mit der Kamera dabei.

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Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

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© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

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© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

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Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

Impressionen von der Meßstetter Ferienwanderung in Tieringen.

© Werner Lissy

So kam es, dass Peter Scheel ein neues Anwesen, das den Namen Oberhausen bekam, auf die Grenze setzte. Die Wirtschaftsgebäude und das Amtshaus, die zusammen die „Vorstadt“ genannt wurden, kamen auf württembergischen Boden und das von seinem Sohn 1555 erbaute Schloss auf österreichisches Gebiet. 1525 kam im Bauernaufstand die soziale und politische Unzufriedenheit zum Ausbruch. Oberdigisheim und Tieringen wurden Zentren des Aufstands.

Geschichte der Schlichem

Die Schlichem unternimmt in ihrem Lauf von der Quelle bis zur Mündung eine interessante Reise durch die Deckschichten des Erdmittelalters bis rund 240 Millionen Jahre vor der heutigen Zeit. Sie fließt nach rund 30 Kilometern bei Erpfingen in den Neckar.

Glöckchen des Käpelle läutet

In steilem Abstieg führte der Waldpfad hinunter auf die Verbindungsstraße zwischen Tieringen und Hausen am Tann. Nächstes und letztes Ziel war das ehrwürdige Käpelle, das genau auf der Grenze zwischen Tieringen und Hausen am Tann erbaut wurde. Erfrischen konnten sich die Wanderer an einer Wasserstation, die Eugen Schick, der Initiator für den Bau des Käpelle, und weitere Mitglieder des Heimatvereins aufgebaut hatten. Während der Besichtigung des Gotteshauses ließ Schick auch das hell klingende Glöckchen läuten.

Abschluss in der Schlichemhalle

In geselliger Runde und bei netten Gesprächen endete die Ferienwanderung in der Schlichemhalle. Die letzte Ferienwanderung findet am Mittwoch, 4. September, in Oberdigisheim statt. Treffpunkt ist um 17 Uhr auf dem unteren Parkplatz beim Stausee.

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