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Handball

Enttäuschung bei den Franken: Coburg sieht zu, wie der HBW und Nordhorn-Lingen aufsteigen

27.05.2019

Von Marcus Arndt

Enttäuschung bei den Franken: Coburg sieht zu, wie der HBW und Nordhorn-Lingen aufsteigen

© Eibner

Der HBW gewann am drittletzten Spieltag in Emsdetten.

Das war’s! Mit der 23:32-Klatsche gegen den Tabellenvierten Hamm-Westfalen hat der HSC Coburg am vergangenen Wochenende auch die letzte hauchdünne Chance auf die Bundesliga-Rückkehr vergeben.

Es war ein Untergang mit Pauken und Trompeten, begleitet von Pfiffen und Buhrufen. Dieser hatte sich bereits in den vergangenen Begegnungen angedeutet: mit mageren zwei Punkten auf der Habenseite.

Auch gegen die viertplatzierten Westfalen blieben die Oberfranken blass. „In den ersten Minuten haben wir den Coburgern schon den Zahn gezogen, vor allem im Rückraum. Sie waren ein bisschen verunsichert. Wir konnten uns dann irgendwann absetzen. Unterm Strich haben wir Coburg gar nicht so richtig ins Spiel kommen lassen“, sagte ASV-Coach Kay Rothenpieler zufrieden, während sein Gegenüber Jan Gorr haderte: „Nach dem wirklich schlechten Start und dem schlechten Verlauf der ersten Halbzeit haben wir in vielen Situationen den Glauben an uns verloren. So geht das nicht. Wir können deutlich besser spielen.“

HSC-Geschäftsführer Michael Häfner sprach nach dem blutleeren Auftritt des Tabellendritten von „einer bodenlosen Frechheit“ und kündigte Konsequenzen an.

Aufsteigerduo steht fest

Während die Oberfranken den Aufstieg nach einer schwachen Rückrunde verpasst haben, kehren der HBW Balingen-Weilstetten (57:15 Punkte) und die HSG Nordhorn-Lingen (56:16) in die Beletage zurück.

Die beiden führenden Klubs haben zwei Spieltage vor Saisonschluss sechs respektive fünf Zähler Vorsprung auf Coburg, das nun punktgleich mit dem ASV Hamm-Westfalen (beide 51:21) ist.

An fünfter Position reiht sich der VfL Lübeck-Schwartau (48:24) ein, der das Nord-Derby gegen den HSV Hamburg mit 25:24 gewonnen hat, gefolgt vom TuS N-Lübbecke (43:29). Die Ostwestfalen haben ihre Negativserie beendet, sich in Hüttenberg mit 29:27 durchgesetzt.

„Ich bin außerordentlich zufrieden mit unserem Auftritt“, erklärte TuS-Interimstrainer Heidmar Felixson, „am Schluss wurde es nochmals etwas hektisch, alles war sehr umkämpft. Hüttenberg hat nun mal Qualität und die enge Halle ist unserem Gegner auch zugutegekommen.“

TUSEM bleibt dran

In einem klassischen Mittelfeldduell besiegte TUSEM Essen den Aufsteiger aus Ferndorf mit 32:29 und bleibt in Schlagdistanz zu den Top Sechs.

„Eigentlich hatten wir das Spiel komplett unter Kontrolle, aber zu Beginn der zweiten Halbzeit kriegen wir ärgerliche Tore und wir haben uns gegen deren offensive Abwehr nicht so gut angestellt“, analysierte Jaron Siewert. Der Kommandogeber des Altmeisters ergänzte: „Hinten raus waren wir zum Glück immer am Drücker und haben in der wichtigen Phase die Überzahl geholt. Wir hatten ziemlichen Zug und konnten trotz einiger Ausfälle doch noch den einen oder anderen ins Spiel bringen und den anderen Pausen gönnen. Das hat geholfen. Wir haben zwei Punkte gegen den Tabellennachbarn geholt und das zählt in der jetzigen Phase der Saison.“

Noch ein Absteiger gesucht

Im Tabellenkeller stehen vier von fünf Absteigern fest – einzig der Wilhelmshavener HV hofft noch. Gegen den Vorletzten Dessau-Roßlauer HV gewannen die Jadestädter deutlich (Endstand: 29:24), doch der HC Elbflorenz Dresden konservierte seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Norddeutschen.

Die Sachsen waren im Kellerduell beim TV Großwallstadt mit 27:24 erfolgreich, schickten die Mainfranken zurück in Liga drei. Ebenfalls runter müssen Eintracht Hagen, Dessau und die Rhein Vikings. Das Schlusslicht fegte den VfL mit 30:23 von der Platte. Es ist der dritte und höchste Sieg für die Wikinger in dieser Runde seit dem 35:34-Erfolg Ende Dezember gegen Wilhelmshaven waren die Rheinländer sieglos.

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