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Handball

Entscheidung wohl erst Anfang April: Die „Gallier“ müssen weiter abwarten

18.03.2020

Von Daniel Drach

Entscheidung wohl erst Anfang April: Die „Gallier“ müssen weiter abwarten

© Moschkon

Gregor Thomann & Co. trainieren derzeit individuell.

Am Mittwoch tauschten sich die Verantwortlichen der Handball-Bundesliga in einer weiteren Telefonkonferenz aus.

Auch wenn die Harzkugel ruht, überschlagen sich die Nachrichten in der Handballwelt. Nachdem Löwen-Akteur Mads Mensah Larsen als erster Corona-Fall der Bundesliga bekannt geworden war, wurde nun auch dessen Teamkollege und Nationalspieler Jannik Kohlbacher positiv getestet.

DHB widerspricht ganzheitlicher Quarantäne

Infolgedessen hieß es aus verschiedenen Quellen zunächst, das gesamte DHB-Team sei nun in Quarantäne. Dies sei aber nicht der Fall, stellte der Verband am Mittwoch in einer Pressemitteilung klar. Alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen seien jedoch getroffen worden.

Derweil dreht sich das Rad hinter den Kulissen unaufhörlich weiter. Profis halten sich meist in den eigenen vier Wänden fit, tragen ihre Übungen zum Teil viral in die Welt hinaus. So beispielsweise auch HBW-Rechtsaußen Gregor Thomann, der seine Trainingstipps via der „Gallier“-Facebookseite preisgibt.

Doch auch weitreichendere Themen sind dieser Tage für viele Klubs von großer Bedeutung – auch für die Bundesligisten. Nachdem die Verantwortlichen der HBL und der 18 Erstliga-Vereine bereits am Montag eine Telefonkonferenz zur ersten Abstimmung und Besprechung wichtiger Diskurse abgehalten hatten, folgte am Mittwoch ein zweiter Krisenrat.

Dabei waren nun auch die Vereine der 2. Bundesliga involviert. „Insgesamt waren es 48 Teilnehmer“, schildert HBW-Manager Wolfgang Strobel, „zum Spielbetrieb selbst gab es nichts Neues, das war auch gar nicht Gegenstand der Konferenz.“

„Prüfen wirtschaftliche Sachlagen“

So sei es eher um wirtschaftliche Folgen gegangen, berichtet Strobel weiter, „sowohl was diese als auch was nächste Saison angeht. Bei der Vielzahl an Teilnehmern kam aber keine Diskussion zustande, vielmehr wurden sehr viele Informationen zusammengetragen. Beispielsweise auch wie die einzelnen Vereine, die bereits Corona-Fälle haben, damit umgehen.“

Darüber hinaus bleibe auch den „Galliern“ nicht viel mehr übrig, als abzuwarten, sagte der HBW-Manager weiter, „wir prüfen derzeit die wirtschaftlichen Sachlagen. Sportlich haben wir keine echte Handhabe darüber, wie es weitergeht. Die Spieler machen individuelles Training und wir versuchen die Fans via Social Media auch positiv zu erreichen.“

Strobel erwartet Entscheidung nicht vor Anfang April

Die Telefonkonferenzen mit der HBL und den weiteren Vereinen sollen indes weiter im zweitägigen Rhythmus vollzogen werden. „Die sind aber nicht verpflichtend“, erklärt Strobel, „es geht vorwiegend um den Informationsaustausch.“

Mit einer Entscheidungsfindung bezüglich des Spielbetriebs rechnet der ehemalige Erstliga-Kreisläufer nicht vor Anfang April: „Ich denke, das wird erst in rund 14 Tagen der Fall sein.“

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