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Rosenfeld

Entscheidung in Rosenfeld: Amtsinhaber Thomas Miller siegt schon im ersten Wahlgang

08.03.2020

Von Renate Deregowski

Entscheidung in Rosenfeld: Amtsinhaber Thomas Miller siegt schon im ersten Wahlgang

© Renate Deregowski

Der alte und neue Bürgermeister Thomas Miller nimmt die Glückwünsche der Gratulanten entgegen. Links der unterlegene Herausforderer Michael von Allwörden.

Der 52-Jährige Thomas Miller wurde bei der Bürgermeisterwahl in Rosenfeld mit 1640 Stimmen oder 76,2 Prozent im Amt bestätigt. Die Mitbewerber landeten weit abgeschlagen.

Das war ein eindeutiges Ergebnis: Am Sonntag haben 76,2 Prozent der Rosenfelder Thomas Miller als Bürgermeister bestätigt. Er tritt seine dritte Amtszeit an. Nicht einmal 40 Minuten, nachdem die Wahllokale geschlossen hatten, stand das vorläufige Ergebnis fest. Einige verfolgten die Zahlen im Eingangsbereich des Rathauses. Dort wurden die aktuellen Hochrechnungen auf einem Display veröffentlicht.

„Ich freue mich wahnsinnig“, bestätigte Miller auf das Ergebnis angesprochen. Den ganzen Tag über habe er Mails bekommen, in denen ihm die Absender die Daumen drückten, erzählte er vor dem Rathaus, wo ihm nach der Verkündigung des vorläufigen Ergebnisses die Stadtkapelle ein Ständchen brachte und zahlreiche Amtskollegen, Bürger sowie Landrat Günther-Martin Pauli und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut gratulierten. Das geschah häufig ganz klassisch mit einem Händeschüttelnd – trotz Corona.

Wichtige Themen für die Zukunft

Vor ihm liegen die auch bisher in Rosenfeld wichtigen großen Themenbereiche: Familie, ihre Vereinbarkeit mit dem Beruf und der demografische Wandel. Ein „Mega-Thema“ werde künftig die Digitalisierung darstellen. „An Herausforderungen wird es uns in der Verwaltung nicht fehlen, schließlich sind wir in vielen Bereichen von der Geburt bis zum Tod zuständig.“

Wahlbeteiligung bei 43,5 Prozent

Zur Wahlbeteiligung, die in der Gesamtgemeinde bei 43,5 Prozent (2224 von 5112 Wahlberechtigten) und damit höher als bei der Wahl vor acht Jahren lag, kommentierte Miller, dass er sich mehr erhofft hätte. Zumal er in diesem Jahr nicht der einzige Bewerber um das Amt war – anders als vor acht Jahren.

Seine Mitbewerber konnten sich jedoch nicht gegen ihn durchsetzen: Auf den Isinger Michael von Allwörden entfielen 11,4 Prozent der Stimmen, Samuel Speitelsbach sahen gerade einmal 0,7 Prozent (16 Stimmen) als Rosenfelds Bürgermeister.

Michael Allwörden nimmt Niederlage gelassen

Die Niederlage nahm Michael von Allwörden gelassen. Er habe nicht damit gerechnet, die Wahl zu gewinnen, hatte aber auch nichts zu verlieren, betonte er auf Nachfrage unserer Zeitung. 16 Stimmen hatte er aus seinem Teilort Isingen erhalten. Die „interessante Erfahrung“, die er „überraschend positiv“ wertete, habe jedoch Lust auf mehr gemacht – vielleicht auf einen Posten im Gemeinderat. Jetzt heißt es erst einmal „zurück ins normale Leben“.

Neben den drei offiziellen Bürgermeisterkandidaten hatten die Rosenfelder 63 weitere Wünsche auf ihre Stimmzettel notiert. So entfiel etwa eine Stimme aus Bickelsberg auf „Otto Walkes“. Diese sei gültig, entschied der Gemeindewahlausschuss anschließend – ob nun Scherz oder nicht. Bei Michael Schumacher, der auf einem Stimmzettel aus Isingen notiert war, entschied sich der Ausschuss hingegen, diesen als ungültig zu erklären, da die Person nicht eindeutig zu identifizieren sei.

Bei der Briefwahl, bei der 373 gültige Stimmen abgegeben wurden, tauchten verhältnismäßig viele dieser Wünsche auf. Dabei sorgte Till Eulenspiegel für Amüsement im Ausschuss. Zu finden war aber auch die handschriftliche Aussage „Drei Nieten und kein Gewinner“.

Überraschend viele Stimmen für Markus Eppler und Horst Lehmann

Überraschende 3,9 Prozent der Stimmen angelte sich Markus Eppler – obwohl er kein offizieller Kandidat war. 1,2 Prozent erhielt Horst Lehmann.

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