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Albstadt

Eine Ära geht zu Ende: Onstmettingens Pfarrer Philippus Maier zieht weiter

18.10.2019

Von Tobias Göttling

Eine Ära geht zu Ende: Onstmettingens Pfarrer Philippus Maier zieht weiter

© Tobias Göttling

Der Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Philippus Maier findet am 27. Oktober statt.

Seit 2005 ist Philippus Maier Pfarrer in Onstmettingen. Ende des Monats beginnt für ihn und seine Ehefrau Martina ein neuer Lebensabschnitt: Dann ziehen die Eltern von vier erwachsenen Kindern und, seit Kurzem, zweier Enkelkinder nach Dettingen an der Erms. Der Abschiedsgottesdienst findet am 27. Oktober um 10.30 Uhr statt.

Philippus Maier wurde im Jahr 1963 in Stuttgart geboren. Aufgewachsen ist er in Kayh, Gönningen, Baiersbronn und Tübingen.

Lange Jahre war er Mitglied im Kirchenbezirksausschuss

Tübingen blieb er für sein Studium treu und sammelte Erfahrungen an der Universität in Aberdeen (Schottland). Seinen Pfarrdienst begann der Fußballfan in Wildberg. Nach zwölf Jahren folgte Onstmettingen. Zurückblicken kann Maier auf eine 24-jährige Mitgliedschaft im Kirchenbezirksausschuss und auf seinen 18 Jahre langen Dienst als Synodaler der Württembergischen Landeskirche.

Der Sport ist ein geliebtes Hobby

Neben Fußball liebt der sportliche Maier in seiner Freizeit das Schwimmen, Wandern und Holz machen. Er beschreibt sich als „sehr geduldig und manchmal zu nachgiebig“. „Ich gehe den Sachen gerne auf den Grund, will es genau wissen, manchmal zu genau. Ich bin kontaktfreudig und liebe es, in der Bibel zu forschen und lege sie gerne aus.“

„Ich habe die Älbler ins Herz geschlossen“

Die Zeit in Onstmettingen sei für ihn und seine Familie schön gewesen. „Ich habe die Älbler als raue, manchmal harte, aber liebenswerte Menschen mit dem Herz am rechten Fleck kennen und schätzen gelernt,“ sagt der 56-Jährige. Die Landschaft sei genial und zeuge von „Gottes Schöpferphantasie“. Den Zusammenhalt im Kirchengemeinderat und die Geselligkeit der Älbler lobt Maier besonders: „Man hält in Onstmettingen zusammen.“

Erinnerung an besondere Erlebnisse

Besondere kirchliche Erlebnisse waren für ihn das Musical „Adonia“, die Veranstaltungen „ProChrist“ und die „ChurchNight“ am Reformationstag. Er freut sich auch über die gelungene Kircheninnenrenovierung inklusive „genialer Technik“.

Jugendkreis und Frauenvesper

Maier war es wichtig, „Menschen zum Glauben an Jesus einzuladen und in diesem Glauben zu stärken“. Mit Freude habe er Glaubenskurse gefördert und ökumenische Bibelwochen zusammen mit den Kollegen durchgeführt. Weiter erzählt der Geistliche: „Zusammen mit dem Jugendwerk konnte ein Jugendkreis aufgebaut werden. Mit meiner Frau Martina haben wir einen Hauskreis angefangen.“

Veranstaltungen für Frauen wurden ins Leben gerufen

Seine Frau habe außerdem ein Frauenfrühstück, beziehungsweise Frauenvesper gegründet. „Die Zusammenarbeit im Distrikt ist ziemlich einzigartig und konnte mit den Kolleginnen und Kollegen ausgebaut werden. Zu den Altpietisten besteht ein gutes Verhältnis.“

Mehr Besuche in den Häusern wären schön gewesen

Herausfordernd und eindrücklich war für Maier die Veränderung: „über all die Jahre, hinsichtlich meiner Rolle vom Vater kleiner Kinder bis nun zum Großvater“. Schwierig für die Kirchengemeinde sei und bleibe die Gewinnung und Begleitung von Mitarbeitern. Traurig findet der Pfarrer den Rückgang an Mitgliedern der Gemeinde und an Besuchern im normalen Sonntagsgottesdienst. Wenn mehr Zeit übrig geblieben wäre, hätte Maier „gerne mehr Besuche in den Häusern“ gemacht.

Rückgang der Geistlichen konnte bewältigt werden

Als Mitglied im Kirchenbezirksausschuss ist er froh, „dass wir den Rückgang der Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer im Bezirk überwiegend gut bewältigen konnten“. Dankbar ist er über die finanziell noch vorhandenen Mittel der Landeskirche, „um den Wandel zu gestalten und auch missionarische Projekte und neue Gemeindeformen zu fördern“.

Bibel- und Bekenntnisfragen driften auseinander

Als ausscheidender Synodaler für den Wahlkreis „Tuttlingen, Balingen“ beklagt er ein „Auseinanderdriften in Bibel- und Bekenntnisfragen“ und ein Anbiedern an den Zeitgeist.

Blick in die Zukunft

Beim Ausblick auf die Zukunft meint er: „Wir gehen in eine große und sehr vielfältige Gemeinde nach Dettingen an der Erms. Die Herausforderung dort wird darin liegen, den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zu fördern.“

In Onstmettingen wolle er die Kirchenwahl noch auf eine gute Bahn bringen und den Fortbestand der Gruppen und Kreise anstoßen. Schmerzlich für ihn ist, dass es gerade keine Kinderkirche mehr gibt.

Abschiedsgottesdienst am kommenden Sonntag

Info: Der Abschiedsgottesdienst findet am 27. Oktober, 10.30 Uhr, in der Philipp-Matthäus-Hahn-Kirche statt.

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