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Albstadt

Ein denkwürdiger Tag in Onstmettingen: Ein museales Kleinod feiert Geburtstag

14.10.2019

Von Horst Schweizer

Ein denkwürdiger Tag in Onstmettingen: Ein museales Kleinod feiert Geburtstag

© Horst Schweizer

Die Gründungsmitglieder vom Arbeitskreis Kasten, dem Singkreis Kasten und vom Arbeitskreis Waagen & Gewichte wurden mit Ehrennadeln und einer Rose geehrt.

Das 30-jährige Bestehen des Philipp-Matthäus-Hahn-Museum und der 25. Tag der Begegnung wurden am Sonntag an dem historischen Ort gefeiert. Es gab zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitstreiter.

Der Besuch der Feierstunde am Sonntagvormittag war groß, selbst Stehplätze wurden im „Kasten“ in Kauf genommen. Die Feierstunde wurde vom Barockensemble Albstadt - Heidrun Bitzer, Bernd Koch, Birgit Lauw-Zenker und Felix Loy - mitgestaltet. Manfred Schaber, Vorsitzender des Fördervereins, hatte zahlreiche Ehrengäste auf seiner Begrüßungsliste. Den 25. Tag der Begegnung nannte er einen ganz besonderen Tag.

Die Leistung von Alfred Munz wurde gewürdigt

Durch die gesamte Feierstunde zog sich der Name Alfred Munz wie ein roter Faden. Ihm ist es nicht mehr vergönnt gewesen, teilzunehmen, er verstarb vor zwei Monaten. „Alfred Munz hatte die Vision, aus dem „Kasten“ nach dem Erbeben 1978 ein Hahn-Museum zu machen.

Ein denkwürdiger Tag in Onstmettingen: Ein museales Kleinod feiert Geburtstag

© Horst Schweizer

Das Barockensemble sorgte für die musikalische Umrahmung.

So manche Hürde musste genommen werden, heute würde man sagen, es mussten dicke Bretter gebohrt werden“, erzählte Manfred Schaber. „Doch auch der Name Helmut Merz muss erwähnt werden“.

Martin Sauter referierte über Most- und Weinwaagen

Eindrucksvoll und spannend schilderte Martin Sauter im Verlauf des festlichens Mittags die Entstehung der Most- und Weinwaagen. „Lieber Herr Philipp-Matthäus-Hahn, Sie hätten sich nicht vorstellen können, dass ihre kleinste Waage bei den Winzern damals bei der Weinlese die Stammmutter des Oechsle wurde“, formulierte Martin Sauter anerkennend.

Ein denkwürdiger Tag in Onstmettingen: Ein museales Kleinod feiert Geburtstag

© Horst Schweizer

Das Interesse an den Feierlichkeiten war riesig: Der Kasten war bis auf den letzten Platz bgesetzt.

Auch erinnerte er an die einstige Aussage von Hahn, „der schwerste Most gibt den geistreichsten Wein“.

Ein herzliches Dankeschön an Hahn

Eintauchen in Flüssigkeit, mit der Pinzette kleine Beschwerungsgewichte aufgesetzt bis es keine Bewegungen mehr gab: mit dem damals genauesten Instrument wurde gemessen, woraus das Oechslegrad mit verschiedener Qualitätsklassifizierung hervorging. Martin Sauter gab Einblicke in das Hahn’sche Werkstattbuch zwischen 1756 und 1774: „Ein herzliches Dankeschön an Hahn für dessen schargängigen Höhenflüge, die uns heute noch edlen Wein bescheren“, so Sauter.

Schenkung von Exponaten wurde offiziell besiegelt

Sauter ging dann natürlich auch auf die Schenkung von Museumsexponaten ein.

Ein denkwürdiger Tag in Onstmettingen: Ein museales Kleinod feiert Geburtstag

© Horst Schweizer

Martin Alber mache der Stadt Albstadt eine großzügige Schenkung. Von links: Fritz Brenner, OB Klaus konzelmann, Martin Sauter und Manfred Schaber bei der Übergabe.

Alfred Munz soll in den Anfangszeiten in Begleitung mit dem früheren Albstädter Oberbürgermeister Hans Pfarr einmal zu ihm gekommen sein mit der Frage, ob er nicht noch irgendwo oder auf dem Dachboden etwas Museales stehen habe, welches Platz im „Kasten“ finden würde.

Dank auch an Alt-Oberbürgermeister Hans Pfarr

Martin Sauter, so sei ihm nachgesagt worden, habe die Aussage getroffen „greifen Sie doch einfach zu“, was die beiden Herren entsprechend getan hätten. Martin Sauter dankte auch dem anwesenden Hans Pfarr, dass er sich stets für den Erhalt des Kastens eingesetzt habe.

Aus den Leihgaben wurden Schenkungen

Er, so Martin Sauter, habe sich entschieden, aus den bisher 30-jährigen Leihgaben wie Uhren, Waagen und andere Gegenstände eine Schenkung zu machen, übergab diese symbolisch an Oberbürgermeister Klaus Konzelmann. Dieser erinnerte an den denkwürdigen Tag der Eröffnung vor dreißig Jahren. Wenn Mauern des „Kasten“, früher Kirche, Fruchtkasten und Fabrik, erzählen könnten, gäbe es viel anzuhören.

Die Pioniere gingen beherzt an die Arbeit

Er ging auf das große, beispiellose Engagement von Alfred Munz und Helmut Merz ein, die einst beherzt an die Arbeit gegangen seien. „Die Stadt Albstadt sagt Dank für die großzügige Schenkung“, antwortete der OB Martin Sauter, was mit Applaus bedacht wurde. Eigens dafür ließ die Stadt eine Serie Postkarten drucken, mit denen der Name Hahn durch die Welt gehen soll.

Fritz Brenner ehrte langjährige Mitglieder und Weggenossen

Fritz Brenner, der zweite Vorsitzender des Fördervereins, nahm zahlreiche Ehrungen vor und überreichte die goldenen Philipp-Matthäus-Hahn-Ehrennadeln sowie eine Rose an die Gründungsmitglieder vom Arbeitskreis Kasten, an Mitglieder des Singkreises Kasten, welcher sei 34 Jahren Botschafter ist, und an Mitglieder vom Arbeitskreis Waagen & Gewichte.

Anstecknadeln und eine Rose für die Geehrten

Geehrt wurden Elsbeth May, Wolfgang Hähnle, Gottlob Ast, Werner Keinath, Werner Ermel, Rainer Haushalter, Gerlinde Maier, Jürgen Fischer, Hilde Bako, Elfi Liebchen, Rolf Seiz, Rudi Keinath, Stefan Tisler, Peter Nüssen, Walter Gonser, Gustav Boss, Ludwig Bosch, Werner Fuß, Manfred Schaber, Martin Sauter und Fritz Brenner.

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