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Winterlingen

Ein Bücherbaum soll die Winterlinger zum Lesen animieren

01.10.2019

Von Karl-Otto Gauggel

Ein Bücherbaum soll die Winterlinger zum Lesen animieren

© Karl-Otto Gauggel

Bei der Eröffnungsfeier standen schon etwa 30 Bücher im Regal. Die Leiterin des Weltladens, Birgit Windbacher (Zweite von rechts), freute sich über die Anwesenheit von Bürgermeister Michael Maier (links).

Direkt neben der Bushaltestelle vor dem Weltladen in der Bitzer Straße 28 steht seit kurzer Zeit ein Bücherbaum mit den Namen „Baumbart“. „Baumbart“ ist eine bekannte Figur aus dem Roman „Herr der Ringe“.

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der Baum offiziell übergeben. Er soll, so die Intension, allen Leseratten als unkomplizierte und kostenlose Tauschbörse zur Verfügung stehen. Die Leiterin des Weltladens, Birgit Windbacher, freute sich bei der Einweihung besonders über die Anwesenheit von Bürgermeister Michael Maier und Förster Wolfgang Maier vom Forstrevier Winterlingen-Süd.

Zweiter Ort zur Förderung der Lesekultur

Michael Maier betonte, dass mit dieser Einrichtung neben der

Gemeindebücherei in der Grundschule, wo Bücher ebenfalls kostenlos ausgeliehen werden können, mit „Baumbart“ ein zweiter Ort zur Förderung der Lesekultur in der Gemeinde entstanden sei. Zusammen mit allen Beteiligten hoffe er, dass der Bücherbaum Jung und Alt zum Lesen animiere.

Kreative Künstler am Werk

Geschaffen wurde „Baumbart“ von kreativen Künstlern des Forstes. Er hat einen Durchmesser von etwa einem Meter und steht auf einem von Bauhofmitarbeitern gefertigten massiven Fundament. Mit etwas Fantasie lassen sich die Gesichtszüge der Romanfigur „Baumbart“ erkennen. Und auch das mit Moos und Farnen bepflanzte Baumdach mit dem herabhängenden Bart aus Efeuranken erinnert an das trollähnliche Baumwesen in der Kinoverfilmung.

Platz für etwa 60 Bücher

Der Bücherbaum ist gefertigt aus dem Stamm einer etwa 70 Jahre alte Fichte

aus dem heimischen Wald, der mit seinen vielen Ästen und der knorrigen

Wuchsform für das Sägewerk nicht zu gebrauchen war. Andreas Rominger, Hermann Maier und Sabrina Zirkel legten sich in Regenstunden ins Zeug und höhlten den Baum aus, um darin eine Kammer mit Regal zu schaffen, die mit einer Glastür versehen wurde. Die Rinde wurde mit einem Schäleisen entfernt und die Oberfläche mit einem Hochdruckreiniger poliert. Entstanden ist so eine Minibibliothek mit Platz für etwa 60 Bücher in einer ganz besonderen Verpackung, in die jeder rund um die Uhr sieben Tage die Woche Bücher einstellen und mitnehmen kann.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Der Bücherbaum leistet auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da die Bücher von möglichst vielen gelesen werden, bevor sie entsorgt werden. Ein Team von sogenannten „ Baumgeistern“ – Mitarbeiter im Weltladen und engagierte Nachbarn in der Bitzer Straße – wird sich um den Bücherbaum kümmern und jeden Tag einen Blick auf „Baumbart“ werfen.

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