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Nusplingen

Ehemaliger Kämmerer ist Stellvertreter von Nusplingens Bürgermeister Jörg Alisch

17.07.2019

von Volker Schweizer

Ehemaliger Kämmerer ist Stellvertreter von Nusplingens Bürgermeister Jörg Alisch

© Volker Schweizer

Abschied und Neustart in einem: Bürgermeister Jörg Alisch (Dritter von rechts) zusammen mit den Gemeinderäten, die das Gremium verlassen haben und den wieder- und neugewählten Mitgliedern,

Der Nusplinger Gemeinderat hat einen großen Wachwechsel vollzogen. Fünf neue Mitglieder wurden verpflichtet. Problemlos verlief die Verteilung der Posten

Platztausch war am Dienstagabend angesagt. Mit der Liste „Für Nusplingen“, die bei der Wahl im Mai zum ersten Mal antrat und auf Anhieb drei Sitze holte, sitzen nunmehr vier Gruppierungen am Ratstisch. Für den Erfolg des neuen Bündnisses, dem auch der ehemalige Kämmerer Hans Hager angehört, mussten die anderen Fraktionen Federn lassen. Vier Gemeinderäte wurden nicht mehr wiedergewählt – an jeden einzelnen richte Bürgermeister Jörg Alisch am Dienstagabend persönliche Worte.

Ehrung für Hans-Dieter Mengis

Vor allem an das Urgestein Hans-Dieter Mengis, der von 1994 bis 2004 und von 2009 bis 2019 im Gemeinderat aktiv war und somit auf 20 Jahre Kommunalpolitik zurückblicken kann. Er habe stets durch Objektivität und Sachlichkeit überzeugt, Populismus sei ihm fremd gewesen. Alisch bezeichnete ihn als Demokraten durch und durch und überreichte ihm neben einem Geschenkkorb eine Stele des Gemeindetages Baden-Württemberg.

Konstruktiv mitgearbeitet

An Ludwig Kleiner schätzte der Bürgermeister ebenfalls den fairen Umgang, an Georg Leibinger dessen Unerschrockenheit, auch unbequeme Meinungen zu vertreten. Beide Männer gehörten fünf Jahre dem Gemeinderat an. Nur ein kurzes Gastspiel von einem Jahr hatte Dominique Barth, dem Alisch eine konstruktive Mitarbeit attestierte.

Bindeglied zwischen Jung und Alt

Nach fünfjähriger Amtszeit ließ sich Kindergartenleiterin Jennifer Mengis nicht mehr zur Wahl aufstellen. Der Bürgermeister bezeichnete sie als wichtiges Bindeglied zwischen Alt und Jung, der Spagat zwischen Kindergarten und Gemeinde sei ihr gelungen.

„Erfolgreiche Arbeit“

Lang war die Liste dessen, was die Gemeinderäte in den zurückliegenden fünf Jahren erledigt haben. Sowohl an die Sanierung der Kläranlage als auch an den Neubau des Bürgerhauses in Heidenstadt und den Startschuss für den Glasfaserausbau erinnerte Jörg Alisch. Die Großbaustelle in der Bergstraße, das Abrissförderprogramm, die Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes und die Umstellung auf die Doppik fanden im Rückblick ebenfalls Erwähnung. „Es wurde erfolgreiche und wirklich hervorragende Arbeit geleistet“, lautete sein Fazit.

Arbeit geht nicht aus

Vom neuen Gremium erhofft sich Alisch eine gedeihliche und vertrauensvolle Kooperation – über die vier Listen und zwischen Berg und Tal hinweg. Die Arbeit gehe nicht aus, dabei müsse aber auch berücksichtigt werden, dass die Gemeinde nicht im Geld schwimme.

Gute Basis für die Zukunft

Peter Reiser beerbt Pius Horn als erster stellvertretender Bürgermeister. Der Neuling von der „Jungen Liste“ sieht in dem Amt eine „Riesenherausforderung“, die er gerne annehme. Er wisse, dass die Truppe hinter ihm stehe. Im Vorfeld der Sitzung hätten sich alle Gruppierungen getroffen, um die Verteilung der Posten zu regeln. In dem offenen Gespräch sehe er eine gute Basis für die Zukunft. Das neue Gremium würden langjährige Gemeinderäte vervollständigen – und mit Hans Hager ein richtiger Teamrider. Der ehemaliger Kämmerer, der bei der Kommunalwahl die zweitmeisten Stimmen geholt hat, wurde zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

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