Echtes Wunschfahrzeug: Die Hossinger Feuerwehr freut sich über den Neuzugang

Die Freude war groß – nicht nur in Hossingen, wo das Auto spätabends und standesgemäß mit Martinshorn einfuhr, sondern auch im Rathaus Meßstetten. Die Neuanschaffung, ein MAN-Fahrzeuggestell mit Ziegler-Aufbau, kostet laut Pressemitteilung der Meßstetter Stadtverwaltung rund 246.000 Euro, inklusive von 66.000 Euro Zuschüssen. In Empfang genommen hatten das Fahrzeug bei der Spezialfirma Ziegler der Hossinger Kommandant Dominik Gemlin, sein Stellvertreter Tobias Eppler, Gesamtkommandant Ralf Smolle und Tobias Böttner. Böttner ist im Meßstetter Hauptamt als Sachgebietsleiter Bürgerservice und Ordnung unter anderem für das Feuerwehrwesen zuständig.

Echtes Wunschfahrzeug: Die Hossinger Feuerwehr freut sich über den Neuzugang

Die Abteilung Hossingen freut sich über ihr neues Löschfahrzeug. Coronabedingt fand die Übergabe im kleinen Kreis statt (von rechts): Bürgermeister Frank Schroft, Abteilungskommandant Dominik Gemlin, Gesamtkommandant Ralf Smolle und Tobias Böttner, im Meßstetter Hauptamt zuständig für das Feuerwehrwesen.

Eine kleine Delegation aus der Gesamtstadt hat die Spezialanfertigung in der vergangenen Woche im sächsischen Mühlau abgeholt. „Ich freue mich mit Ihnen über das neue Fahrzeug“, bekannte Bürgermeister Frank Schroft. Er nahm die Neuanschaffung sofort in Augenschein: „Dieses Auto ist universell einsetzbar, was für Ihre Abteilung unbedingt notwendig ist.“ Zum einen, so betonte Frank Schroft, stärke das Löschfahrzeug weiter die Infrastruktur vor Ort. Zum anderen leiste die Stadt damit einen wertvollen lebensrettenden Dienst an der Bevölkerung.

Aktiver Dienst am Nächsten

Der Hossinger Abteilung dankte Frank Schroft bei der – coronabedingt – kleinen Übergabe für ihre Arbeit: „Sie leisten aktiven Dienst am Nächsten und sorgen in unserer Gesamtstadt für Sicherheit.“ Die Abteilung Hossingen verfügt über gut 20 Aktive, Männer wie Frauen, im Alter von 17 bis 68 Jahren. Aktive Jugendarbeit bieten die Feuerwehrleute – abseits von Corona – mit den „Löschkids“ für Kinder von fünf bis zehn Jahren an.

Reibungslos, unbürokratisch und auf Augenhöhe

Thomas Wizemann spielte den Ball zurück. Das moderne Fahrzeug, so der Hossinger Ortsvorsteher, sei das Ergebnis konstruktiver gemeinsamer Arbeit – reibungslos, unbürokratisch und stets auf Augenhöhe. „Die Abteilung Hossingen ist bestens für die Zukunft gerüstet.“ Der ohnehin ausgezeichneten Kameradschaft in der Abteilung gebe das neue Fahrzeug weiter Auftrieb: „Besser hätte die Stadtverwaltung ihre Wertschätzung nicht zeigen können.“

Ausstattung auf modernstem Stand

Die Verantwortlichen der Gesamtstadt Meßstetten hatten sich im Vorfeld viele Gedanken über die potenzielle Ausstattung des neuen Fahrzeugs gemacht. Eine Arbeitsgruppe, der Ortsvorsteher Thomas Wizemann, einige Gemeinderäte, Gesamtkommandant Ralf Smolle, Tobias Böttner von der Stadtverwaltung und vor allem Hossinger Feuerwehrleute angehörten, machte sich mit dem vielfältigen Angebot am Markt vertraut. Dieses Gremium lotete zudem die Anforderungen an das neue Fahrzeug aus. „Wir haben uns dabei maßgeblich auf den Erfahrungsschatz der Hossinger Abteilung verlassen“, erklärte Tobias Böttner.

MLF ersetzt TSF

Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF), dessen Herzstück die entnehmbare Feuerlöschkreiselpumpe war, sollte durch ein so genanntes „Mittleres Löschfahrzeug“ (MLF) ersetzt werden. Das war schnell klar. Genauso der Aspekt, dass das Auto mit zwei Pumpen ausgestattet werden sollte – eine davon mobil, aus einsatztaktischen Gründen für eine flexible Anwendung.

Für sinnvoll und zweckdienlich erachtete der Arbeitskreis zudem eine Heckwarneinrichtung, mit der Unfallstellen gut sichtbar abgesichert werden können. Dominik Gemlin freute sich: „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Wunschfahrzeug.“ Die Mehrkosten für diese Sonderausstattungen betrugen rund 3300 Euro. Das alte Fahrzeug wird auf der Zoll-Plattform im Internet versteigert.

Feuertaufe bereits fest im Blick

Gesamtkommandant Ralf Smolle und Abteilungskommandant Dominik Gemlin dankten der Stadt- und Ortschaftsverwaltung, dem Gemeinderat sowie der Arbeitsgruppe für die reibungslose Kooperation. Gemlin hat bereits damit begonnen, sein Team zu schulen. Smolle indes hat die Feuertaufe des neuen Fahrzeugs bereits fest im Blick. Demnächst steht eine große Übung an. Die Abteilungen proben dabei die Wasserförderung über lange Wegstrecken.