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Hechingen, Sigmaringen

Drogen und Brandstiftung: Staatsanwaltschaft Hechingen ermittelt gegen Männer aus Rockermilieu

10.07.2020

von Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft

Drogen und Brandstiftung: Staatsanwaltschaft Hechingen ermittelt gegen Männer aus Rockermilieu

© Pascal Tonnemacher

Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat Anklage erhoben. (Symbolfoto)

Wegen Drogenhandels und Brandstiftung wird gegen vier Männer aus dem Umfeld eines Sigmaringer Rockerclubs ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat Anklage erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Hechingen hat gegen einen türkischen (Alter: 42) und einen deutschen Staatsbürger (26) aus dem Rockermilieu und gegen zwei albanische Staatsbürger (34, 25) Anklage erhoben.

Im Wesentlichen wird den Männern die Einfuhr und das Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in erheblichem Umfang sowie Brandstiftung vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft geht es bei den Drogen hauptsächlich um Marihuana, aber auch vereinzelt um weitere Betäubungsmittel.

Alle Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen drei weitere Tatverdächtige wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Drogen und Waffen bei Razzia in Clubheim

Der Anklage waren umfangreiche, insbesondere auch intensiv geführte verdeckte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei vorausgegangen. So waren in dem Ermittlungsverfahren im April bei einer groß angelegten Razzia im Landkreis Sigmaringen, bei der im Clubheim eines Motorradclubs auch Spezialkräfte im Einsatz waren, etwa Rauschgift und Waffen beschlagnahmt worden.

Bereits im März war es den Ermittlern zudem gelungen, die beiden genannten albanischen Angeschuldigten festzusetzen. Die Männer waren auf frischer Tat beim Import von knapp 10 Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden mit einem Auto kontrolliert worden. Das Rauschgift wurde in einem professionell getarnten Schmuggelversteck aufgefunden.

Drogen von bester Qualität

Laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft handelte sich um Drogen von bester Qualität, die – so das Ergebnis der Ermittlungen – zum Transport in das Rocker-Clubheim im Landkreis Sigmaringen – und zum dort gesteuerten, gewinnbringenden Verkauf bestimmt waren.

Neben dem genannten Rauschgiftdelikt erstreckt sich die Anklage auf weitere Betäubungsmittelstraftaten in jeweils erheblichem Umfang sowie – insbesondere – auch auf die Brandstiftung an einem Auto, das am 12. November 2019 in Überlingen komplett ausgebrannt war.

Auto als Warnung angezündet

Auch insoweit geht die Anklage von einer Tat im Rockermilieu aus: Einem der Angeklagten wird die Täterschaft, einem weiteren die Anstiftung zu dem gemeingefährlichen Delikt vorgeworfen.

Das planmäßige, komplette Ausbrennen des Fahrzeugs in unmittelbarer Nähe eines Mehrfamilienhauses habe, so die Anklage, dem Adressaten zur Mahnung beziehungsweise zur Warnung dienen sollen, ausstehende Forderungen eines Dritten zu begleichen.

Ein Verhandlungstermin vor dem Hechinger Landgericht stehe noch nicht fest, da es bei dem Fall um eine Haftsache gehe und die Angeklagten in Untersuchungshaft sind, gelte laut Staatsanwaltschaft der Beschleunigungsgrundsatz, wonach eine Verhandlung zeitnah stattfinden soll.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war von 10 Kilogramm Kokain die Rede. In die Pressemeldung hatte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Fehler eingeschlichen. Richtig ist: Es handelte sich um knapp 10 Kilogramm Marihuana. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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