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Dormettingen

Dormettinger besichtigen den Schieferbruch und erfahren Wissenswertes über Rekultivierung

24.07.2019

Dormettinger besichtigen den Schieferbruch und erfahren Wissenswertes über Rekultivierung

© Privat

Die rund 60 Teilnehmer der Exkursion vor dem neuen Bagger.

Der alte Schieferbruch soll jetzt rekultiviert werden. Rund 60 Dormettinger nahmen kürzlich den Bruch genau unter die Lupe. Veranstalter war der Arbeitskreis Freizeit und Kultur.

Zu einem abendlichen Spaziergang durch den neu aufgeschlossenen Ölschieferbruch sowie durch die zur Rekultivierung anstehende ehemalige Abbaufläche hat der Dormettinger Arbeitskreis Freizeit und Kultur eingeladen. Zur exklusiven Führung durch das Ölschieferbruchgelände begrüßten Bürgermeister Anton Müller sowie Holcim Werksleiter Dieter Schillo rund 60 Dormettinger Bürger.

Bagger vermeidet Sprengungen

Fasziniert war die Gruppe von der Größe des neuen Baggers, der von Holcim angeschafft worden ist, um Sprengungen zu vermeiden, solange in direkter Nähe zur Gemeinde abgebaut wird. Pressesprecherin Sabine Schädle erläuterte, dass Holcim damit auch einer expliziten Forderung der Gemeinde nachgekommen ist.

Der Motor des gelb leuchtenden Komatsu-Baggers bringt eine Leistung von 786 PS und leistet 1.800 Umdrehungen pro Minute. Die Baggerschaufel fasst 7,5 Tonnen Ölschiefer. Der Meister im Ölschieferbruch, Matthäus Bliestle erzählte den interessierten Gästen vom Arbeitsablauf im Steinbruch und stellte sein Team vor.

Wissenwertes über den Posidonienschiefer

Dass der 180 Millionen Jahre alte Ölschiefer in der Wissenschaft als Posidonienschiefer bekannt ist, erläuterte die Geologin und Paläontologin Dr. Annette Schmid-Röhl. Er ist benannt nach der kleinen Muschel „Posidonia“ – heute auch Bositra genannt - die meist nur 0,5 bis einen Zentimeter groß wurde und die vor allem in den obersten Schichten des Schiefers massenhaft vorkommt. Man hat dort bis zu 20.000 Muscheln pro Quadratmeter gezählt.

Nach einer ersten Fragerunde rund um den Ölschieferabbau, die Pressesprecherin Sabine Schädle moderierte, begaben sich die interessierten Gäste auf die andere Seite der Kreisstraße zu den Rekultivierungsflächen. Hier erläuterte Hans Offenwanger vom Büro für Landschaftsplanung und Naturschutzplanung AG.L.N. den komplizierten Wiederaufbau einer Rekultivierungsfläche, die verschiedenen Anforderungen wie landwirtschaftlicher Nutzung, Erholung und Naturschutz zu dienen hat.

Dank an den Arbeitskreis Freizeit und Kultur

Nach zweieinhalbstündiger Führung und einer umfassenden Schlussdiskussion dankte Bürgermeister Anton Müller den Teilnehmern aller Altersgruppierungen für ihr großes Interesse und ihre rege Beteiligung in den Fragerunden. Er stellte fest, dass der Arbeitskreis Freizeit und Kultur mit diesem Angebot wieder einmal ein gutes Gespür für Themen, die Dormettingen interessieren, bewiesen hat. Der Bürgermeister bedankte sich beim Holcim-Team für die kurzweilige Führung und die anschaulichen Erklärungen.

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