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Meßstetten

Die Zahl der Straftaten ist in Meßstetten deutlich zurückgegangen

10.05.2019

Von Volker Schweizer

Die Zahl der Straftaten ist in Meßstetten deutlich zurückgegangen

© Polizei

Weniger Straftaten und mehr Aufklärung – so präsentiert sich die Kriminalstatistik für das Jahr 2018.

Meßstetten sei eine sehr sichere Stadt, betonte Harald Fritz, der Leiter des Polizeipostens, der im Gemeinderat die Kriminalitätsstatistik 2018 vorstellte

Sein Bericht fiel erfreulich aus. Mit 284 Delikten ist die Zahl der Straftaten deutlich zurückgegangen. 2017, im letzten Betriebsjahr der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge (Lea), waren es noch 618. Nach der Eröffnung der Einrichtung schnellte die Zahl im Jahr 2015 auf 874 hoch. 2016 wurden 751 Straftaten verübt, 2017 noch 618.

Zahlen pendeln sich ein

„Die Zahlen pendeln sich wieder ein“, freute sich der Polizeichef. Er betonte aber auch, dass der Anstieg im Jahr 2017 nicht nur auf die Asylbewerber zurückzuführen war. Froh zeigte er sich darüber, dass ein Täter einer Jugendgruppe aus Meßstetten, die im ganzen Landkreis, aber auch in Albstadt, Reutlingen und in Stuttgart Straftaten verübt hat, mittlerweile festgenommen werden konnte. Die Aufklärungsquote stieg von 40,6 Prozent (2017) auf 62,3 Prozent. „Ladendiebstähle ohne Täter schlagen nicht mehr zu Buche“, nannte Harald Fritz als Grund.

Rückgang im Bueloch

Die meisten Straftaten wurden im Kernort verübt: 137. Im Bueloch ist die Zahl von 39 auf 21 zurückgegangen, in Hartheim von sieben auf sechs, in Hossingen von neun auf sechs, in Oberdigisheim von elf auf sieben und in Tieringen von 13 auf acht. Unterdigisheim fällt etwas aus dem Rahmen, dort stehen neun Delikte zu Buche, zwei mehr als 2017. Heinstetten meldet wie im Vorjahr acht Straftaten. Außerdem zählten die Polizisten 28 Taten ohne genauen Tatort.

Viele Diebstähle

Deutlich gesunken ist die Zahl der Tatverdächtigen, und zwar von 248 im Jahr 2017 auf 159 im vergangenen Jahr. 116 von ihnen waren Erwachsene – 117 Männer und 42 Frauen –, 22 Heranwachsende, 15 Jugendliche und sechs Kinder. Den größten Anteil machten mit 35 Prozent die Diebstähle ohne erschwerenden Umstände aus. Es folgten mit 29 Prozent die Vermögens- und Fälschungsdelikte, die Delikte aus dem Bereich strafrechtlicher Nebengesetze mit 13 Prozent, die sonstigen Straftatbestände wie Beleidigung und Sachbeschädigung mit zwölf Prozent, die Rohheitsdelikte und die Delikte gegen die persönliche Freiheit mit sieben Prozent und die Diebstähle unter erschwerenden Umständen mit zwei Prozent. Außerdem weist die Statistik sechs Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aus. Eine Straftat gegen das Leben musste die Polizei nicht registrieren.

Kriminalitätsbelastung sinkt

Was die Kriminalitätsbelastung – berechnet auf 100 000 Einwohner – angeht, wirkte sich die Lea noch ein kleinwenig aus. Sie lag aber mit einem Wert von 2689 nicht mehr höher als die vom Land (5191) und dem Kreis (3416). 2015 wies die Statistik für Meßstetten noch einen Wert von 7751 aus, 2016 waren es 5930 und 2017 5726.

Weniger Unfälle

Kurz listete der stellvertretende Postenleiter Sven Groß die Unfallzahlen auf. 60 Mal hat es gekracht. Dabei gab es sechs Schwer- und 26 Leichtverletzte. 2017 wurden 85 Unfälle gezählt. Wirkung zeigt die Ampel in der Ortsdurchfahrt. Groß hofft, dass der Kreisverkehr dazu beiträgt, einen weiteren Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Als positiv wertet er auch die Einführung des Gemeindevollzugsdienstes. Dadurch sei die Parksituation im Bueloch nicht mehr so chaotisch.

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