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Geislingen

Die Themen schreibt das Leben: Der Geislinger Rainer Haak feiert Jubiläum in der Bütt

14.02.2020

Von Claudia Renz

Die Themen schreibt das Leben: Der Geislinger Rainer Haak feiert Jubiläum in der Bütt

© Wolfgang Renz

So kennen und lieben ihn die Geislinger: Rainer Haak alias „Schwenzle" in der Bütt.

Die Prunksitzung am Samstag ist für Rainer Haak eine ganz besondere. Der Geislinger Fasnetsnarr, der den Spitznamen „Schwenzle“ trägt, hält seine 25. Büttenrede. Die soll natürlich ein Kracher werden.

Die Liste der Büttenredner bei den Geislinger Prunksitzungen in den vergangenen knapp 60 Jahren ist lang.

Originelle, gepfefferte Büttenreden vom damaligen Bürgermeister Siegfried Ginter, Julius Beiter und Willi Schneck im Jahr 1962 beim ersten Bürgerball mit Prunksitzung begeisterten damals fast 700 närrische Geislinger.

Viele weitere unverwechselbare Urgesteine belebten seither die Sitzungen in der Bütt. Einer davon ist Rainer Haak, der seine erste Rede verfasste er, als er im Jahr 1989 mit seiner Frau Karin als NZG-Prinzenpaar fungierte.

Am Samstag hält er die 25. Büttenrede

Da seine Prinzenrede ein echter Kracher wurde, kam der heute 58 Jahre alte HSV-Fan auf den Geschmack. Bei der Prunksitzung am 15. Februar präsentiert er dieses Jahr seine 25. Büttenrede.

Mit viel Herzblut und neuen Ideen packt Haak nach Dreikönig seinen Schreibblock aus und macht sich ans Werk. Seine Themen bescheren ihm das Leben. Humorvoll, nachdenklich, dramatisch und teilweise übertrieben holte er seine Zuhörer ins närrische Boot.

„Jeder soll wissen, um was es geht, ich komm‘ als Schwenzle, bin so wie ich bin, frei raus, kurz und knackig“, kündigt er jede Rede an.

Ehefrau Karin fiebert mit

Wie ihr Mann tickt, weiß keine besser als seine Frau Karin, die ihm in allen Belangen zur Seite steht und bei seinen Auftritten mitfiebert und für seine Outfits zuständig ist.

Haak schlüpft in vielen Rollen

Der waschechte HSV-Fan und Clubchef des Geislinger Fanclubs schlüpfte schon in viele Rollen. So kämpfte er sich auf der Bühne als Boxer durchs Leben oder deckte als Stadtsheriff die kleinen und großen Sünden der Geislinger auf.

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Das Lampenfieber ist der Reiz und der Kitzel, der dazu gehört. Rainer Haak, Büttenredner

Die Highlights der vergangenen 25 Jahre spielen am Samstag in der Bütt natürlich eine Rolle. Büttenredner „Schwänzle"

Als Fußballfan, Schützenkönig, Eskimo oder Rössle-Geist machte er seine Auftritte unverwechselbar. Natürlich soll seine Jubiläumsbütt dieses Jahr auch ein echter Kracher werden. Darin werden die „Highlights der letzten 25 Jahre“ vielleicht auch eine Rolle spielen, verspricht der Fasnetsfan.

Ob da sein spektakulärer Einsatz mit dem Brecheisen im Flugzeug oder Episoden von der Reeperbahn dabei sein werden, verrät er natürlich noch nicht.

Rede ist jetzt fertig

Fakt ist jedoch, dass er erst vor wenigen Tagen den Stift weggelegt und seiner Rede den letzten Schliff verpasst hat. Nun hat der passionierte Büttenredner noch ein paar Tage Zeit zum Durchatmen.

Doch wie jedes Jahr steigt die Nervosität in den letzten Tagen stetig an und das Lampenfieber wächst. „Das ist der Reiz und der Kitzel, der dazugehört“, sagt Haak lachend.

Das Lampenfieber steigt

„Die Aufregung wird am Samstag vor meinem Auftritt mit Sicherheit nochmals anwachsen“, weiß Rainer Haak aus der Vergangenheit. Doch wenn seine Auftrittsmusik gespielt wird und ihn das närrische Publikum mit Freude empfängt, zählt für „Schwenzle“ nur noch eines: Er möchte mit seiner 25. Büttenrede einen echten Kracher zu landen.

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