Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Stetten a.k.M.

Die Stettener Eltern können 15 verschiedene Bausteine buchen

28.10.2019

von Gerd Feuerstein

Die Stettener Eltern können 15 verschiedene Bausteine buchen

© Gerd Feuerstein

Alleine für den Erweiterungsbau zwischen dem Haus der Begegnung und dem Kindergarten sowie für die Sanierung des Waschraumes waren Kosten von rund 275.000 Euro von der Gemeinde zu tragen.

Der Stettener Gemeinderat hat die Elternbeiträge für den Kindergarten leicht angehoben. Die neuen Tarife gelten ab Dezember. Eine weitere Anpassung dürfte wohl im Herbst 2020 folgen.

Mit der Entwicklung in den Stettener Kindergärten hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auseinandergesetzt. Dabei zeigten Bürgermeister Maik Lehn und die Kindergartengeschäftsführerin der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden in Sigmaringen, Ina Brehm, dem Gremium die aktuellen Entwicklungen in den Stettener Kindergärten auf.

Wichtigster Beschluss für die Eltern: Die Gebühren werden ab dem 1. Dezember diesen Jahres geringfügig angehoben. Anhand ausgeklügelter Tabellen erläuterte Ina Brehm zunächst die aktuelle Situation in den Stettener Kindergärten. Sie machte deutlich, dass der vom Kultusministerium vorgezogene Einschulungstermin auf den 30. Juni (früher 30. September) die bisherige Kindergartenplanung „natürlich beeinflusse“. Dennoch halte die Gemeinde momentan genügend Plätze vor, um alle drei- bis sechsjährigen sowie 50 Prozent der zwei- bis dreijährigen Kinder unterzubringen.

Wartezeiten halten sich in Grenzen

Zwar führten nicht planbare Zuzüge von Familien während des Jahres auch teilweise zu Wartezeiten, doch hielten sich diese in der Heuberggemeinde wirklich in Grenzen. Zähle man nur die Regelkinder (drei- bis Sechsjährige), so wären in den drei Stettener Kindergärten deutliche Überkapazitäten vorhanden. Doch bekanntlich beanspruchten die unter dreijährigen Kids jeweils doppelte Plätze, so dass meist eine Vollbelegung gegeben sei.

Die Stettener Eltern können 15 verschiedene Bausteine buchen

© Gerd Feuerstein

Der Ausbau von Dachgeschoss und Dachspitz sowie die Sanierung des Westgiebels am Frohnstetter Kindergarten kostete die Gemeinde rund 127.000 Euro.

Bürgermeister Maik Lehn monierte das Vorziehen des Einschulungstermins weil dies viele Kommunen vor immense Herausforderungen stelle. Ebenso beklagte das Gemeindeoberhaupt die hohen Standards, die im Ländle hinsichtlich des Betreuungsschlüssels gelten würden: „Würde man sich da an Bayern anpassen, würde dies die Kapazitäten in den Kindergärten enorm erhöhen“. Vor dem Hintergrund des höheren Betreuungsschlüssels sei der Ausbau des Dachspitzes in Frohnstetten, die richtige Entscheidung gewesen, sagte er.

Geburtenrate geht wieder zurück

Während Lehn vor zwei Jahren noch die „höchst erfreuliche Entwicklung bei der Geburtenrate“ hervorgehoben hatte, gehe diese - wie er sagte - inzwischen wieder deutlich zurück. So waren im Zeitraum vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019 nur noch 33 Geburten zu verzeichnen, während im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor noch 56 Kinder das Licht der Welt erblickt hatten.

Die Stettener Eltern können 15 verschiedene Bausteine buchen

© Gerd Feuerstein

Ina Brehm von der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden in Sigmaringen stand den Räten in Sachen Kindergartenentwicklung Rede und Antwort. Mit im Bild sind (von links): Kämmerer Ermilio Verrengia und Bürgermeister Maik Lehn.gfe/Bilder: Feuerstein

Das war auch Daniel Sauter (FW) aufgefallen, der die Fragen aufwarf, ob man sich eines Tages wieder Gedanken machen müsse, eine Gruppe zu schließen. Eher käme wohl in Frage, künftig mehr einjährige Kinder aufzunehmen, antworte Ina Brehm, weil Eltern zunehmend dazu neigten, ihre Kinder früher in den Kindergarten zu bringen. In einem weiteren Schritt legte das Gremium die neuen Elternbeiträge für das bereits laufende Kindergartenjahr fest.

Gemeinde hat viel investiert

Obwohl diese gegenüber den Vorjahren leicht angehoben werden, decken die Gebühren nur einen sehr geringen Teil der tatsächlichen Kosten, wie in der Sitzung betont wurde. „Nach Abzug sämtlicher Zuwendungen hatte die Gemeinde alleine im Jahr 2018 insgesamt 555.000 Euro Abmangel für den Betrieb der drei Kindergärten zu tragen“, sagte Bürgermeister Maik Lehn.

Gleichzeitig erinnerte er an die hohen Investitionen, die in den letzten Jahren in Ausbau und Modernisierung der drei Kindergärten geflossen waren, und die sich auf rund 455.000 Euro summiert hatten. Vor diesem Hintergrund war sich das Gremium einig, der moderaten Anhebung der Elternbeiträge einhellig zuzustimmen.

So bezahlen Eltern, um ein Beispiel zu nennen, im Regelkindergarten ab Dezember 130 Euro anstatt wie bislang 124 Euro. Die Ganztagesbetreuung kostet 323 anstatt wie bisher 310 Euro. Für Krippenkinder fallen Gebühren in Höhe von 305 Euro an. Bislang sind es 292 Euro.

Diesen Artikel teilen: