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Balingen

Die Sportanlagen auf dem Längenfeld werden saniert – doch Anwohner fürchten Lärm und Licht

13.11.2019

Von Nicole Leukhardt

Die Sportanlagen auf dem Längenfeld werden saniert – doch Anwohner fürchten Lärm und Licht

© Pascal Tonnemacher

Das Sportgelände auf dem Längenfeld wird für gut 2,3 Millionen Euro saniert. Die Anlagen aus den Sechzigern sind nicht mehr zeitgemäß. Doch Anwohner fürchten nun den kommenden Lärm und das Flutlicht.

Die Räte des Technischen Ausschusses gaben am Mittwochabend grünes Licht: Die Sportanlagen auf dem Längenfeld sollen für 2,31 Millionen Euro saniert werden. Unter den Zuschauern waren bei der Sitzung auch Anlieger – sie begeistert die Aussicht auf Flutlicht und Spielbetrieb eher weniger.

Ein unverfüllter Kunstrasenplatz, eine Laufbahn und Beachvolleyballfelder – wenn die Baumaßnahmen abgeschlossen sein werden, ist auf dem Balinger Längenfeld ein zeitgemäßes Sportzentrum entstanden, das nicht nur den Schulen dort, sondern auch dem SV Heselwangen und der Balinger TSG Raum fürs Training bieten soll.

„Der Platz ist seit vielen Jahren ungenutzt“, betonteTiefbauamtsleiter Markus Streich bei seiner kurzen Vorstellung. Damit soll bald Schluss sein. Die Räte sprachen sich einhellig für den Baubeschluss aus. An den Kosten in Höhe von 2,31 Millionen beteiligt sich auch das Bundesinnenministerium mit bis zu 45 Prozent. „Die Zusage ist da, allein die Höhe des Förderbetrags wissen wir noch nicht“, erklärte Oberbürgermeister Helmut Reitemann am Mittwochabend.

Anwohner fürchten Beeinträchtigungen

Doch den Räten – und den Anliegern, die der Diskussion von den Besucherbänken aus folgten – machten weniger die Kosten als die Konsequenzen Sorgen. Leah Konzen (Die Grünen) wollte wissen, wo die Sportler parken sollen und regte an, wenigstens zusätzliche Fahrradstellplätze zur Verfügung zu stellen. „Der Platz ist primär für die Schule gedacht“, hielt Reitemann indes fest. „Mehr als 30 Spieler auf einmal werden dort nicht anzutreffen sein“, erklärte auch Balingens Baudezernent Michael Wagner und erinnerte im gleichen Zug daran, dass der Platz eingezäunt sei. „Das ist kein privater Bolzplatz.“

Wie hell darf‘s sein?

Dr. Dietmar Foth (FDP) sprach ein weiteres Thema an – die geplanten Flutlichtmasten. Ob vier oder sechs an der Zahl ist noch offen. „Für die gibt es ein eigenes Genehmigungsverfahren“, erläuterte Wagner. Jedes der umliegenden Gebäude Blick aufs Feld werde untersucht, versprach er und betonte: „Wir wollen möglichst wenig Streulicht.“ Er gehe davon aus, dass die Anlage keine maßgebliche Beeinträchtigung für die Nachbarn darstelle, zumal der Trainingsbetrieb um 22 Uhr beendet sein müsse.

Und dies sei schließlich auch ein Garant dafür, dass die Lärmbelastung durchs Training nicht auf ein untragbares Maß ansteige. „Wir fühlen uns der Nachbarschaft verpflichtet“, unterstrich Wagner. Schließlich wolle die Verwaltung auch den Ballfang so gestalten, dass er möglichst leise ist.

So recht glauben wollte dies Georg Seeg (SPD) jedoch nicht. „Wir dürfen den Lärm nicht unterschätzen“, warnte er und wies darauf hin, dass die Spieler entweder selbst mit dem Auto oder eben mit dem Mama-Taxi aufs Längenfeld kämen. „Da wird es Proteste geben“, so seine Mahnung. Dem Baubeschluss stimmte das Gremium letztlich dennoch einstimmig zu.

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