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Handball

Dezimierte Schwaben: „Jung-Gallier“ empfangen Ortenau-Klub

13.02.2020

Von Larissa Bühler

Dezimierte Schwaben: „Jung-Gallier“ empfangen Ortenau-Klub

© Zink

Am vergangenen Wochenende setzte sich der HBW 2 gegen den HC Erlangen 2 durch. Nun geht es erneut gegen ein Team aus der unteren Tabellenhälfte.

Vor dem Duell mit dem TV Willstätt sieht es personell nicht optimal aus für den HBW Balingen-Weilstetten 2.

Mittlerweile hat der HBW Balingen-Weilstetten 2 Rang drei zurückerobert. Den wollen die Schwaben nun auch am Sonntag (17 Uhr, SparkassenArena) gegen den zwölftplatzierten TV Willstätt verteidigen.

Rochaden beim Gegner

Während es beim HBW 2 kurz nach dem Jahreswechsel etwas hakte, herrschte in Willstätt in den Monaten zuvor viel Unruhe. Nach einem enttäuschenden Saisonstart mit 1:11 Zählern reagierten die Verantwortlichen früh, trennten sich von Coach Marco Schiemann.

Interimsweise übernahmen der Sportliche Leiter Rudi Fritsch und Fredy Beker das Kommando. Mitte November gaben die Verantwortlichen dann bekannt, dass Ole Andersen ab Januar das Amt des Übungsleiters bekleiden wird. Der coachte zu diesem Zeitpunkt noch den Oberligisten SG Köndringen/Teningen, wurde jedoch eine Woche nachdem sein Wechsel zum TVW öffentlich geworden war, bei der SG entlassen.

Stürmische Zeiten in der Ortenau

Doch auch bei Willstätt kehrte nach der Trainerentscheidung alles andere als Ruhe ein. So trennten sich nun die Wege des TVW und Rückraumspieler Jan Lennart Beering, der erst im Sommer von Köndringen/Teningen gekommen war. Ein Grund für dessen Abgang bei der SG soll auch Andersen gewesen sein – also genau der, der nun wieder sein Trainer in Willstätt werden sollte.

Für Beering keine Option, es folgte der Bruch zwischen Spieler und Verein. Der TVW warf dem Linkshänder mannschafts- und vereinsschädliches Verhalten vor. Beering sah das anders: „Ich war fair und transparent und habe frühzeitig deutlich gemacht, dass ich nicht unter Ole Andersen noch mal spielen werde.“

Willstätt zuletzt im Aufwind

Der ehemalige Juniorennationalspieler war also wieder weg, zwei neue Linkshänder wurden dafür verpflichtet. Zum einen kam Petar Bubalo von Olympiacos SFP (Griechenland) hinzu, von der insolventen SG Nußloch wechselte mit Adrian Fritsch der Sohn des Sportlichen Leiters zum TVW.

Das Duo hat sich gut eingelebt und auch Andersen findet sich beim TVW wieder gut zurecht. Zwar gab es erst einen Pflichtsieg gegen den TSV Blaustein, aber auch schon zwei Unentschieden gegen Pfullingen und Pforzheim. Nur gegen Horkheim unterlag der TVW knapp.

Dezimierter HBW 2-Kader

„Das ist fast die optimale Ausbeute“, sagt auch HBW 2-Trainer André Doster. „Sie sind im Aufschwung – und so wie ich den Trainerkollegen kenne, will er nun weiter gewinnen.“ Der Balinger Kommandogeber warnt vor einem sehr ernstzunehmenden Gegner. Den hat sein Team in der Hinrunde mit 23:22 besiegt, seither habe Willstätt nun aber ein Upgrade erfahren, so Doster.

Der hat mit Personalsorgen zu kämpfen. Einige Spieler fehlten im Training; Mario Ruminsky und Moritz Strosack waren mit der ersten Mannschaft unterwegs. Zudem spielt die A-Jugend am Sonntag in Gummersbach. „Die Woche war holprig, es ist schon eng. Aber wir sind trotzdem Favorit“, so Doster.

Verstärkung aus dem Nachwuchs

Derweil belibt der HBW 2 sich treu und setzt bei der Planung der kommenden Saison weiter auf die Jugend: Nachdem bereits drei Nachwuchskräfte aus der erfolgreichen Bundesliga-A-Jugend mit Verträgen für die 3. Liga ausgestattet worden sind, folgen nun zwei weitere Jugendspieler: Valentin Mosdzien und Tim Hildenbrand. Ersterer gehört schon in dieser Runde zum erweiterten Drittliga-Kader, Hildenbrand beerbt Moritz Strosack.

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