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Fußball

Lokalkampf im WFV-Pokal: Kickers-Tage für die TSG Balingen starten in Stuttgart

01.10.2019

Von Marcel Schlegel

Lokalkampf im WFV-Pokal: Kickers-Tage für die TSG Balingen starten in Stuttgart

© Moschkon

Das richtungsweisende Regionalliga-Duell mit dem Bahlinger SC verlor die TSG Balingen am Freitagabend mit 0:2. Am Mittwoch geht es im WFV-Pokal bei den Stuttgarter Kickers weiter.

Zum Achtelfinalspiel-Derby gastiert Regionalligist TSG Balingen am Mittwochabend (19 Uhr, Gazi-Stadion) beim Oberligisten SV Stuttgarter Kickers.

In der Liga läuft es nicht rund, da könnte der Pokal gerade recht kommen. „Wir freuen uns auf das tolle Stadion, den hochkarätigen Gegner und wollen im WFV-Pokal eine Runde weiterkommen“, sagt Balingens Trainer Ralf Volkwein.

Willkommene Abwechslung

Die dezente Vorfreude auf das Württemberg-Derby in Degerloch verwundert aus zwei Gründen: Zum einen war Volkwein seit dem Regionalliga-Aufstieg nie ein großer Fan der Doppelbelastung aus Liga und Pokal gewesen. Zum anderen stellt sich die personelle Situation bei den Schwaben unverändert dürftig dar, sodass eben diese Zweifachbelastung selbst doppelt schwer wiegen dürfte.

Heißt: Was gut für den Kopf sein könnte, ist schlecht für die Beine. Und damit für Offenbach, den Ligabetrieb und den Abstiegskampf, in dem sich die TSG nach gut einem Drittel der Saison befindet. „Personell kommt uns das Spiel sehr ungelegen“, ergänzt dann auch Volkwein, der am Abend auf der Waldau weitgehend jene Elf wird aufbieten müssen, die am Samstag das Schlüsselspiel gegen den Bahlinger SC und den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen mit 0:2 verlor.

Kaum Alternativen

Eine Elf, in der vor allem offensiv Leistungsträger Patrick Lauble (trainiert wieder leicht) vermisst wird. Immerhin kehrt Matthias Schmitz nach seiner Gelbsperre wieder zurück, während Innenverteidiger-Kollege Jonas Vogler (Knie) auszufallen droht. Eine Elf, in der jene Stützen, auf denen sich in der sportlich schweren Phase alle Last entlädt, teils geschlaucht wirken. Eine davon ist der Kapitän Nils Schuon, der nun erneut dreimal binnen einer Woche mindestens über 90 Minuten gehen muss.

„Wir sind angeschlagen, aber werden laufen, soweit uns die Füße tragen“, verspricht der Leitwolf, dessen Rudel bisher nur streckenweise seine Regionalliga-Tauglichkeit beweisen konnte. Aber: Dass die TSG in der vierten Liga mithalten kann, bewies sie stets auswärts. Denn alle sieben Punkte holte Balingen in der Fremde. Entsprechend sagt Routinier Lukas Foelsch zum heutigen Kickers-Spiel: „Wir müssen weitermachen – vielleicht ist es ganz gut, dass wir nun zwei Auswärtsspiele haben.“

Die Stuttgarter Kickers stiegen 2018 überraschend in die Oberliga ab, wurden in der vergangenen Runde Vizemeister und kämpfen nun als Tabellenzweiter mit Göppingen um die Spitze. Während die TSG sich im Pokal bisher schwertat, gegen unterklassige Gegner zweimal in die Verlängerung musste, kegelten die Kickers im Drittrunden-Match mit dem VfR Aalen schon mal einen nominell favorisierten Regionalligisten aus dem Wettbewerb (2:1).

Auch deshalb sagt Volkwein: „Für mich ist das ein Fünfzig-Fünfzig-Spiel, ein Derby ohne einen Favoriten. Zumindest sind wir das nicht.“ Doch auch die Kickers verpatzten die Generalprobe für das Pokal-Derby: Gegen den FC Nöttingen setzte es eine 1:3-Heimniederlage. Damit verpassten die „Blauen“ auch den Sprung auf Rang eins. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel jetzt gleich vor der Brust haben. Niederlagen sind ekelhaft, deshalb ist es gut, dass wir am Mittwoch schon wieder ran dürfen“, sagt Kickers-Spieler Malte Moos.

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