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Meßstetten

Der Tag nach dem Großbrand in Meßstetten: Lagerhalle liegt in Schutt und Asche

12.02.2020

Von Gudrun Stoll

Der Tag nach dem Großbrand in Meßstetten: Lagerhalle liegt in Schutt und Asche

© Gudrun Stoll

Am Mittwochvormittag löschte die Feuerwehr Glutnester.

Am Tag nach dem verheerenden Brand einer Lagerhalle im Lautlinger Weg in Meßstetten zeigt sich das ganze Ausmaß der Zerstörung. Die ehemalige Tennis- und Squashhalle, die von einem Tierfutterhändler als Lager für seine Produkte genutzt wurde, liegt buchstäblich in Schutt und Asche.

Der Sachschaden geht vermutlich in die Millionenhöhe, teilte am Dienstag die Reutlinger Polizei in einer ersten Bilanz mit. Doch zur Erleichterung der Meßstetter und aller Einsatzkräfte hat es keine Verletzten gegeben.

Passanten bemerken Brand

Wie bereits ausführlich berichtet, dürfte der Brand am Dienstagabend kurz vor 20 Uhr ausgebrochen sein. Passanten hatten bemerkt, dass die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Feuer gefangen hatte.

Sie verständigten umgehend den Geschäftsführer der Firma, der zu diesem Zeitpunkt in seinem Büro arbeitete und von dem sich anbahnenden Unglück am anderen Ende des Gebäudes nichts bemerkt hatte. Erste eigene Löschversuche seien fehlgeschlagen, weshalb umgehend die Feuerwehr verständigt wurde, schildert die Polizei das Geschehen.

Da war nichts zu retten

Da sich rasch ein Großbrand abzeichnete, wurden sämtliche Abteilungen der Feuerwehr Meßstetten alarmiert. Die Halle sei nicht zu retten gewesen, erläuterte Stadtbrandmeister Rolf Smolle am Morgen nach dem Brand die Einsatzstrategie.

Die Feuerwehr habe sich darauf konzentriert, ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser zu verhindern – in unmittelbarer befindet sich auch das Schulzentrum. Die Gasleitung, die zum Schulzentrum führt, wurde vorsorglich geschlossen und am Mittwochmorgen auf Schäden kontrolliert.

Spraydosen explodieren

Die Einsatzkräfte evakuierten vorsorglich zwei Wohnhäuser, der Rettungsdienst kümmerte sich um einen betagten Anwohner, dem das Geschehen sehr zu Herzen ging. Trotz des starken Windes und des Funkenflugs brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.

Fotostrecke
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Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Picasa

Impressionen von den Aufräumarbeiten.

© Gudrun Stoll

Die Halle selbst brannte mit den darin befindlichen Tierfutter- und Verpackungsmaterialien nieder. Einige hundert Meter durch die Luft und selbst auf Hausdächer flogen Spraydosen, die mit einem lauten Knall explodierten. Sie waren mit Bekämpfungsmitteln gegen Milben und Insekten befüllt.

Keine toten Hühner

Verletzt wurde niemand, auf dem Hof der Familie Schempp schmolzen jedoch aufgrund der hohen Hitze Rolläden, bildeten sich in den Fensterscheiben Risse.

Die Meldung, dass in eine Stall 20 Hühner verendet seien, hat sich als falsch erwiesen. „Der Hahn kräht und die Hühner gackern“, berichtete der Besitzer des Federviehs erleichtert. Er verfolgte am Mittwochmorgen mit vielen Meßstettern die Lösch- und Aufräumarbeiten.

Lob für gute Arbeit

Stadbrandmeister Rolf Smolle zeigte sich im Gespräch mehr als erleichtert, dass der Großeinsatz gemeistert wurde, dies ohne Verletzte.

Dass die Meßstetter und die zur Überlandhilfe aus Albstadt angerückten Feuerwehraktiven sehr gute Arbeit geleistet haben, bestätigt Kreisbrandmeister Stefan Hermann. Insgesamt standen 140 Feuerwehrleute, über 25 DRK-Rettungskräfte, sowie mehrere Streifenbesatzungen im Einsatz.

Überlandhilfe greift

Die Ebinger waren mit einem Spezialfahrzeug angerückt, in welchem 2000 Meter Schlauch lagern. Diese wurden benötigt, um für die Löscharbeiten einen Ring zu bilden. Angezapft wurde im Prinzip jede zur Verfügung stehende Wasserstelle im Kernort.

Die Tailfinger Wehr war mit dem Abrollwagen Atemschutz vor Ort. Gute Dienste leistete auch der ELW-2 des Landkreises. Dabei handelt es sich um ein mobiles Einsatzlagezentrum.

Glutnester in rauchender Ruine

Nach und nach rückten am Mittwochmorgen die Einsatzkräfte ab. Ralf Smolle behielt die Abteilung Meßstetten vor Ort. Mit Hilfe eines Baggers wurde in der rauchenden Ruine nach Glutnestern gesucht, die auseinandergezogen und gelöscht wurden. Für Aufräumarbeiten stand auch der Bauhof der Stadt in Wartestellung.

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