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Albstadt

Der Schwäbische Albverein kam 1894 nach Lautlingen

11.04.2019

Von Ralph Conzelmann

Der Schwäbische Albverein kam 1894 nach Lautlingen

© Horst Schweizer

Die aktuelle Vorstandschaft (von links): Peter Koller, Vorsitzende Snezana Kling, Claudia Weiß, Ursula Widmann und Heinz Leibold. Nicht auf dem Foto: Frank Otterbach.

Die Albvereins-Ortsgruppe Lautlingen wird 125 Jahre alt. In deren Reihen sind im Jubiläumsjahr nur noch 55 Mitglieder.

Im Jahr 1894 gründete der damalige Dekan Berg den Lautlinger Albverein, Vertrauensmann war Kronenwirt Sebastian Alber. Die eigentliche Gründung der Ortsgruppe erfolgte 1910 durch Franz Mayer, Schultheiß; Johann Fauler zum Lamm; Gerold Huber zum Rad; Sebastian Alber zur Krone; Xaver Schemminger, Landwirt; Franz Konrad, Verw. Kandidat; Otto Bodenmüller, Verw. Kandidat; Josef Nufer, gräflicher Forstwart; Tiburt Mey, Hilfswärter; Karl Hagmaier, Forstwart; Max Kopf, Pfarrverweser; Johann Hornung, Schultheiß Margrethausen und Pfarrer Wilhelm Jacob.

Regelmäßig wurden Jahresversammlungen und Wanderungen abgehalten. Ein Höchststand bei den Mitgliedern konnte 1922 mit 15 Personen verzeichnet werden.

Ab 1954 mit Jugendgruppe

„Als Pfarrer Pfeffer Mitglied wurde, verbesserte er mit interessanten Vortragsreihen über Früh- und Ortschronik und Heimatgeschichte das Programm im Lautlinger Albverein, auch steht er zum Wohle des Vereins diesem mit Rat und Tat zur Seite“, ist im Protokollbuch vermerkt. 1933 übernahm Karl Mey als Vertrauensmann die Geschicke des Vereins.1946 wurde der Lautlinger Albverein eine Untergruppe von Ebingen. Als nach und nach Mitglieder aus der Gefangenschaft heimkehrten, fand 1948 wieder eine Jahresversammlung statt. Max Müller wurde zum ersten Nachkriegs-Vertrauensmann gewählt.

Am 27. März 1954 erfolgte die Gründung einer Jugendgruppe, Jugendleiter ist Georg Braungardt. Zahlreiche Wanderungen, Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen zeugen von einer regen Jugendgruppe. 1959 verzeichnete die Ortsgruppe mit 80 Mitgliedern einen neuen Rekord. 1973übernahm Max Müller die Führung als Vertrauensmann, ihm folgte 1976 Karl Warth. 1978 begann der Bau des Vereinsheimes im Gesindehaus, die Einweihung war im selben Jahr. 1983 war die Instandsetzung vom Hardtbrünnele.

Gesindemarkt als Alleinstellungsmerkmal

Beim 90-jährigen Jubiläum im November 1984 wurde auch das zehnjährige Bestehen der Volkstanzgruppe gefeiert. 1986 wurde Georg Braungardt Vertrauensmann, die Ortsgruppe beteiligte sich am ersten Lautlinger Dorffest. 1991 wurde Paul Müller zum Vertrauensmann gewählt, ihm folgte 2002 für acht Jahre Ursula Wichmann, dann Helga Reinauer bis zu ihrem Tod 2016. Seither ist Snezana Kling an vorderster Stelle federführend. In ihrem Team sind Stellvertreter und Schriftführer Peter Koller, Kassier und Mitgliederverwalter Frank Otterbach, Wegewart Heinz Leibold und die Beisitzer Claudia Weiß und Ursula Widmann.Obwohl die Ortsgruppe ihren handwerklichen und künstlerischen Aufgaben und Förderung der schwäbischen Volkskultur stets weiter nachgegangen ist, so auch mit dem sieben Mal durchgeführten Gesindemarkt mit Alleinstellungsmerkmal, ging die Mitgliederzahl kontinuierlich auf 55 Personen zurück.

Schöne Erinnerungen

Viele erinnern sich an erfolgreiche Zeiten mit Singabenden, Fasching, Weihnachtsfeiern oder Wanderungen mit reger Teilnahme zurück. Die Ortsgruppe mit ihrem 2015 komplett sanierten schmucken Vereinsheim pflegt und unterhält durch Wegewart Heinz Leibold rund 30 Ruhebänke auf Lautlinger Gemarkung und den Traufgangweg zur Hossinger Leiter.

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