Den Garten erleben und schmecken

07.06.2024

Den Garten erleben und schmecken

© Hubert Siegler

Garten mit Gemüse, Kräutern und Blumen

Jetzt im Juni sind Blumenbeete, Balkonkästen und andere Gefäße bepflanzt – die ersten Gemüsearten, Kräuter und Beeren sind schon erntereif.

Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und Marienkäfer tummeln sich vor allem in naturnah bewirtschafteten Gärten, da sie hier Unterkunft und Nahrung finden. So lässt sich der Garten genießen – und zwar mit allen Sinnen.

Vielfalt im Nutzgarten

Gemüse- und Kräuterbeete haben ebenso ihren Platz wie Beerensträucher und zumindest kleine Obstbäume. Obstspaliere können zugleich Abgrenzung von Beeten und lebende Zäune sein. An Wänden und Pergola ranken Tafeltrauben, Brombeeren oder Kiwis. In den Nutzflächen ist Mischkultur angesagt. Es dürfen auch Ringel-, Kornblumen, Malven und Kräuter darin blühen. Thymian, Lavendel, Salbei, aber auch Schnittlauch und überwinterte Petersilie zeigen hübsche Blüten, welche die Insekten anlocken.

Naschen und verzehren

In größeren Gärten finden allerlei Gemüse, Salate, Kräuter, Beerensträucher – oft in umfangreicheren Stückzahlen – Platz für die Selbstversorgung. Salate, Radies, Rettich, früh gepflanzter Kohlrabi, des Weiteren Rhabarber, Erdbeeren und die breite Palette an frischen Kräutern stehen bereits zur Ernte an. Johannis-, Stachel-, Him-, Brom- und Heidelbeeren reifen bei der warmen Witterung zügig weiter. Bei den Streifzügen, aber auch den Arbeitsgängen im Garten locken vollreife und daher sehr geschmackvolle Früchte zum Naschen im Vorbeigehen! Dies gilt auch für kleine Gärten oder auch auf Balkon und Terrasse, wo Kräuter, Beerensträucher und Gemüse in Gefäßen wachsen.

Blumen für die Insekten

Beet- und Balkonpflanzen sind inzwischen gut gewachsen und entfalten ebenso ihre üppige Blumenpracht wie die Vielfalt an Stauden, Rosen und Ziersträuchern im Garten. Wer dabei Arten mit ungefüllten Blüten verwendet, zieht Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und Käfer an. So leisten die vielen Freizeitgärtnerinnen und -gärtner auch einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Blumenwiesen und kräuterreiche Extensivrasenflächen anstelle von englischem Zierrasen erhöhen diesen wichtigen Aspekt. Jegliches Grün im Garten wirkt der CO²-Erhöhung entgegen und ist wohltuend für das Auge. Pflanzen senken zudem die Temperatur der Umgebungsluft, wozu besonders Hecken- und Ziergehölze, vor allem aber Schatten spendende Bäume beitragen.

Tag der offenen Gartentüre

Gartenbesitzer und Vereine öffnen jährlich am letzten Sonntag im Juni von 11 Uhr bis 17 Uhr ihre Gartentüren und gewähren Besuchern den begehrten „Blick in Nachbars Garten“. Für Garten- und Naturfreunde ist dies eine ideale Gelegenheit um sich Anregungen und Ideen für den eigenen Garten zu holen und sich mit anderen Gartenfans auszutauschen.

Zu entdecken gibt es klassische Bauern- und Nutzgärten, Liebhaber- und Naturgärten, aber auch verschiedene Kunst- und Ziergärten mit vielerlei Besonderheiten. Jeder Garten hat seinen ganz eigenen Charme. In Zeiten, in denen karge Schottergärten und Steinwüsten zunehmend im Trend liegen, bilden vielfältige Gärten wertvolle ökologische Inseln für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die dort Nahrung und Nistplätze finden. Denn: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum“, meint Dieter Kienast, Schweizer Landschaftsarchitekt.

Timberman GmbH & Co. KG

Raum in

Marcel Schreyeck

Ulrich Vosgerau GmbH

Schlegel Gartenbau

Kai Bitzer

Buchholz

GG Gebhard+Gehring GmbH

Diesen Artikel teilen: