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Winterlingen

Das große Stühlerücken im Winterlinger Gemeinderat ist ausgeblieben

16.07.2019

von Volker Schweizer

Das große Stühlerücken im Winterlinger Gemeinderat ist ausgeblieben

© Volker Schweizer

Die ausgeschiedenen und geehrten Gemeinderäte zusammen mit Bürgermeister Michael Maier.

In der letzten Sitzung in alter Besetzung wurden am Montag in Winterlingen die ausscheidenden Räte verabschiedet. Außerdem gab es Ehrungen.

Das Stühlerücken hält sich in Grenzen. Nur sieben Gemeinderäte kehren der Kommunalpolitik den Rücken. Bevor ihnen Bürgermeister Michael Maier Abschiedsgeschenke überreichte, ließ er die Arbeit der vergangenen fünf Jahre Revue passieren.

Unterlagen in zehn dicken Ordnern

61 Sitzungen haben stattgefunden, die Unterlagen füllen zehn dicke Ordner. Johann Henle habe nie gefehlt, lobte Maier den Einsatz des Benzingers, der 15 Jahre im Gemeinderat und 30 Jahre im Ortschaftsrat saß.

Stolz auf die Ärzteversorgung

Besonders auf die Ärzteversorgung, die auf Jahrzehnte gesichert sein dürfte, wies der Bürgermeister hin. Die Gemeinderäte hätten wichtige Entscheidungen für die Bürger getroffen, dafür dürften sie sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Viele andere Gemeinden würden Winterlingen um das Ärztehaus und die weiteren Praxen beneiden. Und er prophezeite: „Kleinere Gemeinden bekommen noch große Probleme.“ In Winterlingen werde das gute Angebot schon als selbstverständlich angesehen.

Großer Maßnahmenkatalog

Lea Weihing, die Enkeltochter des verstorbenen Altbürgermeisters Klaus Weihing, die im Rathaus gerade ein Schulpraktikum macht, hatte von Maier den Auftrag bekommen, die wichtige Stationen der zu Ende gehenden Legislaturperiode zusammenzustellen. Der Bürgermeister erinnerte unter anderem an den Verkauf der Kläranlage im Mühltal, die Sanierung der Kläranlage in Kaiseringen, die Einführung von Rasengräbern auf allen Friedhöfen, die Sanierung der Grundschule in Winterlingen und die Erweiterung des Kindergartens im Steigleweg um eine Krippe.

Schulden abgebaut

Die Einführung der Ganztagesbetreuung, die Sanierung des Hallenbades und die Kooperation mit der Bücherei in Gammertingen fanden ebenso Erwähnung wie die geplante Seniorenwohnanlage beim Naturfreibad und die Großbaustellen in der Johannes-Stauß-Straße, in der Harthauser Straße und im Ortskern von Benzingen. Trotz der immensen Ausgaben habe die Gemeinde aber auch Schulden abbauen können.

Viele Jahre engagiert

Nach 16-jähriger Tätigkeit im Gemeinderat wurde Claudia Kißling-Praster, die fünf Jahre zweite stellvertretende Bürgermeisterin war, verabschiedet. Sabine Froemel nahm nach zehn Jahren im Gemeinderat und 15 Jahren im Benzinger Ortschaftsrat ihren Hut. Karlheinz Baumann und Rolf Keinath gehörten dem Gemeinderat jeweils fünf Jahre an, ebenso Walter Sieber, der aber noch zusätzlich in Benzingen 25 Jahre Ortschaftsrat und fünf Jahre Ortsvorsteher war. Ursula Pannewitz vertrat fünf Jahre die Interessen ihrer Mitbürger aus Harthausen im Gemeinderat und 20 Jahre im Ortschaftsrat.

Angenehmes Miteinander

Der Bürgermeister dankte für das „angenehme Miteinander“ und sprach die Hoffnung aus, dass die Ex-Räte die Gemeindepolitik weiterhin verfolgen, sie dürften dann auch mal meckern.

Ehrennadeln des Gemeindetages

Für zehnjährige Mitarbeit erhielten Gemeinderat Thomas Baumann und die Gemeinde- und Ortschaftsrätin Michaela Stauß die Ehrennadel des Gemeindetages Baden-Württemberg verliehen. Beide sind auch im neuen Gremium, das sich am Montag, 23. September, konstituiert, vertreten.

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