Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Albstadt-Tailfingen

Das Tailfinger Progymnasium zieht ein paar Häuser weiter

04.04.2019

von Holger Much

Die Sanierung des Tailfinger Schulzentrums Lammerberg ist einer der größten Brocken, die die Stadt in den nächsten Jahren finanziell und logistisch schultert.

Das Tailfinger Progymnasium (PGT) zieht um. Nicht für immer, aber doch für eine Interimszeit, solange das eigentliche Schulgebäude umfassend grundsaniert wird. Refugium wird, wie bereits berichtet, das ehemalige, leer stehende Fabrikgebäude der Firma Gollé-Haug in der Lammerbergstraße 75-79.

Das Tailfinger Progymnasium zieht ein paar Häuser weiter

© Holger Much

Das Gebäude der ehemaligen Firma Gollé-Haug wurde bereits entkernt. Hier soll demnächst Unterricht stattfinden.

Die Entfernung vom Parkplatz in der Lammerbergstraße zu diesem Gebäude beträgt etwa 200 Meter. Nach den Sommerferien soll der Unterricht bereits im neuen Gebäude stattfinden.

Doppelumzug von Progymnasium und Realschule innnerhalb von vier Jahren

Doch das bleibt nicht der einzige Umzug, der in diesem Zusammenhang ansteht. Denn nachdem das Progymnasium dann fertig saniert sein wird und sowohl Lehrer als auch Schüler wieder in ihrem dann modernen Domizil weilen, wird die benachbarte Realschule in das Gebäude in der Lammerbergstraße 75-79 ziehen, so dass dann wiederum das ebenfalls dringend sanierungsbedürftige Gebäude der Realschule für die Baumaßnahmen frei wird.

Die gesamte Zeit für den Umzug beider Schulen beträgt laut Auskunft der Stadtverwaltung insgesamt nur vier Jahre. Rund 20 Millionen Euro soll die Gesamtsanierung des Schulzentrums Lammerberg kosten. Dabei ist auch der Bau der neuen Mensa für beide Schulen mit eingerechnet.

Alte Textilfabrik wird fit gemacht für die Schüler

Um die alte Textilfabrik für die Anforderungen einer Schule fit zu machen, müssen tiefgreifende Baumaßnahmen vorgenommen werden. Die Entkernung des Gebäudes ist bereits abgeschlossen. Die Arbeiten für das Montagetrennwandsystem wurden vom Gemeinderat einstimmig an die Firma Dieter Geiger aus Albstadt, zum Angebotspreis von 102.717 Euro vergeben.

Ebenfalls einstimmig wurden die Bodenbelagsarbeiten an die Firma Raumstudio Falter aus Fellbach, zum Angebotspreis von 81.983 Euro vergeben. Einstimmig ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung zudem, die Elektroinstallationsarbeiten an die Firma zu vergeben, die das wirtschaftlichste Angebot vorlegt.

Container mit Sanitäranlagen sind notwendig

All das sind Veränderungen, die nach Ende des Mietverhältnisses wieder zurückgebaut werden müssen. Im Hof der ehemaligen Firma werden zudem Sanitärcontainer aufgestellt und es muss ein zweiter Flucht- und Rettungsweg als Treppenturm an der Fassade angebracht werden.

 

Das PGT als großer städtischer Energiefresser

Geschichte Seit dem Bau 1967 wurden laut Information der Stadt Albstadt im Tailfinger Progymnasium keine baulichen Modernisierungen mehr angepackt. Die Fenster schließen zum Teil nicht mehr dicht, so dass es in einigen Klassenzimmern zieht. In den Klassenräumen sind immer noch alte Deckenstrahlheizungsrohre eingebaut, die sich nicht regeln lassen. Im Winter beträgt die Temperatur oft nur 12 bis 14 Grad. Eine Regelung der Raumtemperatur ist nicht möglich.

Spitzenstellung Deshalb ist das PGT einer der größten Energiefresser der Stadt Albstadt. 2013 wurde eine energetische Berechnung zur Sanierung des Gebäudes durchgeführt. Ergebnis: Nur eine Generalsanierung reduziert die Kosten.

Diesen Artikel teilen: