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Balingen

Das Schild ist zurück: Posse um verlassenen Kragarm auf der B27 bei Balingen findet ein Ende

01.11.2019

Von Pascal Tonnemacher

Das Schild ist zurück: Posse um verlassenen Kragarm auf der B27 bei Balingen findet ein Ende

© Pascal Tonnemacher

Der Kragarm hat sein (neues) Schild. Die Wegweiser am Straßenrand, die dort zwischenzeitlich angebracht wurden, dürften nun wieder den Weg zurück ins Lager der Straßenmeisterei finden.

Ein Jahr und zwei Monate hat es gedauert, bis ein Wegweiser an einer Abfahrt der B27 bei Balingen-Engstlatt ersetzt wurde. Eine Posse um Bürokratie, Vorschriften und Wartezeiten hat damit ein Ende gefunden.

Bereits Anfang August 2018 dürften einige Autofahrer auf der B27 bei Balingen verwundert gewesen sein. Ein Wegweiser bei der Abfahrt Balingen-Nord war beschädigt und anschließend abgehängt worden, zurück blieb ein leerer Kragarm.

Und das über ein Jahr lang. Für die einen ist es nur ein wenig bedeutsames Schild, für die anderen eine Posse.

Gutacher prüften und prüften

Denn schon Anfang August auf Anfrage hieß, dass das Schild derzeit ersetzt werde. Von „derzeit“ bis zuletzt prüften Gutachter „umfangreich und komplex“, tönte es aus dem Regierungspräsidium Tübingen, ob der neue Wegweiser noch an denselben verwaisten Kragarm überhaupt noch gehängt werden kann.

Denn die hochgeklappte Mulde eines Lastwagens beschädigte bei Bauarbeiten versehentlich auch den Kragarm selbst.

Neues Schild, neue Normen, neue Wartezeit

Also nur schnell ein neues Schild bestellen? Nein, so einfach geht es nicht. Ein neues Schild muss an neue Normen angepasst werden, wird größer und schwerer, hieß es im Februar.

Offenbar konnte man sich auch getrost Zeit lassen: Denn einen Wegweiser muss es nicht geben. Für die Anbringung gibt es keine rechtlichen Vorgaben, sondern lediglich Richtlinien.

Ursache für lange Verzögerung ist nicht klar

Unklar ist jedoch, ob die Gutachter sich soviel Zeit ließen oder Personalmangel herrscht und kein Gutachter zur Verfügung stand. Diese Auskunft wollte man dem ZAK nicht geben.

Die Sache ist eigentlich halb so wild, könnte man auch sagen: Denn ersatzweise sind kleine Wegweiser am Kragarm am Straßenrand quasi auf Augenhöhe der Autofahrer angebracht worden. Und auch wenige Hundert Meter vor der Ausfahrt sind die Orte entsprechend immer noch angeschrieben gewesen.

Doch im Laufe der Zeit beschwerten sich unter anderem Gewerbetreibende bei unserer Redaktion über den fehlenden Hinweis. „Kunden finden uns nicht mehr“, hieß es.

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