Großer Heuberg

Das Jahr 2023 auf dem Großen Heuberg: Neue und alte Bürgermeister sowie viele Feste

30.12.2023

Von Milijana Magarewitsch

Das Jahr 2023 auf dem Großen Heuberg: Neue und alte Bürgermeister sowie viele Feste

© Milijana Magarewitsch

Meßstettens neuer und alter Bürgermeister Frank Schroft (Zweiter von rechts) mit Gratulanten und Familie nach der Wahl, von links: Landrat Günther-Martin Pauli, Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ann-Kathrin Schroft und Gemeinderat Thomas Holl.

Der Große Heuberg hat gefeiert, gewählt und gut gehaushaltet: das war das Jahr 2023.

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, und es ist an der Zeit, einen Blick auf die vergangenen zwölf Monate zu werfen. Geprägt von Höhen und Tiefen, Herausforderungen und Erfolgen, hat dieses Jahr auf eine spannende und erlebnisreiche Reise mitgenommen.

Abschied und Wahl in Obernheim

Die Gemeinde Obernheim verabschiedete im Januar ihren langjährigen Bürgermeister Josef Ungermann in einer bewegenden Feierstunde, die von über 350 Gästen besucht wurde. Die Veranstaltung in der Mehrzweckhalle zeugte von der außergewöhnlichen Beliebtheit Ungermanns. Die Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, versammelten sich in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle. Ende März gewinnt Alexander Hofer die Wahl und wird somit neuer Bürgermeister von Obernheim.

Lehn im Amt bestätigt

Eine interessante Bürgermeisterwahl hat Stetten am kalten Markt erlebt, fast spannender noch als jene vor acht Jahren, als sich gleich mehrere Bewerber um den Chefsessel im Rathaus-Schloss beworben hatten. Der amtierende Bürgermeister Maik Lehn trat erneut an und wurde mit beeindruckendem Vertrauensbeweis im Amt bestätigt.

Mit einem Spatenstich markierte Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft im März den Beginn eines ambitionierten Projekts: das neue Sportzentrum Geißbühl in Meßstetten. Vertreter aus Gemeinderat, Verwaltung, Sportvereinen, Schulen und weiteren Organisationen versammelten sich, um den Startschuss für das etwa 1,9 Millionen Euro teure Vorhaben mitzuerleben.

Neuer Pfarrer wird in Nusplingen eingesetzt

In einer feierlichen Zeremonie wurde Pfarrer Safi Powath im Juli als Leiter der Seelsorgeeinheit Heuberg eingesetzt. Nach einem Jahr der Vakanz hat Pfarrer Safi die Leitung von Pfarradministrator Hans-Joachim Fogl übernommen. Die Amtsübernahme wurde mit einem Einführungsgottesdienst in der Kirche Maria Königin in Nusplingen gefeiert.

Pfarrer Safi Powath war bereits seit einem Jahr in der Seelsorgeeinheit Heuberg tätig und hat die Verantwortung für die vier Kirchengemeinden übernommen. Die Amtsübernahme wurde mit einer Schlüsselübergabe und dem Verlesen der Ernennungsurkunde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes gefeiert.

Doppeltes Geburtstagsfest in Nusplingen

Zwei Vereine und ein ganzer Ort in Feierlaune – Nusplingen feierte im Juli Vereinsjubiläen von TSV und MGV mit einem dreitägigen Fest. Die Gemeinde freute sich über zahlreiche Gäste aus nah und fern, die gemeinsam an der Dreitagessause teilnahmen. Verschiedene Highlights sorgten dafür, dass die Feierlichkeiten in Erinnerung bleiben werden.

Das achte große Sommertheater in Stetten am kalten Markt begeisterte das Publikum mit dem Stück „Zukunftsmusik“. Das Theaterstück von Jeremias Heppeler, einem jungen Autor aus der Region, thematisierte grundlegende Fragen zur Menschheit und deren Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen. Im Mittelpunkt steht eine Enklave namens „Kalter Markt“, die 200 Jahre nach dem Zusammenbruch der ursprünglichen Zivilisationen als eine der wenigen Überlebende der Menschheit beherbergt.

Die Gesellschaft in der Enklave ist streng hierarchisch organisiert und geprägt von einem rigiden System, das jegliche Technik verbietet und sogar kreative Aktivitäten wie Singen, Lesen und Spielen unterdrückt. Diese Restriktionen sollen verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt und die Menschheit erneut dem Untergang entgegentreibt.

Strohpark und Wasserturm feiern Jubiläum

Die Strohkünstler in Schwenningen waren im Jubiläumsfieber, denn der 25. Schwenninger Strohpark fand vom 2. September bis 3. Oktober statt. Strohkünstler aus örtlichen Vereinen, Firmen und Familien erschufen kunstvolle Figuren, die nicht nur statisch, sondern oft beweglich und mit Beleuchtungseffekten für die Abendstunden ausgestattet waren.

Ein markantes Jubiläum wurde im September in Benzingen begangen. Der imposante Achteck-Turm, der Benzinger Wasserturm, erreichte das stolze Alter von 100 Jahren. Als Symbol und Wahrzeichen für den Teilort von Winterlingen erfreute sich der Turm großer Beliebtheit. In den vergangenen Jahrzehnten war der Benzinger Wasserturm zu einem unverzichtbaren und geliebten Teil der örtlichen Identität geworden.

Auf das Sport- und Freizeitgelände Blumersberg hatte im September der Skiverein Meßstetten zum 1. Kinderfest und anschließender Partynacht geladen. Die Freizeitanlage erfuhr durch den Event nochmals eine Wertsteigerung. Es werde nicht die letzte derartige Veranstaltung bleiben. Darin waren sich alle Organisatoren und Beteiligten einig. Unterdigisheim feierte ein beeindruckendes Jubiläum anlässlich des Bestehens der Barockkirche St. Maria. Der Höhepunkt des Jahres war zweifellos die Messe, die Bischof Dr. Gebhard Fürst leitete und zugleich sein 23-jähriges Bischofsjubiläum markierte.

Auf dem Kasernengelände geht‘s voran

Es ist ein Meilenstein in der Nachnutzung des ehemaligen Bundeswehrgeländes in Meßstetten: Der Zweckverband Interkommunaler Industrie- und Gewerbepark Zollernalb hat fast das gesamte Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft. Der Blick in die Kristallkugel wäre Ende September wohl nicht zwingend vonnöten gewesen, da der Ausgang der Meßstetter Bürgermeisterwahl im Grunde abzusehen war. Frank Schroft hatte sich mit 93,21 Prozent (3517 Stimmen) haushoch gegen Alexander Schwarz durchgesetzt, der mit 5,83 Prozent (220 Stimmen) im erwarteten Befürworterbereich gelegen hat.

Hubert Schiele hört auf. Nach bald 24 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Bitz wird es Zeit für neue Ufer. Einen kurzen Moment lang hätte er sogar darüber nachgedacht, noch ein viertes Mal anzutreten, doch die Bedenken hätten überwogen. Im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER sagte er vor einigen Wochen: „Ich will nicht zu denen gehören, die an ihrem Stuhl festkleben.“

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle – das war der Einsatz als Statistin bei der diesjährigen großen Herbstübung der Feuerwehr-Abteilungen Hartheim, Meßstetten, Heinstetten und Unterdigisheim, der Führungsgruppe Großer Heuberg sowie dem DRK Meßstetten für ZAK-Redakteurin Janine Lehleiter wahrhaftig. Das Szenario: Durch einen technischen Defekt in Hartheim geriet ein Geschäfts- und Mehrfamilienhaus in Brand. 13 Menschen waren noch im Gebäude, ihr Fluchtweg durch Rauch und Feuer versperrt.

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