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Balingen

Dachstuhlbrand in einem Praxisgebäude in Balingen fordert Feuerwehr bei Großeinsatz

28.06.2019

Von Pascal Tonnemacher

Dachstuhlbrand in einem Praxisgebäude in Balingen fordert Feuerwehr bei Großeinsatz

© Pascal Tonnemacher

Überblick über den Einsatz und Blick auf den Löschangriff von der Nordseite sowie von der Drehleiter aus.

In einem Praxisgebäude in Balingen ist am späten Donnerstagabend ein Dachstuhlbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr war bis in die Morgenstunden im Großeinsatz.

Kurze Nacht für die Balinger Feuerwehr: Nur wenige Stunden nach dem Firmenlauf, wo die Wehrleute mit kühlem Nass beim Läuferfest noch für Freude bei den Balingern gesorgt hatten, wurde es ernst.

Gegen 22.30 Uhr rückten mehrere Balinger Abteilungen zu einem Dachgeschossbrand in die Filserstraße aus. Der Einsatz wird wohl noch – Stand 1 Uhr – bis tief in die Nacht andauern. (Update: Wie die Polizei mitteilt, war das Feuer gegen 2.30 Uhr aus.)

Unter einer Solarthermieanlage brach nach ersten Informationen ein Brand im Dachgeschoss des Praxisgebäudes aus, den die Feuerwehr gegen 0.15 Uhr im Griff hatte. Die Ursache ist bislang noch unklar.

Komplexer Einsatz für die Feuerwehr

Der Einsatz hatte einige Tücken parat: Zum einen ist die Filserstraße dort kaum breiter als ein Feuerwehrauto. Doch vor allem der Umstand, dass das brennende Gebäude, in dem unter anderem Psychotherapiepraxen untergebracht sind, freistehend ist, erschwerte den Einsatz.

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Die Feuerwehr bekämpft den Brand über die Drehleiter.

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Mit der Motorsäge müssen Äste an einem Baum abgesägt werden, damit die Drehleiter dort platziert werden kann.

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Überblick über den Einsatz: Löschangriff von der Nordseite.

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Feuerwehrleute stehen bereit.

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Auch auf der anderen Straßenseite müssen Äste an Bäumen abgesägt werden.

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Ein Feuerwehrmann klettert über eine Steckleiter auf das Dach.

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Besprechung in großer Runde, unter anderem mit Balingens Bürgermeister Reinhold Schäfer (links), Einsatzleiter Thomas Gührs (Zweiter von links) und dem Kreisbrandmeister Stefan Hermann.

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Von allen Seiten bekämpfen die Einsatzkräfte den Brand im Dachstuhl.

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Einsatzleiter Thomas Gührs beobachtet und leitet das Geschehen vor Ort.

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Über eine Steckleiter und über die Drehleiter kommen die Einsatzkräfte an das Dach und den Brandort.

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Einsatzleiter Thomas Gührs (rechts) bespricht sich mit Kreisbrandmeister Stefan Hermann.

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Ein Feuerwehrmann bearbeitet das Dach.

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Ein Atemschutztrupp steht bereit und der Kreisbrandmeister verfolgt das Geschehen.

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Eine mobile Arbeitsbühne wird aufgebaut. Sie vereinfacht den Einsatz an der Nordseite des Dachs.

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Ein Atemschutztrupp betritt das Haus.

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Die Arbeitsbühne befördert einen Feuerwehrmann direkt ans Dach.

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Einsatzkräfte besprechen sich, während ein Feuerwehrmann mit der Arbeitsbühne zum Dach befördert wird.

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Ein weiterer Atemschutztrupp steht bereit.

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Durch das Fenster im Dachgeschoss sind Glutnester sichtbar.

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Die Solarthermieanlage auf der Südseite ist stark beschädigt.

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Die Feuerwehr pumpt unter anderem von der Wilhelmstraße Wasser zum Einsatzort.

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Der Einsatzort ist nur wenige Meter vom Balinger Feuerwehrhaus (im Hintergrund) entfernt.

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Auch auf der Wilhelmstraße parken Feuerwehrautos, beispielsweise aus Endingen.

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So mussten mehrere Atemschutztrupps unter der Einsatzleitung von Thomas Gührs den Brand zuerst von innen angreifen, einer zudem von außen von der Südseite, wo die Solarthermieanlage auf dem Dach montiert war.

Drehleiter muss erst einen Platz finden

Die Drehleiter konnte erst dann näher am Gebäude platziert werden, als Einsatzkräfte einen Zaun und Äste von Bäumen an beiden Straßenrändern entfernten.

Einsatzkräfte mussten deshalb solange über Steckleitern auf das Dach klettern. Kollegen kühlten das Dach auf der Nordseite, um sie zu schützen. Später kam noch eine flexiblere, mobile Arbeitsbühne als provisorischer Drehleiterersatz zum Einsatz.

Podest hilft, Brand zu bekämpfen

Weil das Dachgeschoss innen offen ist, musste die Feuerwehr dort eine Rettungsbühne als Podest aufbauen, um an die Verschalung des Dachs und das brennende Dämmmaterial aus Zellulose, welches die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte, zu gelangen.

Bis 0.45 Uhr waren 17 Atemschutztrupps im Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt waren noch einige Stunden an Nachlöscharbeiten angekündigt, um Glutnester in der Isolierung und der Verschalung zu löschen.

Wohl keine Verletzten beim Brand

Sowohl die Balinger als auch die Endinger Feuerwehr war im Einsatz, die Abteilungen Ostdorf und Engstlatt wurden zudem nachalarmiert. Die Frommerner Kollegen besetzten die Balinger Wache nach. Auch die Schnelleinsatzgruppe sowie die Ortsgruppen Balingen und Schömberg des Roten Kreuzes waren vor Ort. Laut Polizei waren 100 Feuerwehrleute mit 18 Fahrzeugen im Einsatz.

Verletzt wurde niemand. Der Brand blieb auf den Dachstuhl begrenzt. Nach ersten Einschätzungen der Polizei liegt der entstandene Sachschaden bei zirka 250.000 Euro.

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