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Balingen, Albstadt

Commerzbank setzt 2019 die positive Entwicklung in der Region fort

22.04.2020

Von Jasmin Alber

Commerzbank setzt 2019 die positive Entwicklung in der Region fort

© Commerzbank

Cora Heide und Patrick Greuter blickten beim Jahrespressegespräch auf das Jahr 2019 zurück und gaben Einblicke ins aktuelle Geschäftsjahr in Zeiten von Corona.

Neue Privat- und Geschäftskunden, Wachstum bei den Kreditvergaben: Die Commerzbank mit Filialen in Albstadt und Balingen konnte im vergangenen Jahr das Wachstum in der Region fortsetzen. Kunden, die von der Coronakrise direkt betroffen sind, erhalten schnelle und unbürokratische Hilfe; beispielsweise mit Zahlungspausen bei Ratenkrediten.

Das Jahr hatte sehr erfreulich begonnen: Die Commerzbank feiert 2020 das 150-jährige Bestehen. „Wir sind stolz auf unsere lange Historie“, unterstreicht Cora Heide, Niederlassungsleiterin Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Reutlingen, und damit auch zuständig für den Marktbereich Albstadt und Balingen.

Man habe viele Herausforderungen gemeistert, in besonderen Situationen schnelle und unbürokratische Hilfe für die Privat- und Geschäftskunden angeboten.

Das war auch heuer wieder erforderlich. Die Coronakrise geht auch am Kreditinstitut nicht spurlos vorbei. Auch das Jahrespressegespräch, das vor einem Jahr noch in der Albstädter Filiale stattgefunden hat, wurde dieses Jahr via Telefonkonferenz geführt.

Hilfe für Geschädigte der Coronakrise

Viele Kunden seien aufgrund von Kurzarbeit oder coronabedingten Einkommensausfällen direkt von der Krise betroffen. Für die Ratenkredit- oder Baufinanzierungskunden biete man deshalb Ratenaussetzungen an; die Dauer werde im individuellen Gespräch – auch per Telefon oder Videokonferenz – ermittelt. „Dafür sind wir vor Ort“, so Heide. Den Unternehmenskunden werden Zusatzkredite oder Tilgungsstundungen angeboten.

Man habe auch das nötige Know-how über die Programme von KfW, L-Bank und Bürgschaftsbank oder suche nach Lösungen mit eigenen Mitteln und oft im Schulterschluss mit regionalen Partnerbanken.

„Wir werden alles dafür tun, die Anträge von Unternehmen zeitnah zu bearbeiten und damit ihre Liquiditäts- und Kreditversorgung zu sichern“, ergänzt Patrick Greuter, verantwortlich für das Firmenkundengeschäft im Zollernalbkreis und in der Niederlassung Reutlingen.

Vorkehrung treffen – gesellschaftlich und wirtschaftlich

Nach der Coronakrise müssten Vorkehrungen getroffen werden, um die Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft darauf vorzubereiten, dass es wieder so kommen kann, appelliert Greuter.

Schon 2019 hätten sich gewisse Herausforderungen abgezeichnet. „Der geschäftliche Optimismus war durch verschiedene Faktoren abgeschwächt.“ Es habe nur zurückhaltende Zuversicht geherrscht, insbesondere in den Schlüsselbranchen. Dann kam die Ausbreitung des Coronavirus. Zusätzlich zur verhaltenen Ausgangslage 2019 seien starke Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie gekommen, Beschaffungsketten in Gefahr gewesen.

Um fehlende Einnahmen der Kunden auszugleichen, habe man schnell reagieren müssen. Innerhalb kürzester Zeit wurde ein elektronischer Antragskanal eingeführt.

„Setzen klar auf Wachstum“

Beim Rückblick auf 2019 beleuchteten Cora Heide und Patrick Greuter die Entwicklungen. Die Strategie sei deutlich: „Wir setzen klar auf Wachstum“, konstatiert die Niederlassungsleiterin.

Im Marktbereich Albstadt/Balingen konnten 396 neue Privatkunden gewonnen werden, deutlich mehr als im Vorjahr. Die Wechselbereitschaft sei so hoch wie nie. Im Privatkundensegment stieg das Geschäftsvolumen in der Region um 9,2 Prozent auf mehr als 194 Millionen Euro.

In Sachen Geldanlage zeigten das lang anhaltende Niedrig- und Null-Zins-Niveau Auswirkungen. „Das betrifft jeden Sparer und bedeutet erhebliche Einbußen“, erläutert Cora Heide. Möchte man Rendite erzielen, führe kein Weg an Wertpapieranlagen vorbei.

Die Devise sollte lauten, Ruhe zu bewahren und global mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont zu investieren, gerade in der aktuellen Zeit. Immer mehr Kunden geben Geldanlagen in die Hände von Experten. 55 Prozent des Depotvolumens bei der Commerzbank sei in sogenannten gemanagten Produkten.

Finanzierer profitieren von anhaltendem Niedrigzinsniveau

Des einen Leid ist des anderen Freud, so auch bei den Niedrigzinsen. Durch günstige Kredite habe man ein starkes Kreditwachstum verzeichnet. „Konsum- und Immobilienfinanzierungen boomen weiter“, stellt Heide fest. Beim Abschluss neuer Baufinanzierung gab es 2019 eine Verdopplung zum Vorjahr: Im Marktbereich Albstadt/Balingen wurden Kredite in Höhe von 23 Millionen Euro ausgereicht.

Der Anspruch der Commerzbank ist, die lange Erfahrung mit der Modernisierung zu verbinden. „Nichts hat unser Leben so sehr verändert wie Internet und Smartphone“, so Heide.

Kunden tätigen vermehrt Bankgeschäfte mobil und online

Rund 70 Prozent der Commerzbankkunden loggen sich inzwischen mobil ein, im Zollernalbkreis liegt der Anteil aller aktiven Online-Banking-Nutzer bei 72 Prozent. In den letzten Wochen sei die Nutzung sicherlich noch einmal gestiegen, macht sie doch gerade in Zeiten der Pandemie möglich, dass wichtige Bankgeschäfte ohne den direkten persönlichen Kontakt getätigt werden können. Bundesweit betrachtet liegt das Durchschnittsalter der Online-Banking-Nutzer bei Mitte 40.

Das Ziel der Commerzbank ist, bis Ende 2023 alle Produkte online abschließen zu können. Die persönliche Beratung soll aber nicht auf der Strecke bleiben. „Wir werden auch künftig in unsere Filialen investieren und weiterhin mit einem dichten Filialnetz in der Fläche präsent sein“, versichert Heide.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Herausforderung für Mittelstand

In Sachen Digitalisierung steht die Commerzbank auch ihren Geschäftskunden zur Seite. Viele Mittelständler stünden vor der Herausforderung, wie sie die Digitalisierung für ihr Unternehmen nutzen können, um das Geschäftsmodell zukunftsfähig aufzustellen, beschreibt Greuter die Ausgangssituation. Gemeinsam mit der Digitaltochter #openspace wurde deshalb ein neues Beratungsangebot entwickelt: das Digital Solution Package.

Das Angebot werde auch rege von Unternehmern im Zollernalbkreis genutzt, so Greuters Erfahrung. Er geht davon aus, dass nach der Coronakrise die ohnehin hohe Nachfrage noch einmal deutlich steigen wird. Auch der Klimawandel, für den Lösungen gefunden werden müssen, wird die Unternehmer beschäftigen.

Auslandsgeschäft ist für Firmenkunden in der Region bedeutend

Erfreulich: Das Firmenkundensegment konnte im vergangenen Jahr weiteres Wachstum verzeichnen.

Im Zollernalbkreis seien viele „innovative und traditionsreiche Unternehmen ansässig, die international etabliert sind“, fasst Greuter zusammen. Sie beherrschen Im- und Export; das Auslandsgeschäft ist ein wichtiger Faktor. So betrug das Neugeschäftsvolumen von Absicherungen für internationale Handelsfinanzierungen im vergangenen Jahr über 120 Millionen Euro im Bereich der Niederlassung Reutlingen. Das Kreditvolumen lag Ende 2019 bei 725 Millionen Euro.

Im Firmenkundenbereich konnten 2019 ebenfalls neue Kunden hinzugewonnen

werden; im Gebiet der Niederlassung Reutlingen waren das 36.

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