Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Winterlingen

Chlorgasalarm in Harthausen: Helfer und Experten arbeiten bei der Übung Hand in Hand

09.09.2019

Von Karl-Otto Gauggel

Chlorgasalarm in Harthausen: Helfer und Experten arbeiten bei der Übung Hand in Hand

© Karl-Otto Gauggel

Mit einem Messinstrument stellen die Feuerwehrexperten die Art der Kontamination fest.

Was tun, wenn in einer Festhalle Chlorgas austritt? Für eine gemeinsame Katastrophenschutzübung gingen DRK und Feuerwehr vor dieser Situation aus. Diese Übung, die von einer sogenannten CBRN-E-Lage ( früher als ABC-Alarm bezeichnet ) ausging, wurde im Winterlinger Teilort Harthausen abgehalten und war die erste dieser Art im Zollernalbkreis.

Die rund 50 Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr in der 2. Einsatzeinheit Zollernalb kamen aus verschiedenen DRK Bereitschaften und Feuerwehrabteilungen: Die Helfer aus Meßstetten, Pfeffingen, Burladingen-Ringingen, Tailfingen und Albstadt-Laufen übten am Samstag Hand in Hand mit den für den Katastrophenschuz speziell ausgebildeten Feuerwehrkräften aus Balingen-Engstlatt und Winterlingen mit seinem Abteilungskommandanten Michael Rieber.

Als Übungsszenario wurde eine Kontaminierung von 26 Personen mit Chlorgas in der Harthauser Mehrzweckhalle angenommen. Dieser Befund wurde durch die dafür geschulten Katastrophenhelfer aus Balingen-Engstlatt nach ihrer Alarmierung mit einem Messgerät in der Halle festgestellt.

Fahrbares Labor misst

In ihrem Erkundungskraftfahrzeug, das einmalig im Kreis in Engstlatt stationiert ist, ist quasi ein fahrbares Labor mit Analysegeräten und Monitoren eingebaut, dass die verschiedenen Kontaminierungsarten diagnostizieren kann. Die eingetroffenen Feuerwehrkräfte, die ebenfalls alle eine Ausbildung im Katastrophenschutz absolviert haben, bauten verschiedene Zelte auf, verlegten Leitungen mit Durchlauferhitzern, um das Wasser aufzuwärmen und setzten die Stromaggregate in Gang, um die Energieversorgung sicherzustellen.

In Harthausen üben die Rettungskräfte den Ernstfall, der hoffentlich nie entritt

Ein Chlorgasalarm in der Harthauser Festhalle ruft die Einsatzkräfte von DRK und Feuerwehr auf den Plan. Diese Übung ging von einer sogenannten CBRN-E-Lage ( früher als ABC-Alarm bezeichnet ) aus und war die erste in dieser Konstellation im Zollernalbkreis.

/
Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Die gemeinsame Übung der Rettungskräfte erregte viel Aufsehen.

© Karl-Otto Gauggel

Dafür sperrten sie Teile der Sonnenstraße und der Jahnstraße neben der Halle ab. Dabei wurde streng auf die räumliche Trennung der Bereiche „ schwarz“ und „weiß“ geachtet. Schwarz steht für den kontaminierten und weiß für den sauberen Bereich, in dem sich die Personen nach ihrer Dekontamination aufhalten können. Die Reinigung mit Duschwasser und Bürsten erfolgte in den dafür aufgestellten Dekontaminationszelten, in denen auch das abfließende Wasser wieder aufgefangen werden kann.

Ernstfall minutiös nachgestellt

Bei dem angenommenen Kontakt mit Chlorgas war vorgewärmtes Wasser ausreichend, welches aus Duschköpfen und Düsen die 26 Mimen aus verschieden DRK-Bereitschaften reinigte. Danach durfte diese Personen den weißen Bereich in einem angebauten Zelt betreten, wo Betreuer des DRK Bademäntel reichten und wo auch die wichtige Registrierung stattfand.

Im Anschluss wurden die Mimen in ein räumlich etwas abgesetztes Zelt des DRK geführt, wo im Ernstfall eine weitere Behandlung und Versorgung erfolgen könnte. Neben Ortsvorsteher Emil Oswald waren auch die Katastrophenschutzreferentin Sabrina Bennegger vom Regierungspäsidium Tübingen und der in diese Einsatzeinheit integrierte Arzt Dr. Krischan Spengler vor Ort.

Führungsteam zeigt sich zufrieden

Sowohl Frank Löffler als Zugführer der 2. Einsatzeinheit Zollernalb an maßgeblicher Stelle im Einsatz als auch der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Markus Maute vom DRK und Kreisbrandmeister Stefan Hermann äußerten sich im Anschluss übereinstimmend sehr zufrieden über den Ablauf dieser kreisweit ersten Katastrophenübung mit einer derartigen Ausgangslage. Vor allem sei das Zusammenwirken von DRK und Feuerwehr in Ruhe und ohne Hektik abgelaufen, was im Ernstfall sehr wichtig sei, um Panik zu vermeiden, so die Experten.

Auswertung folgt

Details der Übung werden in einer Feedback-Runde aller Beteiligter zeitnah ausgewertet werden. Die gründliche Reinigungsprozedur bei einer Dekontamination benötigt Zeit und so zog sich die Übung über mehrere Stunden hin. Das Harthauser DRK hatte mit seinem Bereitschaftsleiter Manuel Seßler in der Halle ein Mittagessen und Getränke organisiert, bei dem sich die Frauen und Männer von DRK und Feuerwehr ebenso wie die Mimen, die trotz der kühlen Witterung alle durchgehalten hatten, stärken konnten.

Diesen Artikel teilen: