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Handball

Bundesliga in der Warteschleife: Branche kalkuliert mit spitzem Bleistift

21.05.2020

Von Marcus Arndt

Bundesliga in der Warteschleife: Branche kalkuliert mit spitzem Bleistift

© Moschkon

Wann geht es für den HBW in der Bundesliga wieder los?

Der Ball ruht seit Monaten – und noch ist nicht absehbar, wann und wie künftig auf höchstem Niveau gespielt werden soll. Der nationale Verband hat die Taskforce „Return to competition“ eingerichtet.

Der Deutsche Handball-Bund (kurz: DHB) arbeitet akribisch an einem Konzept für den Profi-Sport – mit dem Ziel, den Spitzenhandball gemeinsam durch die Zeit der Corona-Pandemie zu führen, das Training der Leitungssportler wieder vollumfänglich aufzunehmen sowie den Spielbetrieb in den Bundesligen und auf Ebene der Nationalmannschaften zu starten.

„Wir haben den Rahmen in mehreren Videokonferenzen abgesteckt und befinden und mitten in einer umfangreichen, sehr vielschichtigen Aufgabe“, sagt Axel Kromer, Vorstand Sport des DHB und Leiter der Arbeitsgruppe, „die zentrale Frage für DHB, HBL und HBF ist: Wie können wir auf Ebene des Leistungssports nach einer langen Zeit des Stillstandes und des individuellen Trainings zusammen wieder nach vorn und auf ein allseits hohes Niveau kommen?“

Der Wunsch nach Normalität

Umwunden räumen die Protagonisten neben der Platte ein: „Vieles ist sehr schwer planbar.“ Und dennoch sehnen sich alle nach Normalität, „auch wenn wir zunächst nur in Gruppen von drei, vier Personen auf das Tor werfen können“, wie es Jens Bürkle formuliert.

Der Balinger Kommandogeber tauscht sich mit seinen Kollegen regelmäßig aus, „aber eigentlich macht da aktuell auch jeder das Gleiche . . .“

Wichtig für den Sportwissenschaftler, „dass wir im Juli mit der Vorbereitung beginnen können.“

Bitter fordert Rückkehrkonzept

Das sieht auch Nationaltorhüter Johannes Bitter nicht anders. Er wünscht sich nämlich ein ausgereiftes Konzept für eine Rückkehr zum Spielbetrieb. „Es ist ja auch noch etwas Zeit, bis es wieder losgehen soll. Aber diese Sorgen sollte man zum Anlass nehmen, nicht nur nach dem ‚Wann‘, sondern auch nach dem ‚Wie‘ der Rückkehr zum Wettkampfsport zu fragen“, erklärt der 37-Jährige vom TVB Stuttgart gegenüber den Kieler Nachrichten.

Bitter hat aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie viele Gespräche in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Spielergewerkschaft Goal geführt. Welche Spieler die Krise besonders trifft, könne er nicht sagen, gesteht Bitter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (kurz: dpa) ein, „aber die Spieler, die im März vertragsfrei waren, haben ein großes Problem.“ Die Klubs würden jetzt ihr Geld zusammenhalten.

Er lobt in diesem Kontext viele Vereine. Sie hätten „sehr verantwortungsvoll gehandelt und Wege gefunden, damit gewisse Gehaltsgruppen im unteren Bereich auf nicht so viel von ihrem Gehalt verzichten müssen, so dass sie ihre Fixkosten decken können.“

Gerüchte um James Junior Scott

Nur konsequent, dass die Branche mit spitzem Bleistift für eine Runde mit vielen Unbekannten plant. „Eine spannende Situation“, meint Bürkle und fügt hinzu: „Es kann schon noch einmal zu Verschiebungen kommen, die oberen Teams können einen weiteren Schritt nach vorne machen. Aber wir müssen einfach nach uns schauen und warten, was noch passiert.“

Der letztjährige Aufsteiger soll Interesse an einer Verpflichtung des Franzosen James Junior Scott haben. Der 23-jährige Rückraumspieler, lange Jahre mit dem Ex-Balinger Rock Feliho beim HBC Nantes am Ball, lief in der vergangenen beiden Jahren für den spanischen Erstligisten BM Logrono La Rioja auf.

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Der zwei Meter große, technisch versierte Halblinke hat bereits international gespielt, wäre ein passender Nachfolger von Filip Taleski. Den Vertrag mit dem Nordmazedonier, welcher mit seinem Heimatverein RK Metalurg Skopje in Verbindung gebracht wird, hatten die Schwaben nicht verlängert.

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