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Handball

Bürkle sieht Ansatzpunkte: HBW Balingen-Weilstetten erwartet am Sonntag den HC Erlangen

03.10.2019

Von Marcus Arndt

Bürkle sieht Ansatzpunkte: HBW Balingen-Weilstetten erwartet am Sonntag den HC Erlangen

© Moschkon

Der HBW erwartet am Sonntag Erlangen.

Am Sonntagnachmittag erwarten die „Gallier“ den Tabellenzehnten HC Erlangen. Die Franken schwächelten im DHB-Pokal, starteten aber solide in die Liga.

Die HBW-Heimserie ist zu Ende. Nach 29 Spielen ohne Punktverlust in der „Hölle Süd“ unterlagen die Schwaben der HSG aus Wetzlar. Die Niederlage arbeiteten die Schwaben auf, der Fokus gilt nun den kommenden Aufgaben.

Jens Bürkle ließ in der vergangenen Woche noch einmal intensiv, „mit sieben knackigen Einheiten“ (O-Ton Bürkle). „Losgelöst von der gegnerspezifischen Vorbereitung“, erklärt der Sportwissenschaftler.

Willkommene Pause

Der HBW-Coach gesteht ein: „Es war für alle eine willkommene Abwechslung.“ Und enorm wichtig für die kommenden Monate. „Wir konnten ein paar Leute, die kleinere Blessuren hatten, rausnehmen.“

Diese stießen in den vergangenen Tagen wieder zur Mannschaft.

Robuster Kontrahent

Der HC Erlangen, welcher mit einem positiven Punktekonto (7:5) an zehnter Stelle rangiert, bringt eine gute Kombination aus Abwehr und Torhüter auf die Platte. Im Angriff spielt der Aufsteiger von 2016 einen soliden Ball, „macht wie Wetzlar wenig Fehler“, hat der ehemalige Erstliga-Kreisläufer beobachtet.

Der stellt seine Mannschaft auf einen robusten, wurfgewaltigen Rückraum um den Nico Büdel ein. Regie – aber weniger dominant als noch in den vergangenen Jahren – führt der erfahrene Michael Haaß. Mit Routinier Carsten Lichtlein holte der HC einen der besten Keeper der Liga, tauschte das Personal nach Rang neun in der Vorsaison auf acht Position aus.

Gute Transfers

Die Ziele sind weiter ambitioniert: Der einzige HBL-Klub aus Bayern plant den Sprung in die obere Tabellendrittel. Dafür haben die Entscheider ihren Kader entsprechend umgebaut, „mit sehr guten Transfers“, wie es Bürkle formuliert.

Große Hoffnungen setzen die Mittelfranken in den Franzosen Quentin Minel, der aus Chambéry kam, sowie das neue Linkshänder-Duo mit Sime Ivic (Brest) und Antonio Metzner (Lübeck-Schwartau).

„Wir haben in der Offensive nachgelegt“, sagt Erlangens Übungsleiter Adelsteinn Eyjolfsson, „mit Spielern, die uns voranbringen.“

Noch hakt aber der Prozess ein wenig, „doch Erlangen besitzt Qualität und Quantität“, urteilt Bürkle. „Ein paar Dinge laufen nicht so rund“, urteilt der 38-Jährige, „Erlangen hat bereits in einigen Spielen die Linie verloren – und sich eine längere Schwächephase geleistet. Das sollte uns Hoffnung geben, die Partie jederzeit drehen zu können.“

Pokal-Aus gegen Stuttgart

Auch im DHB-Pokalachtelfinale brachten die Erlanger ihr Potenzial nur bedingt auf die Platte, scheiterten in Stuttgart. Das 26:30 beim TVB wirkt noch nach – gegen Schlusslicht Nordhorn-Lingen taten sich die Franken sehr schwer.

„Wir werden das jetzt besser machen“, hatte der Isländer angekündigt. Ohne Zweifel investierte seine Mannschaft mehr, gewann gegen das Zwei-Städte-Team aus Niedersachsen aber nur knapp. Erst 20 Sekunden vor Spielende sorgte Florian von Gruchalla, welcher kalt von der Bank kam, per Strafwurf für die Entscheidung in Nürnberg.

„Wir hatten zwei überragende Torhüter auf beiden Seiten heute, zwei gute Abwehrreihen – das hat ein hartes, aber nicht unfaires Spiel ergeben. Wir sind sehr froh, dass wir die Moral gezeigt haben, die es gebraucht hat, um zwar knapp, aber zu gewinnen“, erklärt Eyjolfsson nach dem 26:25-Arbeitssieg. Der hat gezeigt, dass der Tabellenzehnte nicht unschlagbar ist und die Schwaben am Sonntag (16 Uhr, SparkassenArena) eine neue Serie starten können.

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