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Geislingen

Blitzeinschlag in Geislingen: Strom weg, Telefon tot

07.07.2019

Von Benno Schlagenhauf

Blitzeinschlag in Geislingen: Strom weg, Telefon tot

© Benno Schlagenhauf

In der Erzinger Straße und deren Nachbarstraßen fielen infolge des Blitzeinschlags der Strom und die Telefone aus.

Ein lauter Knall schreckte am Sonntagmorgen die Geislinger auf. Am Ortsrand hat der Blitz eingeschlagen.

Jochen Decker berichtet von einem gewaltigen Schlag, der am Sonntagmorgen die Nachbarschaft erschütterte. Während des Gewitters hat in der Erzinger Straße gegen 8.30 Uhr ein Blitz eingeschlagen.

„Entweder schlug er direkt in das Haus ein, oder in den Strommasten vorm Haus“, berichtet Decker. Das Haus gehört seiner Mutter. Für die Familie ist es bereits der zweite Blitzeinschlag: Vor fast genau einem Jahr fällte ein Blitz eine Tanne auf ihrem Gartengrundstück am Ortsausgang.

Nachbarschaft ohne Strom und Telefon

Nach dem Blitzeinschlag am Sonntag war der Strom weg, die Telefonleitungen tot – auch in der Nachbarschaft: „Das Haus steht ja direkt im Kreuzungsbereich der Erzinger Straße, der Schluckstraße und der Schaalstraße – überall standen Leute vor ihren Häusern, die keinen Strom mehr hatten.“

Laut ENBW habe sich der Ausfall auf den unmittelbaren Bereich um den Einschlagsort – „ein paar Straßenzüge“ – beschränkt.

„Die ENBW war schon innerhalb einer halben Stunde da, der Elektriker nicht viel später – und das an einem Sonntag“, lobt Decker. Die Techniker hätten dann die Lage untersucht und geprüft, ob man wieder Strom auf die Leitungen schicken könne.

„So wie es aussieht, hat der Blitz direkt in die Leitung geschlagen“, sagt ENBW-Sprecher Ulrich Stark. Daraufhin habe es einen Hausanschlusskasten buchstäblich zerrissen. Ansonsten gebe es keine weiteren Schäden an der elektrischen Infrastruktur: „Aus unserer Sicht war das ein kleinerer, harmloser Störfall“, so Stark weiter.

Strom ist schnell wieder da

Nur kurze Zeit nach der Alarmierung war die Stromversorgung wiederhergestellt: „Der Anruf bei uns kam um 9.26 Uhr, um 10.33 Uhr war der Strom wieder da“, so Stark. Die Telefone blieben jedoch stumm.

„Das ist ja auch klar, wenn man sich ein Telefonkabel anguckt – die sind ja noch dünner als Stromkabel, da ist schnell eins durchgeschmort“, sagt Decker.

Auch einige Elektrogeräte hätten den Blitzeinschlag wohl nicht überlebt. Decker geht davon aus, dass alles was zu dem Zeitpunkt eingesteckt war, kaputt ist.

Glück im Unglück

Letztendlich ist Decker aber froh, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein: „Im Großen und Ganzen kann man von Glück sagen, dass es nicht gebrannt hat.“

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