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Schörzingen

Birgit Kienzler wird erneut in Schörzinger Ortschaftsrat gewählt, will das Amt aber nicht annehmen

28.05.2019

Von Daniel Seeburger

Birgit Kienzler wird erneut in Schörzinger Ortschaftsrat gewählt, will das Amt aber nicht annehmen

© Daniel Seeburger

Die Schörzinger Wähler sorgten für einige Überraschungen bei der Ortschaftsratswahl.

Es hat lange gedauert, bis die Stimmen zum Ortschaftsrat ausgezählt waren. Am Dienstag um 17.40 war es dann soweit: Die Zusammensetzung des neuen Gremiums wurde verkündet. Es gab einige Überraschungen. Die wohl wichtigste betrifft die scheidende Ortsvorsteherin Birgit Kienzler.

Lediglich sechs Bewerber hatten sich auf einer Liste aufstellen lassen und für die elf Sitze im Ortschaftsrat kandidiert. Es war also schon zuvor bekannt, dass mindestens fünf neue Ortschaftsräte von den Wählern per Mehrheitswahl bestimmt werden würden.

Überraschung Nummer 1: Die scheidende Ortsvorsteherin Birgit Kienzler erhielt, obwohl sie auf eine weitere Kandidatur für den Ortschaftsrat verzichtete und nicht auf dem Wahlzettel stand, 52 Stimmen. Nur Ortschaftsrat Heiko Gerstenberger, der in den Schömberger Gemeinderat gewählt wurde und auf eine Kandidatur für den Ortschaftsrat verzichtete, erhielt mit 83 Voten bei den nicht gesetzten Kandidaten mehr Stimmen als Kienzler.

Die scheidende Ortsvorsteherin bleibt bei ihrer Entscheidung

Damit würde Birgit Kienzler auch dem nächsten Ortschaftsrat angehören. Sie hat allerdings vor der Wahl klar gemacht, dass sie keine weitere Amtsperiode anstrebt. „Ich bleibe bei meiner Entscheidung“, erklärte die Ortsvorsteherin am Dienstag Abend auf Anfrage.

Grund für den Verzicht auf eine erneute Kandidatur war unter anderem die hohe berufliche Belastung. Sie freue sich zwar über die Wertschätzung, so Kienzler, aber sie werde ihre Entscheidung nicht revidieren.

Nach zehn Jahren kann ein kommunales Ehrenamt abgeleht werden

Da Birgit Kienzler zehn Jahre Mitglied des Ortschaftsrats war, kann sie ohne Angabe von Gründen die Wahl in ein kommunales Ehrenamt ablehnen. Geregelt ist das in § 16 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg.

Überraschung Nummer 2: Ortschaftsrat Tommy Geiger, der vor fünf Jahren hinter Birgit Kienzler die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, erhielt die wenigsten Voten derjenigen Kandidaten, die auf der Ortschaftsratsliste antraten. Und das, obwohl er bei der Wahl zum Schömberger Gemeinderat hinter Kerstin Kipp die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Karl-Heinz Koch schneidet am besten ab

Am besten schnitt bei der Schörzinger Ortschaftsratswahl Karl-Heinz Koch ab. er erhielt 553 Stimmen. Auf dem zweiten Platz ist Knut Bayer mit 525 Stimmen.

Insgesamt bekamen 178 Schörzingerinnen und Schörzinger Stimmen, davon 45 mehr als fünf.

Das Ergbnis der Schörzinger Ortschaftsratswahl im Einzelnen:

Gewählt sind: Karl-Heinz Koch (553 Stimmen), Knut Bayer (525 Stimmen), Harald Schmuck (507 Stimmen), Andreas Seng (441 Stimmen), Werner Scherrmann (427 Stimmen, neu), Tommy Geiger (382 Stimmen), Heiko Gerstenberger (83 Stimmen), Birgit Kienzler (52 Stimmen), Steffen Henle (48 Stimmen, neu), Thorsten Eckstein (39 Stimmen, neu), Daniel Bayer (37 Stimmen, neu).

Die ersten beiden Ersatzkandidaten sind Marco Kaysser (32 Stimmen) und Matthias Senn (26 Stimmen).

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