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Burladingen

Bares für Rares: Burladinger Wolfgang Bastian erlöst 2020 Euro für eine Uecker-Lithographie

04.11.2019

von Matthias Badura

Bares für Rares: Burladinger Wolfgang Bastian erlöst 2020 Euro für eine Uecker-Lithographie

© Privat

Wolfgang Bastian verfolgt die Aufzeichnung auf der Mattscheibe. Man sieht den Burladinger zusammen mit dem Gutachter Colmar Schulte-Goltz (links) und Moderator Horst Lichter.

Am Montag wurde die Bares-für-Rares-Sendung mit Wolfgang Bastian aus Burladingen im ZDF ausgestrahlt. 2020 Euro hat er von der Händlerin Elke Velten-Tönnies für die von ihm angebotene Lithographie des zeitgenössischen Künstlers Günther Uecker auf den Tisch geblättert bekommen.

Bastian erhielt das Bild 2017 als Lohn dafür geschenkt, dass er beim Sommerfestes der evangelischen Kirchengemeinde die Tombola moderiert hatte. Die Kirchengemeinde wiederum hatte das Bild selber geschenkt bekommen, aber den Wert ebenso wenig erkannt wie Bastian, der es zuerst einmal in den Keller stellte. Erst viel später kam er darauf, was er da für einen Schatz besitzt und hat sich dann damit bei Bares für Rares beworfen. Die Aufzeichnung fand im Juni statt. Bastian wusste natürlich seither, was er für das Bild bekommen hat, nämlich 2020 Euro. Er hat aber nichts verraten (oder nur wenig).

Mit 1000 Euro gerechnet

Zum Zeitpunkt des Geschehens war der Burladinger Künstlerchef allerdings selber bass erstaunt, platt, sprachlos. Mit 1000 Euro hatte er gerechnet, die 2020 waren für ihn, der selber, sei’s nun beruflich als Grafiker oder im Vereinsleben immer wieder für eine Überraschung gut ist, eine echte Überraschung. „Jetzt kanne nemme!“, lautete sein echt schwäbischer Kommentar.

Enttäuscht über den Zusammenschnitt

Gespannt verfolgte er am Montag, was das ZDF aus der Aufzeichnung zeigen würde. Leicht enttäuscht war er dann darüber, dass ausgerechnet die Stellen gekürzt wurden, in denen er berichtet, dass er aus Burladingen stammt und dass es dort den Kunstverein der „Burladinger Maler“ gibt. Stattdessen liest man im Untertitel, Bastian wohne in Ostfildern. Was zwar postalisch richtig ist, aber nicht dem Heimat- und Selbstverständnis Bastians entspricht. Jammerschade.

Kirche bekommt 500 Euro

Nicht enttäuscht sein dürfte die evangelische Kirchengemeinde über 500 Euro, die ihr Bastian von seinem Verkaufserlös abgegeben hat. Das Geld soll, so wurde der Vorsitzende informiert, der Sanierung des Weges vor der Kirche zugute kommen. Ob der Zugang vom Parkplatz zum Kirchenportal fürderhin dann den Namen Wolfgang-Bastian- Weg tragen wird – überlegt sich der Spender nun. Er lässt sich gerne überraschen.

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